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Umwelt

Klimagase: Landwirtschaft erfüllt Vorgaben

von , am
26.02.2013

Dessau - Der Treibhausgasausstoß ist im Jahr 2012 um 1,6 Prozent gestiegen. Die Kyoto-Ziele werden in Summe der Jahre 2008 bis 2012 dennoch um 192 Millionen Tonnen unterschritten.

Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sind im Jahr 2012 um 1,6 Prozent leicht gestiegen. Das zeigen erste vorläufige Berechnungen und Schätzungen des Umweltbundesamtes (UBA). Das Minderungsziel des Kyoto-Protokolls übertrifft Deutschland dennoch sehr deutlich. Im Vergleich zu 1990 sinken die Treibhausgas-Emissionen 2012 um 25,5 Prozent - nötig gewesen waren 21 Prozent im Mittel der Jahre 2008 bis 2012. Insgesamt wurden 2012 rund 931 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2Äq) freigesetzt, 14 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Den Anstieg dominieren die CO2-Emissionen mit einem Plus von zwei Prozent. Der Grund: Für die Stromerzeugung wurde mehr Braun- und Steinkohle verbrannt und witterungsbedingt kam beim Heizen von Häusern und Wohnungen mehr Gas zum Einsatz. Der Ausbau der erneuerbaren Energien dämpfte den Emissionsanstieg allerdings.

Weniger Lachgasemissionen in der Landwirtschaft

In der Landwirtschaft ist vor allem ein deutlich geringerer Anteil an Lachgasemissionen angefallen. Das ist auf den Einsatz umweltfreundlicher Mineraldünger zurückzuführen. Kaum verändert zeigten sich laut UBA dagegen die landwirtschaftlichen Emissionen von CO2 und Methan. Insgesamt hat die Landwirtschaft bei der Reduzierung der Klimagase aber ihre Vorgaben bisher weitgehend eingehalten. Im Agrarsektor ist laut UBA zwischen 1990 und 2012 der CO2Äq um 20,9 Prozent zurückgegangen (vorgeschrieben im Kyoto-Protokoll sind 21 Prozent).

Emissionsbudget wird in Summe unterschritten

Die aktuellen Zahlen machen erstmalig Angaben für die gesamte erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls. Das Emissionsbudget wird in der Summe der Jahre 2008 bis 2012 voraussichtlich um 192 Millionen Tonnen CO2Äq unterschritten. "Die bisher erreichte Minderung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in Richtung unserer anspruchsvollen Minderungsziele für 2020 und darüber hinaus. Es zeigt sich aber auch, dass für den gewünschten klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung weitere Weichenstellungen notwendig sind", erklärt Umweltminister Peter Altmaier. Um die ambitionierten deutschen Klimaziele zu erreichen, sind Änderungen im EU-Emissionshandel, der Ausbau der energetischen Gebäudesanierung und Anstrengungen zur nachhaltigen Mobilität notwendig.

Im Gespräch: Umweltminister Dr. Marcel Huber

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