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Ernährung und Gesundheit

Kreis Soest: Bio-Eier mit erhöhten PCB-Gehalten

pd
am
21.08.2012

Das NRW-Verbraucherschutzministerium warnt vor Bio-Eiern mit der Stempelnummer 0-DE-0509501, die möglicherweise mit dioxinähnlichen polychlorierten Biphenylen (PCB) belastet sind.

Bei einer planmäßigen Probenentnahme auf einem Bio-Geflügelhof hat der Veterinärdienst der Kreisverwaltung Soest Bio-Eier ermittelt, die möglicherweise über dem erlaubten Höchstgehalt mit dioxinähnlichen polychlorierten Biphenylen (PCB) belastet sind. Sie stammen aus einer kleinen Herde mit 500 Legehennen.

NRW-Verbraucherministerium spricht Warnung aus

Als die Laborergebnisse am 14. August beim Veterinärdienst eintrafen, wurden noch am gleichen Tag weitere Proben gezogen und Untersuchungen veranlasst. Die Ergebnisse, die den Anfangsverdacht bestätigten, gingen am Freitagnachmittag, 17. August, ein. Unmittelbar darauf erschien der Veterinärdienst vor Ort und sperrte die betroffene Herde.
 
Die Eier sind aus dem Verkauf zurückgerufen, der Betrieb darf auch keine Eier aus diesem Stall mehr verkaufen. Es handelt sich um Bio-Eier mit der Stempelnummer 0-DE-0509501. Das NRW-Verbraucherschutzministerium hat eine entsprechende Warnung veröffentlicht. Anhand der Stempelnummer auf den Eiern können die Verbraucherinnen und Verbraucher nachvollziehen, ob sie möglicherweise belastete Eier gekauft haben und diese entsorgen.

Keine akute Gesundheitsgefahr

Werden im Einzelfall betroffene Lebensmittel verzehrt, so ist davon auszugehen, dass bei geringem Verzehr von belasteten Produkten keine akuten Gesundheitsgefahren für Verbraucherinnen und Verbraucher bestehen. Allerdings können PCB bei längerer Aufnahme zu gesundheitlichen Problemen bis hin zur Förderung von Krebserkrankungen führen. Ziel des Verbraucherschutzministeriums NRW ist es deshalb, PCB so weit wie möglich aus der Nahrungsmittelkette herauszuhalten.
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