Login
Dorf und Familie

Kilometerlange Würstelschlangen - Zahlen und Fakten zum Oktoberfest

© ah
pd/ee
am
21.09.2015

Landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Bier, Hendl oder Ochsen bilden die Grundlage für das größte Volksfest der Welt. Unmengen davon werden täglich benötigt.

Gutes Essen und Bier aus Maßkrügen - das macht für viele einen gelungenen Oktoberfestbesuch aus. © ah
Am vergangenen Samstag startete wieder das alljährliche Oktoberfest auf der Theresienwiese in München.
2014 kamen 6,3 Millionen Gäste - das sind mehr Menschen, als das gesamte Bundesland Hessen Einwohner hat.
 
Auch in diesem Jahr werden ebenso viele Besucher aus dem In- und Ausland erwartet.
Und die haben alle großen Hunger und Durst.

An Guadn - Speis und Trank

Wer viel Bier trinkt, sollte auch viel Essen. Diese Regel nehmen sich viele Oktoberfestbesucher zu Herzen und verzehren so binnen 16 Tagen Unmengen an Lebensmitteln. Vom Ochsen, Würstel und Hendl über den Steckerlfisch bis hin zur beliebten Maß Bier kommen typisch bayerische Produkte auf den Tisch. Doch auch der Verbrauch von Wasser und Strom ist immens.

1. O’zapft is - Bier in Maߒn

Vor allem für ausländische Gäste oftmals der eigentliche Grund, das Oktoberfest zu besuchen: Bier aus Literkrügen. 2014 haben 6,3 Millionen Besucher 6,5 Millionen Maß Bier getrunken, wie die Veranstalter mitteilen.
 
Für einen hoffentlich gut eingeschenkten Maßkrug muss man allerdings auch tief in die Tasche greifen. Der Durchschnittspreis pro Liter liegt in diesem Jahr bei stolzen 10,22 Euro.

2. Die Grundlage: 120.000 Paar Schweinswürstel

Als vernünftiger Wiesnbesucher schafft man natürlich eine Grundlage für das teure Bier. Im letzten Jahr wurden 120.000 Paar Schweinswürstel, 78.000 Schweinshaxen, 510.000 Hendl und 48 Kälber konsumiert.
 
112 ganze Ochsen landeten ebenso auf den Tellern. Übrigens: Würde man alle Schweinswürstel aneinanderlegen, so ergäbe sich eine Strecke von etwa 23 Kilometern.

3. Erdgas für 85 Familien

Um die Leckereien zuzubereiten, benötigen die 55 gastronomischen Betriebe 220.000 Kubikmeter Erdgas, wie die Stadtwerke München (SWM) berechneten. Mit dieser Menge könnten etwa 85 Familien ein ganzes Jahr lang ihr Wasser erhitzen und ihr Haus beheizen, berichtet oktoberfest.de.

4. Stromverbrauch einer Kleinstadt

Nach 16 Tagen hat die Wiesn in etwa drei Millionen Kilowattstunden verbraucht, vermelden die Stadtwerke München. Das entspricht der jährlichen Strommenge einer normalen deutschen Kleinstadt mit etwa 21.000 Einwohnern.

5. Wasserverbrauch: Es fließt nicht nur das Bier

Zum Spülen des Geschirrs, zum Händewaschen oder Putzen. Auf der Theresienwiese fließt viel Wasser aus den Hähnen und Schläuchen. Circa 100 Millionen Liter Wasser waren es laut Stadtwerke im letzten Jahr. Der tägliche Wasserverbrauch der ganzen Stadt München liegt im Vergleich dazu bei 320 Millionen Litern, so die Stadtwerke München.

6. Was am Ende übrig bleibt

Wenn die Massen die Festzelte und das Gelände verlassen haben, hinterlassen sie ihre Spuren. Pro Jahr fallen etwa 1.300 Tonnen Abfall, davon 900 Tonnen Restmüll, an. Und auch zahlreiche Fundsachen landen im Wiesnbüro. Vom Gebiss über das Schlagzeug bis hin zu exotischen Insekten, Rollstühlen und Tennisschlägern war schon alles dabei.
Auch interessant