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Ernährung und Gesundheit

Kadmium: Grenzwerte in Schokolade und Babynahrung verschärft

AgE
am
21.05.2014

Brüssel - Die Hersteller von Schokolade und Babynahrung müssen sich auf strengere Vorgaben für den maximalen Kadmiumgehalt ihrer Produkte einstellen.

Süßwaren 'Made in Germany' sind weltweit gefragt. © indigolotos/Fotolia
Die EU-Mitgliedstaaten unterstützten vergangene Woche einen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Senkung bestimmter Höchstwerte. Beispielsweise darf Milchschokolade mit einem Kakaoanteil von weniger als 30 Prozent (%) ab 2019 nicht mehr als 0,1 mg Kadmium/kg enthalten. Für Schokolade mit 30 % bis weniger als 50 % Kakao gelten dann 0,3 mg/kg. Für Bitterschokolade mit 50 % und mehr Kakao sind es 0,8 mg/kg, und für frei verkäufliches Kakaopulver gelten 0,6 mg/kg.
 
Die Höchstwerte für verschiedene Arten von Säuglings- und Kleinkindnahrung schwanken zwischen 0,005 mg Kadmium/kg und 0,04 mg/kg.

neues Feld

Mit den Änderungen trägt die Kommission Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Rechnung. Kadmium kann Nierenschäden verursachen und wird mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Die Übergangsfrist für Kakao und Schokolade soll Unternehmen und Kakaoerzeugern in Entwicklungsländern ausreichend Zeit geben, sich an die neuen Vorschriften anzupassen.
 
Nach Angaben der EFSA sind für die Kadmiumbelastung der Bevölkerung nicht unbedingt jene Nahrungsmittel mit einem besonders hohen Gehalt des Schwermetalls vorrangig verantwortlich, sondern Produkte, die in großen Mengen verzehrt werden, beispielsweise Getreide, Gemüse und Kartoffeln. Mit den neuen Höchstwerten für Schokolade und Babynahrung will die EU vor allem Kinder schützen. Ferner verabschiedete die Kommission Empfehlungen an die Mitgliedstaaten, Anstrengungen zu unternehmen, um auch den Kadmiumgehalt in anderen Nahrungsmitteln weiter zu verringern.
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