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Dorf und Familie

Kühe kühlen oder verheizen?

Matthias Ludwig
am
24.07.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Wie kühlt mein bei sommerlichen Temperaturen Kühe effektiv? Und: Was sagen die User zur aktuellen Reportage der ARD "verheizt für billige Milch"?

Ein luftiger Kuhstallneubau. © Landliveuser Matthias
Kühlung im Kuhstall
 
Maulwurf74 fragt: "Wollte mal in die Runde fragen, wie Ihr Euren Kühen diese Hitze einigermaßen erträglich macht? Bei uns laufen sämtliche Ventilatoren, das bringt zwar ein wenig Erleichterung, aber der durchschlagende Erfolg ist es meiner Ansicht nach noch nicht. Wie funktioniert das mit Wasser vernebeln? (Zu einem einigermaßen vernünftigen Preis)? Wer hat mit so etwas Erfahrung?" 
 
Matthias antwortet: "Wir haben seit diesem Jahr Deckenventilatoren drin, die wälzen große Luftmengen bei relativ geringen Luftgeschwindigkeiten um. Ich bin begeistert. Die frische Luft verteilt sich im ganzen Stall. Bei ganz großer Hitze fehlt vielleicht der ganz große Kühleffekt, dafür kühlt sich der Stall über Nacht unheimlich ab. Mit Vernebelung hab ich mich auch schon auseinandergesetzt, Problem ist das man recht hohe Luftmengen - also einen leistungsfähigen Kompressor - braucht und die sehr energieintensiv sind. Im Vorwartehof im Melkstand haben wir einen Ventilator mit Wassersprühsystem, das funktioniert dort recht gut ist aber z.B. über Liegeflächen eher nicht geeignet über Laufgänge könnte es funktionieren. Beide System bekommst du hier [www.pfalz-technik.com]."
 
Und 240236 schreibt: "Ich habe bei mir im Bullen- und Schweinestall die Kühldüsen von Meier Brackenberg und die laufen mit dem normalen Wasserdruck (ich habe sie mit der Einweichanlage kombiniert)." Und Dolly meint:" Altes Spritzengestänge an Wasserschlauch anschließen! Aber vergesst nicht:Bakterien mögen es feucht-warm... Euterentzündungen, wenn die Boxen durchnässt werden!"

Aufreger: Die Milchkuh 'verheizt für billige Milch'?

Merle88 kommentiert einen Beitrag auf agrarheute.com: "Moin zusammen! Bin neu hier und möchte, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, zu dem TV-Beitrag auch mal Stellung nehmen: Ehrlich gesagt verstehe ich die Aufregung nicht, denn GENAU SO läuft es doch in (zu) vielen Ställen ab! Mag ja sein, dass die Berichterstattung zu einseitig und nicht vollständig war, aber solange es solche Bilder von solchen Kühen gibt, sind die Zustände einfach noch nicht in Ordnung! Meiner Meinung nach sind die Discounter, allen voran LIDL und ALDI schuld daran, indem sie ständig u.a. Milch und Eier zu Dumpingpreisen verhökern! Da es immer noch zu viele Verbraucher gibt, die "Hauptsache billig" einkaufen, machen sie sich an den Zuständen in den Ställen mitschuldig!..." 
 
Llanes antwortet: "der einzige "Lösungsansatz", der geboten wurde, war doch im Grunde: Stellt auf Fleckvieh um, dann werdet ihr glückselig sein und alle Probleme sind wie weggezaubert. Die HF sind nicht mehr als Turbokühe. Leider haben sie zwei HF-Betriebe besucht, die vollkommen überfordert waren. Beim ostdeutschen Betrieb, in dem gefilmt wurde, ist auch schon Hopfen und Malz verloren, wenn der Betriebsleiter die Zustände als normal ansieht.  Die Betriebe, die hohe Leistung mit guter Tiergesundheit und hohen Lebensleistungen erreichen, fallen unter den Tisch, als würde es sie gar nicht geben."
 
Und erwinson schreibt: "Hallo zusammen, gerne möchte ich mich als neues Mitglied auch an der Diskussion beteiligen. Auf der einen Seite stimme ich natürlich zu, dass die Berichterstattung einseitig war. Die Auswahl der Betriebsleiter und Experten war schon wahnsinnig repräsentativ. Wie im Newsletter von agrarheute aufgezeigt, wurden für den Bericht eigentlich auch gegensätzliche Stimmen aufgenommen, aber in der Sendung entsprechend weggelassen. Ich persönlich sehe auf Grund meiner Erfahrungen als Berater im Milchviehsektor und Landwirt die Zahlen (zu geringe Lebensdauer, zu viele Zwangsabgänge wegen Euter, Fruchtbarkeit und Klauen..) als tatsächlich viel zu schlecht an. Und sicherlich werden noch zu viele tragende und kranke Kühe zum Schlachter geschafft. Leider wurde im Bericht überhaupt nicht erwähnt, dass die Kuh sehr wohl auf gute Haltungsbedingungen, eine gute Futterzusammensetzung und -Qualität, sowie allgemein auf ein gutes Management mit einer wirtschaftlichen Mehrleistung (Milchmenge, Gesundheit und Lebensdauer) reagiert." 

Scharmüller Anhängerkupplung funktioniert nicht ordentlich

jadermatthias braucht Hilfe bei einem Problem: "Bei meinem Steyr Multi 4115, den ich seit August 2014 fahre (und neu gekauft habe), funktioniert die automatische Anhängerkupplung nicht. Das Problem ist, dass die Anhängekupplung nur sehr schlecht oder gar nicht automatisch schließt. Lt. Werkstatt läge es an meinen Anhänger-Zugöse. Diese 8to Anhänger sind teilweise 20 bis 45 Jahre alt aber in einem guten Zustand und bei anderen Schleppern funktioniert die Schließung bestens... Kann das wirklich sein oder soll ich auf Tausch bestehen?"
 
meinereiner77 meint: "Ich weiß zwar nicht genau, welche Kupplung Du hast, aber ich könnte mir vorstellen, dass das systembedingt ist: Manche Kupplungen brauchen zum Auslösen des Schließmechanismus einen Druck von unten gegen den Kupplungsbolzen. Wenn die Anhänger-Zugöse zu dünn ist (was bei kleineren Anhängern der Fall sein kann) drückt sie den Bolzen nicht nach oben, somit löst er nicht aus und kann nicht zuschnappen. Da kannst aber auch nix ändern, außer die Deichsel zu tauschen. Ich habe bei einem Anhänger das gleiche Problem, da hilft nur absteigen die Deichsel hochdrücken (oder mit irgendwas anderem den Kupplungsbolzen hochdrücken), dann schnappt es zu."
 
Und CHRISTIAN0815 gibt den Tipp: "An unserem Valtra ist auch ein Scharmüller Zugmaul. Wenn die kleine Führungsplatten nicht richtig gebogen ist, wird die Zugöse nicht zum Auslösepunkt geführt und der Bolzen schließt nicht. wir haben nur Probleme mit diesem Fabrikat (Zugmaul)."

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