Login
Wirtschaft

Kasachstan: Weizenernte um die Hälfte kleiner

Externer Autor ,
am
07.11.2012

Nicht nur Russland und in der Ukraine ernten in diesem Jahr erheblich weniger Weizen. Auch Kasachstan muss einen Produktionseinbruch um mehr als die Hälfte verkraften.

Nach den Angaben des kasachischen Landwirtschaftsministeriums ernteten die Landwirte 14,78 Millionen Tonnen (Mio. t) Getreide (Bunkergewicht) von etwa 15 Mio. ha. Der Durchschnittsertrag liegt bei 0,98 t/ha. Im Vergleich zur letzten Ernte von 29,7 Mio. t, ist die Produktion damit nur etwa halb so groß. Ursache für den Produktionsrückgang ist die extreme Trockenheit im Westen des Landes. Die kasachische Getreideunion schätzt die Exportmöglichkeiten wegen der noch vorhandenen großen Bestände aus der letzten Ernte immerhin auf 7 Mio. t, nach einem Ausfuhrvolumen von 12,1 Mio. t im letzten Jahr.

Große Bestände ermöglichen Exporte

Mit Abstand wichtigstes Getreide in Kasachstan ist Weizen. Hier hat das Land im letzten Jahr immerhin fast 11 Mio. t exportiert und damit etwa genauso viel wie die Ukraine. Mit knapp 23 Mio. t holten die Kasachen vor einem Jahr auch eine Rekordernte von ihren Feldern. Diese ließ sich aufgrund der schwierigen logistischen Bedingungen (Transport und Umschlagskapazitäten), bei gleichzeitig großen Ernten in den beiden Nachbarländern Ukraine und Russland, jedoch nur schwer vermarkten. Die Folge war eine Verdopplung der Endbestände auf rund 7 Mio. t. Diese großen Bestände ermöglichen nun jedoch (trotz der sehr schwachen Ernte) noch einen beträchtlichen Export.

Mehr Weizenexporte als die Ukraine

Bei einer Weizenproduktion von etwa 10,5 Mio. t und einem Eigenbedarf von 7 bis 8 Mio. t (davon 2 Mio. t Futterweizen), lassen sich nach derzeitigen Schätzungen etwa 7 Mio. t Weizen exportieren und damit eine größere Menge als die Ukraine. Die wichtigsten Abnehmer sind die zentralasiatischen Länder der ehemaligen Sowjetunion sowie die Türkei. Hinzu gekommen sind zuletzt Ägypten und auch China. Die Produktion von Gerste und Mais hat in Kasachstan nur untergeordnete Bedeutung, wobei die Gerste ebenfalls von der Trockenheit betroffen ist. Die Gerstenproduktion geht von 2,6 Mio. t auf allenfalls 1,5 Mio. t zurück und die Maisproduktion liegt relativ stabil bei 0,5 Mio. t.
 

Auch interessant