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Mein schöner Hofgarten

Kompost richtig anlegen: So gelingt bester Dünger für Ihren Garten

Hand hebt Kompost-Erde

Wer selbst kompostiert, produziert den wohl besten Dünger und Bodenverbesserer, ohne teures Geld auszugeben. Auch die eigenen Pflanzen freuen sich über das "schwarze Gold" und wachsen gesünder. Kompost anlegen lohnt sich also. Wir erklären, wie es geht.

am Samstag, 05.11.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

In dieser Folge widmet sich die Redaktion von kraut&rüben dem „schwarzen Gold“ des Biogärtners – dem Kompost. Im Video zeigt der Fachmann, wie sich auf ganz einfache Art und Weise Kompost anlegen lässt. Er gibt Tipps, wie Haus- und Hofgärtner wunderbar nährstoffreichen Humus erhalten.

Alles, was Sie für einen gesunden Kompost brauchen, ist einen Standort für Ihren Komposthaufen oder Kompostbehälter sowie Gartenabfälle, Pflanzenreste und etwas Geduld. Um alles andere kümmern sich die Bodenlebewesen, Mikroorganismen, Bakterien, Pilze und sogar Algen.

Kompost anlegen: So beginnen Sie mit dem Kompost

Zu Beginn sollten Sie einen geeigneten Kompostplatz finden. Dieser ist am besten im Halbschatten, leicht zugänglich und mit etwas Spielraum drumherum, da man öfter auch mal mit der Schaufel am Kompost arbeiten muss.

Egal für welches Kompostsystem Sie sich entschieden haben, ob Komposthaufen, Schnellkomposter oder andere Kompostbehälter, der Komposter benötigt Kontakt zum Mutterboden. Nur dann kommt der Kompostierungsprozess auch richtig in Gang. Denn anders können fleißige Helfer wie Regenwürmer, Springschwänze und Asseln nicht in den Kompost gelangen.

Was darf auf den Kompost?

Ist der Komposter aufgestellt, dann kann auch schon befüllt werden. Doch nicht alles darf rein. Grundsätzlich darf alles auf den Kompost, was bei der Gartenarbeit an Abfall anfällt.

Nur bei kranken Pflanzen sollten Sie aufpassen! Für eine gute Sauerstoff-Versorgung im Kompost sollten Sie nicht alle Äste häckseln, sondern auch ein paar ungehäckselte kompostieren.

Rasenschnitt und Laub auf den Kompost

Auch Rasenschnitt und Laub können kompostiert werden, Blätter sind sogar besonders wertvoll für den Vorgang des Kompostierens. Vom gemähten Rasen sollten Sie allerdings nicht zu viel auf einmal dazu geben und am besten das Material durchmischen. Ansonsten kann das abgeschnittene Gras die Durchlüftung stören und somit zu einer Gärung oder sogar zu Fäulnis führen. Diese sollte aber verhindert werden, da sonst die Rotte gestört wird und es ziemlich stinkt.

Der kraut&rüben Tipp: Außerdem sollte der Kompost immer gut durchlüftet sein und nicht zu nass, aber auch nicht ganz austrocknen. Die richtige Mischung ist wichtig, damit ein besonders guter Humus entstehen kann.

Ratten auf dem Kompost vermeiden: Vorsicht mit Küchenabfällen!

Sie können auch Ihre Gemüse-, Kräuter-, Obst- und Teereste (nur ungespritztes) auf den Kompost geben. Allerdings sollte nichts Gekochtes, Gebackenes, keine Knochen, Fleisch, Nudeln oder Reis auf dem Komposthaufen landen, denn das kann Ratten und Mäuse anziehen.

Kaffeesatz und Sauerteigreste hingegen dürfen auf den Kompost. Aber auch beim Kaffee sollten nur kleinere Mengen auf den Kompost, da dieser sonst zu sauer werden kann.

Warum ein Komposthaufen im Garten?

Der reife und gesunde Kompost kann vielseitig im Garten genutzt werden:

  • als Dünger (Starkzehrer, Mittelstarkzehrer, Schwachzehrer benötigen unterschiedlich viel Kompost),
  • als Mulch (hierfür kann auch halbreifer Kompost verwendet werden),
  • als Zutat für selbst gemischte Gemüse- oder Blumenerde,
  • als Starthilfe für neue Pflanzen.

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