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Verdacht illegaler Absprachen

Kartellamt durchsucht Büros der BayWa AG

pd/Krauß
am
01.02.2016

Am 26. Januar hat das Bundeskartellamt mehrere Büroräume des BayWa Hauptsitzes in München durchsucht. Es besteht der Verdacht "wettbewerbsbeschränkender" Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik.

Die Durchsuchungen wurden auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn durchgeführt. Wie aus einer Meldung des Konzerns hervorgeht, wird die Untersuchung mit dem Verdacht begründet, "dass Mitarbeiter des Unternehmens an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik beteiligt gewesen sein sollen".

Aus dem Durchsuchungsbeschluss gehe hervor, dass mehrere Unternehmen aus der Branche Gegenstand der Untersuchung sind. Wie der Bayerische Rundfunk meldet, bestehe der Verdacht, dass es beim Verkauf von Landmaschinen und Ersatzteilen zu illegalen Absprachen gekommen sei. Diese sollen vor allem Traktoren betroffen haben.

BayWa will bei der Aufklärung helfen

"Wir arbeiten selbstverständlich mit dem Bundeskartellamt zusammen, damit die Vorwürfe so schnell wie möglich aufgeklärt werden", so der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. "Sollte es in der Vergangenheit zu Fehlverhalten gekommen sein, werden die Verantwortlichen mit aller Konsequenz zur Rechenschaft gezogen."

Allerdings hätten interne Untersuchungen der BayWa nach Angaben des Konzerns im letzten Jahr keine Hinweise ergeben, die die jetzt erhobenen Vorwürfe bei der Landtechnik bestätigen würden.

Kartellamt bereits im letzten Jahr bei der BayWa

Im Jahr 2015 gab es eine Kartelluntersuchung bei verschiedenen Agrarunternehmen in Deutschland, unter anderem auch bei der BayWa, im Bereich Großhandel mit Pflanzenschutzmitteln.

Zum Stand dieser Untersuchung beim Kartellamt liegen der BayWa AG nach eigenen Angaben keine näheren Erkenntnisse vor.

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