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Missgeschick

Kirchweihbaum reißt Loch in Scheunendach

© agrarheute/privat
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Eva Eckinger , agrarheute
am
22.01.2016

Dumm gelaufen ist es im bayerischen Dietldorf. Dort krachte ein tonnenschwerer Kirchweihbaum statt auf ein freies Feld mitten in eine Scheune.

Gekracht hat es beim Fällen dieses Kirchweihbaumes. © agrarheute/privat

Am Mittwoch waren die Jungen und Mädchen des örtlichen Kirwavereins von Dietldorf (Landkreis Schwandorf) damit beschäftigt, den alten Kirwabaum (Kirchweihbaum) umzuschneiden.

Dabei jedoch geschah ein kleines Missgeschick - mit schwerwiegenden Folgen. Der etwa zwei Tonnen schwere Baum wollte nicht so fallen, wie eigentlich geplant, berichtet die Mittelbayerische.

Koloss verursacht Loch in Scheunendach

Eigentlich sollte der Baum durch das Fällen auf ein freies Feld fallen. Stattdessen entschied er sich für die andere Richtung und krachte mit voller Wucht in das Dach einer benachbarten Scheune. Der tonnenschwere Koloss riss dabei ein riesiges Loch ins Dach des Gebäudes.

Nicht einmal der Traktor, der eigentlich zum Absichern des Baumes bereit gestellt wurde, konnte etwas ausrichten. Auch er geriet in Schräglage.

Unfallhergang: Frontlader und Traktor bremsen

Der stattliche Baum wurde schräg eingeschnitten, ein großer Keil hineingetrieben und "der Bulldog extra zum Absichern geholt", erzählte ein Vereinsmitglied gegenüber der Mittelbayerischen zum genauen Unfallhergang.

Doch dann löste sich der Baum mit einem dumpfen Knacks, drehte sich in die falsche Richtung und schlug Zeitungsberichten zufolge nur gebremst von Frontlader-Gabel und Eigengewicht des Traktors im Scheunendach ein.

Glück im Unglück trotz hoher Schadenssumme

Letzten Endes gelang es mit dem Kran der örtlichen Zimmerei, den schweren Baum aus dem Dach zu ziehen. Der Schaden wird laut Bayerischem Rundfunk auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Zudem müssten sich die Vereinsmitglieder einigen Spott anhören. "Selbst ein Baumsägekurs wurde ihnen schon angeboten", so der Feuerwehrkommandant gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Alles in allem hatten die Jungs und Mädels aber Glück im Unglück, denn es wurde niemand dabei verletzt. Ein derartiger Unfall hätte ganz anders ausgehen können...

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