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Waldsterben

Kampfeinsatz Borkenkäfer: Bundeswehr rückt zur Hilfe

Bundeswehr
am Mittwoch, 20.05.2020 - 11:37 (Jetzt kommentieren)

In deutschen Wäldern herrscht derzeit Krieg. Soldaten der Bundeswehr werden deshalb an die Borkenkäfer-Front abkommandiert.

Statt mit Gewehren rücken Dutzende Bundeswehr-Soldaten mit Schälmessern zum Sondereinsatz an. Die Mission: Den Feind unschädlich machen. Seit Jahren wütet der Borkenkäfer nicht nur in den Wäldern der Rheinland-Pfalz. Er hinterlässt ein Schlachtfeld aus Totholz.

Insgesamt 3,5 Millionen Bäume mussten nach Angaben des Forstministeriums in Rheinland-Pfalz gefällt werden. Dieses Jahr sei bereits eine Million Festmeter Schadholz angefallen. Jetzt hilft auch dort die Bundeswehr. Ähnliche Missionen gegen Borkenkäfer hat es bereits unter anderem in Sachsen und in Sachsen-Anhalt gegeben

Käfer-Invasion eindämmen

In den Waldgebieten des Forstamts Hillesheim ist der Befall noch nicht so weit fortgeschritten. Nun gilt es zu verhindern, dass sich auch dort der Käfer weiter ausbreitet. Dafür kommt die Bundeswehr zur Hilfe. Nach einer Einweisung machen sich die Soldaten ans Werk. In den Wäldern des Forstamtes Hillesheim identifizieren sie befallene Bäume und markieren sie. Umgefallene Bäumen, in denen sich der Borkenkäfer bereits massenhaft eingefressen hat, entrinden sie.

Bundeswehreinsatz dauert 12 Wochen

Eine erste Truppe sei bereits seit vergangenen Donnerstag im Hunsrück, nun folgten Kameraden in Eifel und Westerwald. In der Eifel stammten die eingesetzten Soldaten vom Informationstechnikbataillon 281 aus Gerolstein, im Westerwald kämen sie vom Standort Hilden in Nordrhein-Westfalen, sagte Bohn. Der Einsatz der Bundeswehr ist nach Angaben des Ministeriums zunächst für zwölf Wochen geplant.

Mit Material von dpa

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