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Wirtschaft

Kali-Preisrutsch lässt K+S-Gewinn einbrechen

pd
am
14.03.2014

Kassel - Beim Düngemittel- und Salzproduzenten K+S hat der Kali-Preisrutsch nach der Auflösung eines Exportbündnisses in Russland zu einem Gewinneinbruch geführt.

K+S-Logo auf Bürogebäude
"Das Jahr 2013 war für K+S mit großen Herausforderungen verbunden", sagt der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.
 
"K+S hat aber einmal mehr unter Beweis gestellt, dass das Unternehmen in der Lage ist, sich operativ und strategisch auf Veränderungen einzustellen, um den langfristigen Erfolg zu sichern", so Steiner weiter.

Der Umsatz blieb im Jahresvergleich stabil

Das Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten war im zweiten Halbjahr 2013 durch die Entwicklung nach der Ankündigung der russischen Uralkali geprägt, die eigenen Kapazitäten ohne Rücksicht auf das Preisniveau auszubauen. Dadurch gerieten insbesondere die internationalen Preise für Kaliumchlorid unter Druck. Insgesamt betrug der Umsatz der K+S Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr 3.950,4 Millionen Euro und lag damit auf dem Niveau des Jahres 2012 (3.935,3 Millionen Euro). Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte führte vor allem die Preisentwicklung zu einem Umsatzrückgang um 11 Prozent. Das Absatzvolumen blieb mit 6,94 Millionen Tonnen stabil. Im Geschäftsbereich Salz stieg der Umsatz um 18 Prozent. Ausschlaggebend hierfür war vor allem die positive Mengenentwicklung im Auftausalzgeschäft.

Operatives Ergebnis wie erwartet deutlich niedriger

Das operative Ergebnis EBIT I der K+S Gruppe sank im Jahr 2013 um 18,4 Prozent auf 655,9 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erreichte 16,6 Prozent (2012: 20,4 Prozent).
 
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verringerte sich das operative Ergebnis EBIT I insbesondere wegen gesunkener Durchschnittserlöse für Kalidüngemittel um rund 28 Prozent auf 552,5 Millionen Euro.

Bereinigtes Konzernergebnis gesunken

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern folgte der Entwicklung des operativen Ergebnisses und verringerte sich zusätzlich durch den Wegfall eines Sondereffekts aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeiten, im Jahr 2012 war hier noch das Nitrogen-Geschäft enthalten. Es sank somit gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent auf 435 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 2,27 Euro nach 3,33 Euro im Vorjahreszeitraum.

Ausblick 2014: Umsatz und Ergebnis niedriger erwartet

Nach neuen Vertragsabschlüssen der großen Kaliproduzenten mit China zeichnete sich zu Beginn des Jahres 2014 eine Bodenbildung bei den Preisen ab. Bei einem geplanten gleichbleibendem Absatzvolumen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte (2013: 6,94 Millionen Tonnen) dürften die Jahresdurchschnittspreise spürbar niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr. Im Salzgeschäft geht K+S von einem Festsalzabsatz für 2014 aus, der mit 22,8 Millionen Tonnen in etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 liegen sollte, bei teilweise ebenfalls niedrigeren Preisen. Der Umsatz der K+S Gruppe dürfte im Geschäftsjahr 2014 daher moderat unter dem Wert des Vorjahres liegen. Insbesondere der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sollte aufgrund der zu erwartenden niedrigeren Jahresdurchschnittspreise spürbar rückläufig sein.
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