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Ernährung und Gesundheit

Keimbelastetes Fleisch nach Schleswig-Holstein geliefert

pd
am
14.08.2014

In Dänemark sind seit Ende 2013 bereits zwölf Menschen an den Folgen keimbelasteter Wurst gestorben. Nun wurde bekannt, dass mit Listerien belastete Fleischwaren auch nach Schleswig-Holstein gelangt seien.

Das Landwirtschaftsministerium in Kiel gab nun bekannt, das die mit Listerien belasteten Fleischprodukte aus Dänemark auch nach Schleswig-Holstein geliefert wurden, berichtet 'Süddeutsche online' Das dänische Lebensmittelministerium in Kopenhagen hatte zuvor versichert, die belastete Wurstwaren seien nicht nach Deutschland verkauft worden. Das Unternehmen Jørn A. Rullepølser wurde von den dänischen Behörden geschlossen. Der Hersteller hatte bereits früher zweimal Produkte wegen Listerien zurückziehen müssen.
 
Dänische Fleischwaren in Harisslee verkauft

Nach bisherigen Erkenntnissen lieferte der Hersteller Produkte in das Geschäft in Harisslee in der Nähe Flensburgs. Dabei handelt es sich um gekochten Schinken in Scheiben, Kassler in Scheiben, Mettwurst in Scheiben und gekochte Rullepølse in Scheiben. Die Produkte wurden nach Recherchen der zuständigen Veterinärbehörde am 23. Mai 2014 an den Betrieb in Harrislee geliefert und zwischen dem 24. Mai und dem 21. Juni vollständig verkauft. Dabei handelt es sich um insgesamt 160 Kilogramm Fleischerzeugnisse.
 
Verbraucherinnen und Verbraucher, die entsprechende Ware noch in ihren Kühlschränken oder Gefrierfächern haben, sollten diese nicht verzehren, sondern vernichten oder an das betroffene Geschäft zurückgeben.

Bisher keine Infektionen bekannt

Unklar ist bisher, ob die keimbelasteten dänischen Fleischwaren in Schleswig-Holstein verkauft worden seien. Dem Ministerium liegen bisher keine Informationen über Infektionen mit Listerien vor. Die Fleischwaren werden laut Behördenaussagen sofort aus dem Verkehr gezogen. Zu den Listerien gehört eine ganze Reihe von Bakterien. Für den Menschen ist vor allem das Bakterium Listeria monocytogenes gefährlich. Gerade für ältere und chronisch kranke Menschen kann eine Infektion tödlich enden.

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