Am Mittwoch (5. 2. 2020) war Anton Hofreiter im Rahmen der Kommunalwahlen im bayerischen Emmering zu Gast. Während der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Saal einer Gaststätte ein sofortiges und umfassendes Engagement für den Klimaschutz auf allen politischen Ebenen forderte, kam draußen Protest auf. Vier Junglandwirte stellten mit ihren Traktoren den Parkplatz des Gasthauses zu, um zu verhindern, dass Hofreiter abfährt.
"Düngeverordnung treibt Bauern in den Ruin"
Die Junglandwirte drängten den Politiker dazu, sich den Ausschnitt einer Talk-Show anzuhören. Darin setzte sich Grünen-Politikerin Katharina Schulze für den Bau von Windrädern ein, konnte jedoch nicht sagen, welche Abstände zur Wohnbebauung gelten. Darüber ärgern sich die jungen Landwirte. Sie wollen ernst genommen werden und vor allem die Grünen darauf aufmerksam machen, dass sie nicht als Verursacher des Klimawandels und als Naturzerstörer beschimpft werden wollen, sagten sie gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Demnach wollen sie darauf hinweisen, dass die neue Düngeverordnung Bauern in den Ruin treibe und nachfragen, ob das den Politikern völlig egal sei.
Keine Antwort erhalten
Hofreiter hörte kurz in die Aufnahme hinein und beteuert, er habe keine Zeit, um dazu ausführlich Stellung zu nehmen. Mit dieser Antwort gaben sich die Junglandwirte jedoch nicht zufrieden. Nach einem längeren Wortwechsel einigte man sich darauf, dass sie zu einer bereits vereinbarten Aussprache mit dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, Georg Huber, einzuladen sind.
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