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Meiningen

K+S: Staatsanwaltschaft fordert 325 Millionen Euro

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Anke Fritz, agrarheute
am
03.03.2016

Der Kali-Produzent K+S soll Abwasser rechtswidrig in den Boden versenkt haben. Laut Wirtschaftswoche fordert die Staatsanwaltschaft Meiningen 325 Millionen Euro. K+S weist die Vorwürfe zurück.

K+S soll auf Behördenvertreter eingewirkt zu haben

325 Millionen Euro will die Staatsanwaltschaft Meiningen vom Kali-Produzenten K+S, das berichtet die Wirtschaftswoche auf ihrer Internetseite. Gegenstand des Vorwurfs sei der Verdacht, dass K+S illegal Salzabwasser in den Boden gepresst haben soll, darüber haben wir auf agrarheute am 18. Februar geschrieben. Die Genehmigung dazu hätten zuständige Beamte des Landesbergamtes unrechtmäßig erteilt, wie agrarheute im September 2015 berichtete. Laut "Wirtschaftswoche" wird K+S nach wie vor vorgeworfen, "auf Behördenvertreter eingewirkt zu haben, um eine Genehmigung zur Versenkung der Salzabfälle unter der thüringischen Gemeinde Gerstungen zu erlangen".

K+S Aktie bricht ein

Wie die Deutsche Presseagentur schreibt, soll K+S einem Bericht zufolge wegen Gewässerverunreinigung 325 Millionen Euro zahlen. Diese Abschöpfung von Einnahmen fordert die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen in der Anklage gegen Manager des Dax-Konzerns. Demnach soll K+S rund 9,5 Millionen Kubikmeter Salzabwasser rechtswidrig versenkt haben, um mehr Kalidünger produzieren zu können. Wie der Aktionär auf seiner Seite schreibt, zählt die K+S Aktie am 2. März zu den größten Tagesverlierern im DAX.

Das sagt K+S zu den Vorwürfen

K+S äußerte sich heute in einer Pressemitteilung folgendermaßen zu den Medienberichten: "Das Unternehmen ist unverändert der Überzeugung, dass die erteilte Genehmigung zur Versenkung von Salzabwässern in der Gerstunger Mulde (Thüringen) in den Jahren 1999 bis 2007 rechtmäßig ist. Die fortlaufende Prüfung durch eine externe Kanzlei im Auftrag des Unternehmens in den vergangenen Monaten hat ergeben, dass keine Anhaltspunkte für strafbares Verhalten vorliegen. Das Unternehmen sieht vor diesem Hintergrund keine Notwendigkeit, finanzielle Vorsorge - beispielsweise in Form von Rückstellungen - zu treffen.

Das Unternehmen wird sich zum laufenden Verfahren nicht weiter äußern", heißt es abschließend.

 

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