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Wirtschaft

Kolumbien und Peru: Grünes Licht für Freihandel

aiz
am
13.12.2012

Straßburg - Das EU-Parlament hat seine Zustimmung zum Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Kolumbien sowie Peru gegeben.

Darin enthalten ist eine bindende Menschenrechtsklausel, bei deren Verletzung künftig die Möglichkeit besteht, das Abkommen teilweise oder ganz auszusetzen. "Menschenrechte sind klar vor Handelsrechten zu stellen", erklärt die Außenhandelssprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger. Das Abkommen bringt Zollerleichterungen von über 270 Millionen Euro mit sich.
 
Es enthält darüber hinaus Bestimmungen zur Anerkennung europäischer Qualitätsprodukte. "Über 100 geschützte geografische Angaben werden ab sofort in den lateinamerikanischen Ländern rechtlich geschützt. Das stärkt direkt die europäischen Klein- und Mittelunternehmen und deren Know-how", so Köstinger.

Handelsvolumen verdoppelt

Das Freihandelsabkommen ist bereits von den Regierungen aller teilnehmenden Staaten unterzeichnet worden. Erst mit der Zustimmung des EU-Parlaments kann es nun in Kraft treten. Das Handelsvolumen zwischen der EU und Lateinamerika hat sich in den vergangenen sechs Jahren auf 21,1 Milliarden Euro verdoppelt. Die EU ist der zweitwichtigste Handelspartner Lateinamerikas nach den USA und noch vor China.
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