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Wirtschaft

K+S: Halbjahresbilanz gut, Quartalsbilanz schlecht

pd
am
13.08.2013

Die K+S Gruppe konnten ihren Umsatz in den ersten sechs Monaten um vier Prozent steigern. Schlechter sah es im zweiten Quartal aus: Hier lag man um zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die K+S Gruppe hat ihren Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 um vier Prozent (%) auf rund 2,15 Milliarden Euro (Mrd. €) gesteigert. "Das erste Halbjahr war für uns insgesamt erfolgreich", sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft.
 
Basis für das Umsatzwachstum der K+S Gruppe im ersten Halbjahr waren hohe Absatzmengen in den beiden Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz im ersten Quartal des Jahres 2013. Im zweiten Quartal lag der Umsatz mit 874,5 Mio. € um zwölf Prozent unter dem starken Vorjahreswert. 

Weniger Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erreichte der Umsatz in den ersten sechs Monaten 1,17 Milliarden Euro (Minus sechs Prozent). Verglichen mit dem Vorjahresquartal sank der Absatz im zweiten Quartal 2013 bei deutlich unter dem Vorjahr liegenden Preisen. Dabei konnte der Umsatz mit Düngemittelspezialitäten von April bis Juni 2013 mengenbedingt zulegen.
Im Geschäftsbereich Salz stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 21 % auf 899,7 Mio. €. Im zweiten Quartal erzielte der Geschäftsbereich einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres.

Viele Investitionen in Kali- und Magnesiumprodukte

In den ersten sechs Monaten investierte die K+S Gruppe insgesamt 302,1 Millionen Euro. Im zweiten Quartal lagen die Investitionen bei 191,3 Mio. € und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal.
 
Der Großteil der Investitionen erfolgte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Hier ist der Anstieg im Wesentlichen auf die Investitionen für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier und für den Bau des Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) zurückzuführen. Das Legacy Projekt ist unternehmensangaben zufolge planmäßig vorangeschritten.

'Erhebliche Unsicherheit' am Markt für Kalidüngemittel

Für die Zukunft sieht K+S "erhebliche Unsicherheit über die weitere Mengen- und Preisentwicklung im Markt für Kalidüngemittel". Hintergrund ist der Austritt der russischen Uralkali aus der mit der weißrussischen Belaruskali gemeinsam betriebenen Vetriebsorganisation BPC. Uralkali hatte angekündigt, die Produktion ausweiten zu wollen.
Daraufhin hatte sich K+S von seiner Prognose für das Jahr 2013 verabschiedet. "Es ist wahrscheinlich, dass die erwartete Ergebnisverbesserung im Geschäftsbereich Salz nicht ausreicht, den Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auszugleichen", schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
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