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Wirtschaft

K+S nach Übernahme größter Salzanbieter

Externer Autor ,
am
02.10.2009

Kassel/New York - Der Kasseler Düngemittelhersteller K+S hat die Übernahme des US-Konkurrenten Morton Salt abgeschlossen und ist damit nach eigenen Angaben zum weltweit führenden Salzanbieter geworden.

Der Vertrag mit dem Chicagoer Unternehmen sei gestern in New York unterzeichnet worden, teilte das DAX-Unternehmen in Kassel mit. Abzüglich vorläufig festgestellter Schulden ergebe sich eine Nettozahlung von 1,576 Milliarden Dollar (etwa 1,09 Milliarden Euro) in bar. Die Produktionskapazität beider Unternehmen erreiche fast 30 Millionen Tonnen.

Wegen der regional unterschiedlichen Aufstellung und der geringen Überschneidungen im operativen Geschäft ergänzten sich Morton und K+S in idealer Weise, sagte K+S-Vorstandschef Norbert Steiner. "Beide Unternehmen verbindet eine lange Tradition im Salzgeschäft. Die Voraussetzungen für eine reibungslose Integration und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Kollegen von Morton Salt sind optimal."

Morton SaltUnternehmen

Morton betreibt mit seinen 2.900 Mitarbeitern sechs Steinsalzbergwerke, sieben Solar- und zehn Siedesalzanlagen und 62 Lagerhäuser und 61 Distributionszentren in Nordamerika. Die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf knapp 13 Millionen Tonnen. Im vergangenen Jahr wies die 1848 gegründete Morton Salt laut K+S einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar auf und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 270 Millionen Dollar aus.

"Umbrella Girl"- Salz

Mit dem Haushaltssalz "Umbrella Girl" hat Morton Salt in den USA eine der bekanntesten Marken überhaupt. Erst am Montag hatte die Übernahme die letzte Hürde genommen. Die Transaktion verstoße nach dem angekündigten Verkauf des größten Teils des K+S-Streusalzgeschäfts in den US-Bundesstaaten Maine und Connecticut nicht gegen das amerikanische Wettbewerbsrecht, hatte die Kartellbehörde FTC in Washington mitgeteilt. K+S hatte sich erst vor wenigen Tagen über den Verkauf einer Anleihe am Kapitalmarkt 750 Millionen Euro in die Kasse geholt. (pd)

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