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Umwelt

Kehrtwende bei der Imkerei

von , am
21.03.2011

Dresden - In Sachsen gibt es erstmals seit Jahren wieder einen Zuwachs bei der Zahl der Bienenvölker. Anfang 2011 lag sie bei rund 32.500 Völker, das ist ein Zuwachs von 5,9 Prozent.

Wegen des milden Winters ist der Befall mit Varroamilben dieses Jahr in Hessen besonders schlimm. © Mühlhausen/landpixel
"Die Arbeit der sächsischen Imker zahlt sich aus. Bereits sei 2007 steigt die Zahl der aktiven Imker jährlich an. Die Kehrtwende bei der Zahl der Völker ist ihr Verdienst", lobte Landwirtschaftsminister Frank Kupfer gestern auf dem Sächsischen Imkertag im Kloster Nimbschen bei Grimma, Landkreis Leipzig.
 
Wie das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft weiter mitteilt, rief Kupfer Imker und Landwirte zu einem guten Miteinander auf. Um dem für eine kontinuierliche Futterversorgung der Bienen teilweise nicht ausreichenden Trachtangebot entgegenzuwirken, fördere der Freistaat beispielsweise die Einsaat kräuterreicher Ansaatmischungen, die Anlage von Grünstreifen auf dem Ackerland, die Biotopgestaltung, die Anlage von Gehölzstrukturen des Offenlandes und die Neuanlage von Streuobstwiesen. Wichtig sei ein persönlicher Kontakt von Imkern und Landwirten auch für die Vermeidung von Bienenschäden durch Pflanzenschutzmittel.
 
Der Minister wies auch auf die großen Reserven hin, von denen Sachsens Imker profitieren können: "Nur ein Viertel des in Sachsen verbrauchten Honigs wird von sächsischen Imkern erzeugt. Der Markt ist vorhanden. Entwickeln und pflegen Sie ihn durch Direktvermarktung. Das Produkt 'Deutscher Honig' hat aufgrund der hohen Qualitätsstandards einen hervorragenden Ruf", so der Minister abschließend.
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