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Wirtschaft

K+S prüft Bau neuer Bergwerke

Externer Autor ,
am
21.02.2011

Kassel/Rossleben - Der Düngemmittelkonzern K+S prüft den Bau neuer Bergwerke in Deutschland. Zwei Standorte hat der Konzern ins Auge gefasst.

Die steigenden Preise an den weltweiten Agrarmärkten düngen dem Kasseler Salz- und Agrar-Spezialisten K+S die Geschäfte. © K+S
"Wir denken konkret über zwei Standorte nach - das Bergwerk Roßleben in Thüringen und das Bergwerk Siegfried Giesen in Niedersachsen", sagte Vorstandschef Norbert Steiner der "Wirtschaftswoche". An beiden Orten gab es früher Kali-Bergwerke, die aber vor vielen Jahren geschlossen wurden. Der Dax-Konzern K+S reagiert mit der Suche nach weiteren Abbaustandorten auf die weltweit steigende Nachfrage nach Kali-Düngemitteln.
 
Steiner plädierte dafür, heimische Rohstoffe stärker zu fördern, um die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren. "Von daher hätte ein neues Bergwerk in Deutschland natürlich Charme", sagte er zu den Plänen von K+S. Für das Bergwerk in Niedersachsen erwartet K+S in diesem Sommer das Ergebnis eine Machbarkeitsstudie.

Bieterverfahren ausgesetzt

Zur Thüringer Lagerstätte, die über einen Vorrat von etwa 200 Millionen Tonnen Kalisalz verfügen soll, gibt es bereits ein Bieterverfahren, das jedoch bis zum Frühjahr ruht. Das Verfahren war von der bundeseigenen Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung stillgelegter Bergwerke (GVV) wegen der Turbulenzen auf den Finanz- und Rohstoffmärkten ausgesetzt worden. Der GVV gehört die Kali-Lagerstätte in Roßleben. Neben K+S hatte auch das Konsortium Florett um die israelische ICL-Gruppe ein Angebot vorgelegt. (dpa)
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