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Nach Kritik: Grüne Umwelt-App nicht mehr verfügbar

Eine Person macht ein Handyfoto von einem Feld
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Anke Fritz, agrarheute
am
20.02.2018

Die Kritik von Landwirten und sogar aus den eigenen Reihen gegen die Grüne Umwelt-App scheint gewirkt zu haben. Die App ist nicht mehr verfügbar.

Der Grünen-Lokalpolitiker Hans-Jürgen Schnellrieder aus Fintel in Niedersachsen hat eine App erstellen lassen, um "Umweltprobleme" zu melden. Laut App-Beschreibung vor allem aus der Landwirtschaft. Auf agrarheute kommentierte unsere Redakteurin Sabine Leopold bereits Anfang Februar die "Petz-App für Bequeme". Die kritischen Stimmen haben Erfolg: Die App steht im Google Play Store nicht mehr zur Verfügung.

Kritik soagr aus den eigenen Reihen

Doch die Kritik kam nicht nur von Landwirten und Vertretern aus der Agrarbranche. Auch Politiker aus Kreis und Gemeinde stoßen sich an dem Keil, den solche Aktionen zwischen Landwirtschaft und Verbraucher treiben.

Und selbst aus den eigenen Reihen kommt scharfe Kritik: Arthur Lempert, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Scheeßeler Kreistag schreibt ebenfalls in der Rotenburger Rundschau: "Eine App, die dazu aufruft, auf breiter Ebene zu denunzieren, ist kontraproduktiv, destruktiv und erreicht nur eines: noch mehr Konfrontation auf allen Ebenen."

 

Bauernverband Schleswig-Holstein sagt danke

Der Bauernverband Schleswig-Holstein schreibt auf seiner Facebookseite: Unsere Kritik an der App „Grüne Umwelt“ hat Wirkung gezeigt: Sie ist nicht mehr im Google Play Store zu finden.
Zuerst übten wir auf dieser Seite Kritik an der App, weil uns ein Mitglied informierte. Zahlreiche Landwirte folgten. Selbst Mitglieder der Grünen distanzierten sich schnell und deutlich von der Anwendung des Grünen Ortsverbandes Fintel im Kreis Rotenburg. Wir sagen danke! Denunziantentum hat bei uns nichts zu suchen!

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