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Agrarkrise

KTG Agrar: Agrarriese in finanziellen Schwierigkeiten

KTG Agrar SE Firma
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Eva Eckinger, agrarheute
am
14.06.2016

Mit einer Anbaufläche von 46.000 Hektar ist die KTG Agrar SE einer der größten Agrarbetriebe Europas. Doch nun ist der Konzern in Zahlungsschwierigkeiten. Die AbL begrüßt diese Entwicklung.

Wie das Fachportal 4investors.de berichtet, hat der Agrar- und Biogaskonzern KTG Agrar ein Zahlungsproblem, denn vor etwa einer Woche konnte das Unternehmen die fällige Zinszahlung für eine Anleihe nicht leisten. Die Zahlung verzögere sich, da ein Verkauf von Vermögensgegenständen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnte.

Zahlungsfrist bis zum 20. Juni

Die eigentlich bereits am 6. Juni fällig gewordene Zahlung wird sich laut Unternehmensangaben um bis zu 14 Tage verschieben. Diese Frist würde also am 20. Juni ablaufen. Wenn KTG Agrar SE auch dann nicht die Zinsen bedienen kann, könnte dies als "Default" gewertet werden - und darauf könnte ein Insolvenzverfahren bevorstehen, erklärt boerse.de.

Konzern bewirtschaftet 46.000 Hektar Ackerland

Die KTG Agrar SE bewirtschaftet rund 46.000 Hektar Ackerland in Deutschland und Litauen. Sie ist somit einer der größten Agrarbetriebe in Europa. Die Kernkompetenz ist laut eigener Aussage der ökologische sowie konventionelle Anbau von Marktfrüchten  (Getreide, Kartoffeln, Mais, Soja und Raps) sowie deren Vermarktung. Der Geschäftsbereich Nahrung umfasst die Produktion von Tiefkühlkost, Frischwaren, Müsli und Öl.

Zwischenfinanzierung oberste Priorität

In der letzten Pressemitteilung gab es wenig Neues. Gespräche über eine Zwischenfinanzierung mit Investoren laufen, wie auch KTG-Agrar-Chef Siegfried Hofreiter mitteilt. Man habe "zwischen Montag und Sonntag zahlreiche intensive Gespräche mit potentiellen Partnern für die Zwischenfinanzierung und institutionellen Investoren geführt." Die Finalisierung der Zwischenfinanzierung habe jetzt natürlich oberste Priorität.

Ernte: Wert von gut 60 Millionen Euro

Der Vorstandsvorsitzende Siegfried Hofreiter verkündete, dass das operative Geschäft gut laufe: "Der Energiebereich und die Bio-Zentrale haben ihre profitable gute Entwicklung des vergangenen Jahres fortgesetzt und liegen beide nach den ersten fünf Monaten im laufenden Geschäftsjahr 2016 auf Rekordniveau."

"Auch in der Landwirtschaft sieht es sehr gut aus", so Hofreiter. Man stehe nur wenige Wochen vor der Ernte und die sähe richtig gut aus. Sowohl beim Preis als auch bei der Menge werde man aller Voraussicht nach über dem Vorjahr liegen. Man spreche hier "über einen Wert von gut 60 Millionen Euro, Tendenz ist weiter steigend, dafür sorgen die Regenfälle der vergangenen Wochen und die anziehenden Preise für Getreide, Mais, Raps und Soja."

AbL begrüßt Debatte um KTG-Ende

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) teilt in einer Pressemeldung mit, dass man die Diskussion über einen möglichen "Anfang vom Ende" der KTG Agrar begrüße. Man forderte zudem die Bundesregierung und die ostdeutschen Landesregierungen auf, die Bundesflächen künftig nicht mehr an Agrarkonzerne, sondern an Bauern zu verpachten. Dies würde den "Agrarindustrie- und Landgrabbing-Hype" einbrechen lassen, so die Erwartung der AbL.

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