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Ernährung und Gesundheit

Konjunkturreport: Industrie verzeichnet Umsatzplus

© fotolia/eisenhans
pd
am
09.10.2013

Berlin - Die deutliche Umsatzsteigerung im Juli stimmt die deutsche Ernährungsindustrie zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte. Allein im Exportgeschäft fehlt die Wachtumsdynamik.

Rabattschlacht im Supermarkt auf Kosten der der Bauernfamilien. © Eisenhans/Fotolia.com
Die Ernährungsindustrie steigerte im Juli 2013 ihren Branchenumsatz um 8,5 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro. Das berichtet die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Preisbereinigt verblieb ein deutliches Umsatzplus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Branchenwachstum profitierte von der warmen Witterung im Juli und stützt die zuversichtlichen Erwartungen der Lebensmittelhersteller für die zweite Jahreshälfte 2013.

Im Exportgeschäft fehlt die Wachtumsdynamik

Allein im Exportgeschäft fehlte es im Juli 2013 an Wachstumsdynamik, die Lebensmittelausfuhren stiegen im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg im Vorjahresvergleich um 0,7 Prozent. An den Agrarrohstoffmärkten setzt sich der Preistrend fort. Obwohl die Preise laut HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel im August 2013 um 6,5 Prozent sanken, sind die Preise weiter auf einem hohen Niveau. In einigen Teilbranchen verschärften ernte- und witterungsbedingte Angebotsschwankungen die Rohstoffsituation im Sommer erheblich. Die steigenden Produktionskosten belasten die Ertragslage der Unternehmen. Die Geschäftslage schätzen die Unternehmen weiterhin besser ein als noch im Vorjahr, der ifo-Geschäftsklimaindex der Branche blieb im September 2013 deutlich positiv. Die Erwartungen an das Exportgeschäft in den nächsten drei Monaten zeigten sich jedoch verhalten

Das Konsumverhalten bleibt positiv

Das Konsumklima blieb im September 2013 dank guter Arbeitsmarktlage und geringer Inflation positiv. Auch der Verbraucherpreistrend setzte sich im August 2013 fort. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten blieben gegenüber dem Vormonat konstant und erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent. Die Lebensmittelpreise sanken gegenüber Juli 2013 um 0,8 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um 4,4 Prozent. Die Teuerung bleibt moderat, steigende Kosten in der Lebensmittelproduktion wirken sich jedoch mittelfristig aus. 
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