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Unfall

Kind tappt in Tierfalle

jagderleben/Katharina Krenn/agrarheute
am
01.06.2016

Wie gefährlich das illegale Fallenstellen ist, zeigt ein Vorfall aus Niedersachsen. Statt einem Tier geriet ein Kind in das verrostete Fangeisen.

Ein 10-jähriger Junge geriet vergangene Woche in der Nähe einer Kleingartensiedlung im Kreis Oldenburg in eine Eiabzugsfalle. Das Abzugseisen war nicht - wie vorgeschrieben - in einem Fangbunker untergebracht. An dem alten, verrosteten Modell sei eine tote Taube mit Draht angebunden gewesen. Die Eltern alarmierten die Feuerwehr, da sie ihren Sohn aus dem Fangeisen nicht befreien konnten.

Keinen Strafantrag gestellt

Mit einem hydraulischen Rettungsspreizer befreite die Feuerwehr den Fuß des Kindes. 'Zum Glück hatte die Falle keine scharfen Zacken, sonst wären die Folgen weitaus schlimmer gewesen", sagte der Sprecher der Feuerwehr Timo Nirwing. Der Junge wurde nur leicht verletzt und konnte nach mit Prellungen und Blutergüssen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Unmittelbar nach bekannt werden des Vorfalls soll sich laut 'NWZonline' der Fallensteller bei der Familie gemeldet haben. Da dieser den Eltern des Verunglückten gut bekannt sei, hätten sie keinen Strafantrag gestellt. Die Polizei wird wohl dennoch überprüfen, warum der Mann das Abzugseisen nicht vorschriftsmäßig  in einem Fangbunker unterbrachte.

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