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Kleinkrieg am Feldwegrand: Hundekot auf Erdbeerfeldern

Schild gegen Hundehaufen
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Eva Eckinger, agrarheute
am
24.04.2018

Diebstahl, Müll und Hundekot. Gerade mit letzterem Problem haben Landwirte in Deutschland scheinbar immer häufiger zu kämpfen. Nun auch auf Erdbeer- und Spargelfeldern.

Hundekot auf Wiesen, die für die Gewinnung von Viehfutter genutzt werden, ist ein Problem, das schon länger bekannt ist. Doch wie die Neue Westfälische (NW) meldet, sind die Hinterlassenschaften inzwischen auch auf Erdbeerfeldern anzutreffen.

Landwirte aus Hessen und Baden-Württemberg berichten, dass es auf einigen Feldern durchaus vorkomme, dass die Früchte derart verschmutzt sind, dass sie nicht geerntet werden dürfen, so die Zeitung.

Menschliche Nahrung: Appell an Hundebesitzer

Die Neue Westfälische hat sich das Ganze in Ostwestfalen-Lippe näher angeschaut. So appellierten Landwirte in der Nähe von Darmstadt mit Schildern mit der Aufschrift "Hier wächst Ihr Essen" an Hundebesitzer. Ihre Tiere sollten doch bitte nicht zwischen Spargel und Erdbeeren ihr Geschäft verrichten. Doch einige dieser Schilder seien sogar zerstört worden. 

Hundehaufen zwischen Erdbeeren und Spargel

In diesem Jahr klagten auch nördlich von Pforzheim einige Landwirte über Hundehaufen zwischen Erdbeeren und Spargel, so die NW. Die Erdbeeren dürfen dann nicht verkauft werden, da Hundekot Bakterien wie Salmonellen, Darmkeime und auch Parasiten enthält.

Wie die Brettener Nachrichten melden, käme es dort sogar zum "Kleinkrieg am Feldwegrand". Auf den Äckern würden teilweise Hunde auch über abgedeckte Kulturen laufen und Löcher in den Abdeckfliesen hinterlassen.

Diebstahl und Verschmutzung der Felder

Die Verschmutzung auf den Feldern in Ostwestfalen-Lippe sei bisher aber nicht so extrem, berichtet die NW. Es gebe durchaus freilaufende Hunde, die in den Feldern herumbuddeln, erklärt eine Landwirtin. Viel ärgerlicher sei aber, dass viele Menschen ihren Müll wie Flaschen, Einmaltücher oder Papier einfach in die Büsche werfen, zitiert die Zeitung die Bäuerin.

Dennoch kritisierten viele Landwirte das Verhalten einiger Hundehalter. So manche haben ihre Felder bereits eingezäunt und Schranken an den Anfahrtswegen angebracht. Letzteres leider auch wegen des großen Diebstahlproblems.

Mit Material von Neue Westfälische (NW), Brettener Nachrichten

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