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Wirtschaft

Kaliwerk Zielitz: 21 Millionen für neue Produktionsanlage

pd
am
06.11.2012

Kassel - Im Kaliwerk Zielitz ist der Grundstein für eine neue Produktionsanlage gelegt worden. Ab 2014 soll dort hochreines Kaliumchlorid hergestellt werden.

Die K+S KALI GmbH wird an ihrem Standort Zielitz in Sachsen-Anhalt rund 21 Millionen Euro in den Aufbau einer neuen Produktionsanlage investieren, in der ab 2014 hochreines Kaliumchlorid (KCl 99) in kompaktierter Form hergestellt wird. Die feierliche Grundsteinlegung durch Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Ernst Andres, Geschäftsführer der K+S KALI GmbH und Werkleiter Hans-Joachim Kind gibt den Startschuss für die Baumaßnahmen.
 
Die neue Produktionsanlage wird die Produkteigenschaften des vorhandenen feinkörnigen Produktes weiter veredeln, so dass KCl 99 dann in einer neuen Qualitätsstufe produziert werden kann. Durch eine gröbere Körnung werden die Fließfähigkeit des Produktes erhöht sowie Lagerung und Umschlag verbessert. Die Fertigungslinie umfasst eine maschinelle Anlage zur Kompaktierung sowie zusätzliche Gebäude zur Lagerung und Verladung.

Bekenntnis zum Standort Deutschland

Für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und das Kaliwerk Zielitz bedeutet diese Investition von mehr als 20 Millionen Euro eine erhebliche weitere Stärkung. "Dies ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und ein Signal an die Region und die hier lebenden Menschen - insbesondere an die mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werkes und ihre Familien", sagt Dr. Andres. Schon jetzt werde mit den Aktivitäten am Standort eine beträchtliche Wertschöpfung erarbeitet. "Davon profitieren auch die Menschen in der Region, ortsansässige Betriebe und die lokale Wirtschaft", so Dr. Andres weiter. Der Anteil des Werkes Zielitz an der Gesamtproduktion der K+S KALI GmbH beläuft sich auf rund 30 Prozent.

Startschuss für die Baumaßnahmen

KCl 99 in kompaktierter Form wird in industriellen Produktionsprozessen gebraucht. Spitzenreiter bei den industriellen Anwendungsgebieten ist die Chlor- Alkali-Elektrolyse. Bei diesem Verfahren wird weit mehr als die Hälfte des weltweiten Bedarfs an Kaliumchlorid in Industriequalität als Rohstoff eingesetzt. Die dabei entstehenden chemischen Grundstoffe und Verbindungen sind unverzichtbar für die Herstellung von Pharmazeutika, Glas, Keramik und Pflanzenschutzprodukten. Nach der Grundsteinlegung werden nun zeitnah die Baumaßnahmen beginnen, die voraussichtlich Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein werden. Der Start des Probebetriebes der Produktionsanlage ist für Dezember 2013 geplant. Erste Mengen kompaktiertes Kaliumchlorid 99 sollen dann im Januar 2014 produziert werden.
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