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Ernährung und Gesundheit

Konjunkturreport: Industrie zieht mäßige Halbjahresbilanz

pd
am
28.08.2013

Berlin - Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) meldet mittelmässige Zahlen für die Halbjahresbilanz 2013. Einzig der Lebensmittelexport kann ein kleines Plus verzeichnen.

Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im Juli 2014 rund 14,9 Milliarden Euro. © Gina Sanders/Fotolia
Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 85,4 Millliarden Euro, das entspricht einem Zuwachs von +3,0 Prozent.  Preisbereinigt sank der Branchenumsatz um -0,2 Prozent. Eine wichtige Stütze für die Unternehmen war das Auslandsgeschäft.
 
In den ersten sechs Monaten 2013 stiegen die Lebensmittelexporte um +3,9 Prozent auf 25,3 Milliarden Euro. Preisbereinigt wurde ein Exportwachstum von +1,5 Prozent erreicht, Wachstumstreiber sind vor allem kaufkräftige und konsumfreudige Märkte außerhalb der EU.

Agrar-Rohstoffe bleiben teuer

Gemäß der Branchenkonjunktur entwickelte sich die Lebensmittelproduktion im ersten Halbjahr 2013 mäßig, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex blieb -0,3 Prozent unter Vorjahresniveau. Insbesondere im Sommermonat Juni blieben die Umsatz- (-0,7 Prozent) und Exportergebnisse (-1,5 Prozent) deutlich unter Vorjahreswert.
 
Nach wie vor angespannt ist die Lage an den Agrarrohstoffmärkten. Obwohl die Preise laut HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel im ersten Halbjahr 2013 um -2,8 Prozent zurückgingen, sind die Preise weiter auf einem hohen Niveau. In einigen Teilbranchen hat sich durch ernte- und witterungsbedingte Angebotsschwankungen die Rohstoffsituation im Sommer erheblich verschärft. Zusammen mit gestiegenen Energie- und Personalkosten belastet dies die Ertragslage der Unternehmen erheblich.

Lebensmittelhersteller bleiben zuversichtlich

Trotz der mäßigen Halbjahresbilanz 2013 bleiben die Lebensmittelhersteller zuversichtlich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der ifo-Geschäftsklimaindex der Branche um +1,8 Prozent. Wichtige Wachstumsimpulse werden vor allem im Exportgeschäft erwartet. Steigende Kosten in der Lebensmittelproduktion wirken sich jedoch mittelfristig auch auf die Verbraucherpreise aus.
 
Die gute Arbeitsmarktlage, geringe Sparneigung und geringe Inflation bei den allgemeinen Lebenshaltungskosten fördern die Kauflaune der Verbraucher. Das Konsumklima stieg im ersten Halbjahr 2013 um +4,9 Prozent, die Anschaffungsneigung sowie Einkommens- und Konjunkturerwartungen sind im EU-Vergleich überdurchschnittlich.

Qualität deutscher Produkte wird geschätzt

Die Verbraucherpreisentwicklung folgte im ersten Halbjahr 2013 dem Trend aus dem Vorjahr. So verteuerten sich die Verbraucherpreise insgesamt um +1,5 Prozent, die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um +3,9 Prozent. Im internationalen und langfristigen Vergleich sind die Lebensmittelpreise in Deutschland jedoch nach wie vor günstig. Im Juli 2013 sind die Lebensmittelpreise sogar um -0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken, während die allgemeinen Lebenshaltungskosten um +0,5  Prozent stiegen.
 
Die Ernährungsindustrie ist mit 555.000 Beschäftigten der viertgrößte Industriezweig in Deutschland, zuverlässig versorgt sie 80 Millionen Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Mit einem Exportanteil von 32 Prozent schätzen darüber hinaus Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte.
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