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Wirtschaft

KTG Agrar übernimmt insolvente Ölmühle Anklam

pd
am
17.06.2011

Hamburg - KTG Agrar übernimmt die insolvente Ölmühle Anklam in Mecklenburg-Vorpommern. Die Übernahme erfolgt über das Tochterunternehmen von KTG Agrar, die NAP-Naturoel Anklam AG.

Darauf haben sich das Landwirtschaftsunternehmen, der Insolvenzverwalter der Ölmühle und der Bürgermeister von Anklam geeinigt. Alle 16 Mitarbeiter sowie Auszubildende werden übernommen. Die Verarbeitungskapazität der Ölmühle Anklam liegt bei 100.000 Tonnen Rapssaat.
KTG Agrar baut ökologische und konventionelle Marktfrüchte wie Raps, Getreide und Mais an und erweitert mit der Übernahme die Wertschöpfungskette.

Ölmühle wird vor Betriebnahme modernisiert

"Die Sicherung der Arbeitsplätze hatte für uns oberste Priorität. Mit KTG Agrar haben wir einen neuen Eigentümer gefunden, der die Branche genau kennt und den Standort weiterentwickeln will", sagt Insolvenzverwalter Gerhard Brinkmann, von der Kanzlei Brinkmann und Partner.
 
Vor der Inbetriebnahme wird KTG die Ölmühle modernisieren. Die Ölmühle Anklam hatte Ende März 2011 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Sie verfügt über eine Verarbeitungskapazität von 100.000 Tonnen Rapssaat und liegt verkehrsgünstig am Hafen von Anklam.

Potential Bio-Rapsöl

KTG Agrar sieht in der Übernahme großes Potential. So soll in Anklam künftig auch ökologisches Rapsöl produziert werden. Siegfried Hofreiter: "Der Bio-Markt wird in den kommenden Jahren weiter kräftig wachsen. Daher halten wir die Produktion von ökologischem Speiseöl für hoch attraktiv." Neben Landwirten aus der Region wird KTG künftig den benötigten Raps auch selbst an die Mühle liefern.
 
Die börsennotierte Gesellschaft baut bereits seit Gründung Mitte der 1990er Jahre Agrarprodukte nach streng ökologischen Grundsätzen an. Damit gehört KTG zu den Bio-Pionieren in Deutschland. Aktuell wird rund die Hälfte der gesamten Ackerfläche von 33.500 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Aufgrund der Hafenanbindung kann die Mühle auch kostengünstig per Schiff aus Litauen beliefert werden. In dem EU-Mitgliedsland ist KTG seit dem Jahr 2005 aktiv und bewirtschaftet die dortigen 6.000 Hektar Ackerland ausschließlich ökologisch.
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