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Ernährung und Gesundheit

Kongress diskutiert nachhaltige globale Welternährung

pd
am
15.11.2012

Hannover - Vertreter der Agrar- und Ernährungswirtschaft trafen sich heute auf der Eurotier zu einem internationalen Kongress zur Frage der nachhaltigen Welternährungssicherung.

Zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Oldenburg veranstaltete die Landwirtschaftskammer Niedersachsen den internationalen Kongress "Agriglobal". 400 Vertreter der internationalen Agrar- und Ernährungswirtschaft, sowie aus Politik und Wissenschaft erörterten das Thema "Nachhaltigkeit und globale Lebensmittelproduktion". Um die wachsende Weltbevölkerung künftig ernähren zu können, müsse die landwirtschaftliche Produktion auf den weniger werdenden Flächen intensiviert und die Effizienz der Weiterverarbeitung gesteigert werden. Dies müsse mit Nachhaltigkeit in Einklang gebracht werden. Den Agrarregionen käme bei der weltweiten Umsetzung eine wichtige Rolle zu, so das Fazit des Kongresses. Die Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland bezeichnete der Präsident der LWK Niedersachsen Arendt Meyer zu Wehdel als richtungsweisend für die Welt, denn sie komme dem Idealbild einer nachhaltigen Erzeugung sehr nahe. Die gute fachliche Praxis schone die natürlichen Ressourcen.

Nachhaltig und ökosozial wirtschaften

An den Vorsitzenden des EU-Agrarausschuss Paolo Castro erteilte der Kammerpräsident einer administrativ verordneten Extensivierung eine klare Absage. Castro sprach sich für ein gleichberechtigtes Nebeneinander von ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit aus. Prof. Franz-Josef Rademacher wies auf die zunehmenden Konflikte um Ressourcen, Umweltbelastungen und soziale Gerechtigkeit hin. Er plädierte für eine "weltweite ökosoziale Marktwirtschaft". Sie gehe einem Wachstumsbegriff einher, der die Aspekte Nachhaltigkeit, aber auch Klimagerechtigkeit und Überwindung der Armut berücksichtige. Dr. Hans Jöhr von der Nestle AG sprach sich ebenfalls für eine "nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft zur Sicherung der Welternährung" aus.

Eurotier: Gute Jobaussichten in der Agrarbranche

 
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