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Wirtschaft

Kanada erhebt Importgebühr für Rindfleisch

AgE
am
05.08.2013

Ottawa - Kanada hat eine Importabgabe für Rindfleisch eingeführt, mit der Marktentwicklungs- und Absatzförderungsmaßnahmen von heimischem Fleisch finanziert werden sollen.

Bisher wurde die Abgabe zur Forschung und Marktentwicklung in Höhe von einem kanadischem Dollar (0,73 Euro) pro Rind nur auf heimisches Rindfleisch angewendet. Landwirtschaftsminister Gerry Ritz sprach von einer guten Nachricht für die kanadischen Rinderhalter und die heimische Rindfleischwirtschaft. Die neue Importabgabe werde eine stabile Finanzierungsquelle zur Förderung von Forschung, Marktentwicklung und Promotionsaktivitäten für Rindfleisch und Rindfleischerzeugnisse, so Ritz. Die nationale Marketing- und Absatzförderungsgesellschaft Canada Beef geht davon aus, dass über die neue Einfuhrabgabe pro Jahr zusätzlich 800.000 Can-Dollar (587.840 Euro) eingesammelt werden.
 

Agentur soll Absatz fördern

Die Mittel würden helfen, die Absatzmärkte für die kanadischen Rinderhalter zu erweitern und so ihren Umsatz zu steigern, erklärte Canada Beef-Vorsitzender Chuck MacLean. Die Organisation Canada Beef wurde im Jahr 2002 als erste Agentur dieser Art in Kanada gegründet: ihre Aufgabe ist es, Absatzförderungs- und Forschungsinitiativen zu finanzieren. Wie der Vorsitzende des Farm Product Council of Canada (FPCC), Laurent Pellerin, ergänzend feststellte, hilft der Aufbau einer Promotions- und Forschungsagentur den landwirtschaftlichen Produzenten, ihre Märkte auszubauen und ihre Verkäufe zu steigern. Einen Nutzen davon hätten auch die Verbraucher, und zwar durch einen besseren Zugang zu Informationen über das Agrarprodukt einschließlich dessen Qualität und Nährwert.
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