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Ernährung und Gesundheit

Konjunkturreport: Wachstumsschub blieb aus

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pd
am
02.11.2013

Berlin - Die Ernährungsindustrie machte im August 2013 einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stagnierte die Umsatzentwicklung bei minus 0,9 Prozent. Der Umsatz im Inland blieb stabil.

Verbraucher sollen für Milch und Fleisch künftig 19 statt 7 Prozent Mehrwertsteuer zahlen, verlangt das Umweltbundesamt. © Mühlhausen/landpixel
Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im August 2013 einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro. Ein erneuter Wachstumsschub wie im Juli blieb damit aus. Im Vergleich zum Vorjahr stagnierte die Umsatzentwicklung bei minus 0,9 Prozent, preisbereinigt sank der Branchenumsatz um minus 3,4 Prozent. Durch die positive Kauflaune der deutschen Verbraucher blieb der Umsatz im Inland stabil, das schwache Exportgeschäft konnte jedoch nicht ausgeglichen werden. Mit Lebensmittelausfuhren in Höhe von 4,2 Milliarden Euro blieben die Lebensmittelexporteure um minus 4,7 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die Lebensmittelproduktion im August blieb gedämpft, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank im Vorjahresvergleich um minus zwei Prozent.

Agrarrohstoffpreise auf hohem Niveau

An den Agrarrohstoffmärkten blieben die Preise im September 2013 auf hohem Niveau. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel sank um minus 0,3 Prozent gegenüber August 2013 und um minus 25,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Deutlichere Preisschwankungen in einigen Teilbranchen beruhen auf ernte- und witterungsbedingten Angebotsschwankungen am Rohstoffmarkt und können nur schwer ausgeglichen werden. Die steigenden Produktionskosten belasten die Ertragslage der Unternehmen.
Die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern blieb laut ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober 2013 mehrheitlich positiv und besser als noch vor einem Jahr. Steigende Erwartungen an die Produktion und den Export stimmen derzeit zuversichtlich.

Lebenshaltungskosten bleiben konstant

Das stabile und gute Konsumklima sowie der sinkende Inflationsdruck begünstigen den Konsumgüterabsatz. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten blieben im September 2013 gegenüber August konstant, im Vorjahresvergleich stiegen Sie um plus 1,4 Prozent. Die Lebensmittelpreise sanken gegenüber dem Vormonat um minus 0,3 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um plus 4,1 Prozent. Die moderate Verbraucherpreisentwicklung setzt sich fort, steigende Kosten in der Lebensmittelproduktion wirken sich jedoch mittelfristig aus.
Die Ernährungsindustrie ist mit 555.000 Beschäftigten der viertgrößte Industriezweig in Deutschland, zuverlässig versorgt sie 80 Millionen Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Mit einem Exportanteil von 32 Prozent schätzen darüber hinaus Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte.

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