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Dorf und Familie

Kampf dem Matsch, illegale Käfigeier und darf man Nachts arbeiten?

Externer Autor
am
14.10.2011

Darf man Nachts auf den Feldern arbeiten? Lieber mit eigenen Maschinen arbeiten oder doch eher mit dem LU. Und was passiert 2012 mit den Eiern?

Wie lange darf in die Nacht hinein gearbeitet werden?
 
FloriGri fragt aus aktuellem Anlass: "Neulich schimpfte mein Arbeitskollege rum weil er mitten in der Nacht (um drei) aufgeweckt wurde weil auf dem Nachbarfeld das Maishäckseln begann. Weis das wer, ob man das mitten in der Nacht darf?" JW antwortet: "Bis um 22.00 Uhr und dann wieder ab 6.00 Uhr" Luckylou sieht das  allerdings kritisch: "Muss immer jeder auf sein Recht pochen und es ausreizen bis zum letzten? Wir häckseln rund um die Uhr , ohne Probleme. Die Felder in Dorfnähe werden tags gehäckselt,in der Nacht fährt man dort wo es keinen stört, genauso wenn der Gülletrack kommt, am Wochenende und bei Nacht wird nicht ans Dorf gefahren. Wenn man sich an diese Regeln hält und es kommt mal zu einer Ausname, dann wird dies auch als einmalige Ausname angesehen u es gibt keine Probleme." krissy meint dazu: "Wenn es wichtige und unaufschiebbare Arbeiten sind, darf man die Regeln auch mal überschreiten. Bei uns in der Gegend gab es früher häufiger Ärger mit Anwohnern, wegen fast allen anfallenden Arbeiten. Vor allem weil es sich um Feriengäste handelte die z.B. Sonntags oder während der Nacht ihre Ruhe haben wollten. Aber wenn man mit den Menschen spricht und es vernünftig erklärt und wenn es nicht über Hand nimmt(siehe luckylou), dann verstehen die Leute das." FloriGri erwiedert auf die Antworten: "Gut dass ich jetzt Bescheid weis. Ich werd es aber meinem Arbeitskollegen nicht erzählen, da er schon von anzeigen geredet hat. Bei mir als Nebenerwerbslandwirt ist es ja oft so, dass ich die die Arbeiten am Wochenende und oft auch am Sonntag erledigen muß."

Eigenmechanisierung oder Lohnunternehmer beauftragen?

Landmaschinenfan stellt diese Frage im Forum: "In der Landwirtschaft geht der Trend immer mehr dahin, daß der Landwirt bzw. die Landwirtin selbst nur noch im Stall bzw. Büro arbeitet und die Außenbewirtschaftung komplett an Lohnunternehmer vergibt. Einige heuern sogar den Lohnunternehmer an, um mit dem Futtermischwagen durch den Stall zu fahren. Ist das die Zukunft der Landwirtschaft? Auch der neue Ausbildungsberuf Fachkraft für Agrarservice ist eine Reaktion auf diese Enrwicklung." Halerbeck ist skeptisch: "Versteh ich nicht ganz, bei uns geht der Trend eher zurück zur Eigenmechanisierung." genau wie Schweinefranz: "Nur im Stall: dann kann ich gleich in die Fabrik und immer das gleiche machen das Tolle an der LW ist die Vielseitigkeit der Arbeit" automatix hingegen schreibt: "Es mag wohl wirtschaftlich sinnvoll sein, sich nicht jede Maschine zu kaufen und ich bin mir relativ sicher, daß der Trend dazu sich fortsetzen wird - zum einen, weil der 'Familienbetrieb' immer größer wird und wer auf Tierhaltung setzt hat halt irgendwann nicht mehr die Zeit, sich jeden Tag neben 6 - 8 h Stallarbeit auch nochmal 8 h auf den Schlepper zu setzen - so macht man sich kaputt. Ist halt die Frage, wo jemand mit seinem Betrieb hinwill - wer im Stall glücklich ist, für den kann das die ideale Lösung sein." Auch Tebe meint: "Hier bei mir und Schweinefranz in der Gegend ist kein klarer Trend erkennbar, aber etwas mehr Arbeit wird schon an LUs übergeben, das liegt vor allem da dran, dass wir hier 4-5 wirklich gute, zuverlässige LUs haben, welche alle anfallenden Arbeiten erledigen. Vor allem preislich sehr interessant wirds, wenn einige Landwirte Ihre neuen Maschinen auch im Lohn einsetzen wollen. Außerdem haben wir einen schlagkräftigen Maschinenring, der mit 4 Gülleselbstfahrern vor allem bei Großbetrieben und weiten Strecken unschlagbar ist."

