Login
Berichterstattung

Kritik an Herrmannsdorfer: Geschäftsführer setzt auf Transparenz

Thumbnail
Anke Fritz, agrarheute
am
12.02.2016

Nach der umfangreichen Berichterstattung über die Herrmannsdorfer Landwerkstätten setzt der Geschäftsführer weiter auf Transparenz. agrarheute wollte wissen, wie es dem Betrieb in den letzten Wochen ergangen ist.

Ende Januar haben wir mit dem Geschäftsführer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten, Karl Schweisfurth, über die Berichte in den Medien gesprochen. Anlass war damals der ARD-Beitrag: "Ist Biofleisch eine Illusion? und die darin vorkommenden Anschuldigungen des Tierschützers Friedrich Mülln von der Soku Tierschutz. Schweisfurth hat damals gegenüber agrarheute erklärt: Die von der „Soko Tierschutz“ hier formulierten Vorwürfe und Anschuldigungen sind verleumderisch. Der Journalist, der den Beitrag über den Biobetrieb drehte, sprach gegenüber agrarheute von fairem journalistischen Vorgehen. Nach dem ersten Beitrag folgten zahlreiche Artikel, in denen weitere Vorwürfe gegen die Herrmannsdorfer Landwerkstätten erhoben wurden.

Herrmannsdorfer in den Medien

Nach dem Fernsehbeitrag griff zum Beispiel auch die Süddeutsche auf das Material des Tierschützers Mülln zurück und titelte am 27. Januar "Herrmannsdorfer Landwerkstätten: Kritik an der Tierhaltung". Am 2. Februar erscheint erneut ein Artikel mit folgender Überschrift: "Tierschützer erheben neue Vorwürfe gegen Herrmannsdorfer". Die Vorwürfe stammen auch in diesem Fall von der Soko Tierschutz. Der Bayerische Rundfunk berichtet am 5. Februar: Soko Tierschutz vs. Herrmannsdorfer Aufreger oder berechtigte Vorwürfe? Die taz veröffentlichte ein Interview mit Karl Schweisfurth am 2. Februar und einen Artikel mit der Überschrift "Biofleisch-Pionier täuschte Kunden" am 8. Februar.

Kunden stehen hinter Herrmannsdofer Landwerkstätten

Leider steht Herr Schweisfurth momentan nicht mehr für  Interviews oder Reportagen zur Verfügung. Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten antworteten folgendes auf unsere Anfrage :"In den zurückliegenden Wochen haben wir sehr viele Medienanfragen zügig und zeitintensiv bedient. Wir standen Ihren Kollegen von Zeitung, Internet, Radio und Fernsehen umfänglich Rede und Antwort. Im Sinne größtmöglicher Transparenz sind wir auf alle Themen detailliert eingegangen und haben Material und Dokumentationen zur Verfügung gestellt. Das hat sehr viel Zeit und Ressourcen gekostet. Nun müssen und wollen wir uns erst einmal wieder mit voller Kraft in den Dienst unseres Betriebs stellen."

Auf unsere telefonische Rückfrage nach den Auswirkungen der Berichterstattung bekamen wir folgende Antwort per Mail: "Wir bekommen sehr viel positives Feedback von unseren Kunden, weil wir uns sehr offen und transparent zu den Vorwürfen geäußert haben und sie mit Fakten entkräften konnten. Wir spüren das Vertrauen unserer Kunden und das freut uns."

Herrmannsdorfer Landwerkstätten setzen auf Transparenz

Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten reagieren auf die neuen Vorwürfe mit einer erneuten Stellungnahme. Auf der Internetseite steht weiter, dass der Biokreis am 1. Februar den Betrieb kontrolliert hat und keine Beanstandungen nach aktueller Kontrolle in Glonn habe. Eine Pressemitteilung vom Biokreis zum Einsatz von Medikamenten in der ökologischen Tierhaltung ist ebenfalls auf der Internetseite. Ein Fax vom Tiergesundheitsdienst Bayern haben die Herrmannsdorfer Landwerkstätten ebenfalls hochgeladen. "Wir haben nichts zu verbergen",  heißt es auf der Internetseite. Darunter hängt ein Download der Antibiotikaliste.

 

Auch interessant