Illegale Käfigeier

Darky nimmt folgenden Agrarheute-Artikel zum Anlass dieses Thema zu starten: "Man fragt sich doch ob man die ganze EU nicht einfach den Bach runter gehen lassen sollte. Wo bleibt da die Verlässlichkeit auf bestehende langfristige Regelungen? Selbst wenn die Eier nun in die Verarbeitung gehen dann nehmen die trotzdem nen legalen Eiern einen Markt weg. Ich finde das ist ne große Sauerei. Einige Länder zwingen den Landwirten Millioneninvestitionen auf um überpünktlich alle Bestände um zu stellen und andere Länder spielen auf Zeit und bekommen noch recht." Da gibt Biobauer recht: "Ist doch immer so. Wir wurden schon wegen nen paar Litern Milch mit Superabgaben bestraft, da wussten die Italiener noch ned mal,wie man das Wort Kontingent ausspricht." Auch Freigeist bläst ins selbe Horn: "das ist es doch, was wir an der EU so lieben! Vorschriften ohne Ende und wer sich nicht dran hält, handelt irgendeinen faulen Kopromiss aus. Frechheit siegt!"  Und Kolberg2207 schreibt"Da kann man mal wieder sehen wie sich die deutsche Politik an der Nase herumführen lässt. Es braucht ja z.T. nur einen Gesetzvorschlag und Deutschland macht sofort eine Verpflichtung daraus und die anderen Mitgliedsländer lachen sich kaputt. (Ich habe auf einem Betrieb gearbeitet (ca. 500 Hennen) der nach dem Stichtag noch 10 Tage Zeit um sienen Stall zu räumen obwohl die Tiere erst 7 Monate gelegt hatten und kein Abnehmer zu finden war.)"

Kampf gegen den Matsch auf Weiden

Happycowgirl möchte folgendes Wissen: "Meine Rinder leben im Offen- bzw. Laufstall, d.h. sobald  wie möglich können sie den ganzen Tag rein oder raus laufen.. Da ich diese Haltung erst seit diesem Jahr hab ist noch einiges zu verbessern. So kam es die bisher kaum zu größerem Matsch, doch nach den vergangen Dauerregen Tagen, die wohl anhalten werden, wird der Morast vor auf dem Weg zwischen Weide und Stall immer größer. Wäre toll wenn Anregungen kommen würden, wie ich möglichst einfach schnell und kostengünstig zumindest über diesen Winter kommen würde, ohne im Matsch zu versinken." Schaumburger gibt den Tipp: "Rindenmulch auf den Weg schütten. Dazu brauchst du aber große Mengen, muß extrem dick liegen."  Helki meint: "Auf der meistbetrampelsten Stelle, also am Stallausgang würde als vorrübergehende Lösung eine Schicht gelber Sand helfen, so das es da der höchste Punkt ist und das Wasser wegfließen kann Ist aber eben nur eine Übergangslösung, dann sollte man sich nach einer dauerhaften Möglichkeit Gedanken machen." deutzbua ist da anderer Meinung: "Ich weiß ja nicht wie lange du auf der Weide bleiben willst aber ich würde es gleich richtig befestigen lassen denn alles andere ist herausgeschmissenes Geld in meinen Augen" 

Landwirtschaftsmeister und nun? Welche Möglichkeiten ohne Hof?

Traktorman ist sich Unschlüssig: " Welche Möglichkeiten habe ich als Landwirtschaftsmeister? Meine Erste Anlaufstelle war der Maschinenring die mich auch sofort fest anstellen würden,als Betriebshelfer, was ich nun wohl auch vorerst machen werde, aber als Lebensaufgabe sehe ich das nicht, vor allem weil auch das Geld niemals reichen würde um eine Familie zu ernähren. Gibt es Möglichkeiten als Landwirtschaftsmeister angestellt zu werden? Uner anderem in der Buchführung habe ich schon öfters gehört dass auch Landwirte angestellt werden. Gibt es andere Möglichkeiten wie zum Beispiel eine neue Ausbildung in einem anderen Beruf? (Bin fast 30, ginge das da überhaupt noch?) Gibt es Möglichkeiten zur Weiterbildung? War eigentlich immer recht gut in der Schule und lerne schnell!" Paula ist der Meinung: "Um einen anderen Beruf zu lernen bist du ganz sicher nicht zu alt, zu bedenken ist ob ihr 2 oder 3 Jahre mit Lehrlingsgehalt klar kommt und ob es einen Beruf gibt wo du dir es vorstellen kannst. Ich weiß ja nicht wo ihr her kommt, bzw. wie ortsgebunden du bist. Hier im Osten und vermutlich auch in Norddeutschland gibt es einen recht großen Bedarf an guten Arbeitskräften. Die Frage ist natürlich welche Gehaltsvorstellungen du hast. Am besten wäre wohl wenn du einfach mal eine Anzeige in div. Fachzeitschriften stellen würdest und schaus was zurück kommt." Und Komet zeigt noch einen anderen Weg auf: "Also das mit den Buchführungsdiensten ist nicht schlecht. Mein Betreuer ist auch Meister und arbeitet 3 Tage für den Buchführungsdienst, die restlichen 2 ist er zu hause. Sein Vater ist auch noch ziemlich fit. Als Meister könntest Du ja noch vielleicht die Technikerschule oder etc. machen.  Wenn ich richtig informiert bin, könntest Du ja noch normalerweise mit dem Meisterabschluss auf die FH gehen und studieren."Auch Mondscheinbauer80 kann helfen: "Also das mit den Buchführungsdiensten ist nicht schlecht. Mein Betreuer ist auch Meister und arbeitet 3 Tage für den Buchführungsdienst, die restlichen 2 ist er zu hause. Sein Vater ist auch noch ziemlich fit. Als Meister könntest Du ja noch vielleicht die Technikerschule oder etc. machen.  Wenn ich richtig informiert bin, könntest Du ja noch normalerweise mit dem Meisterabschluss auf die FH gehen und studieren."
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