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Die Polizei berichtet

Eine Kuh auf der Überholspur und zu wenig Platz im Tiertransporter

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Eva Eckinger, agrarheute
am
25.02.2016

In Brandenburg unternahm eine Kuh einen Ausflug auf der Bundesstraße, während in Niedersachsen ein Landwirt sein Stroh auf der Fahrbahn verteilte. Dort musste die Polizei auch Verstöße bei einem Tiertransporter ahnden.

Im Landkreis Havelland machte sich am späten Dienstagnachmittag eine Kuh auf den Weg nach Berlin. Das Problem dabei: Sie marschierte auf der linken Fahrspur der Bundesstraße 5. Dank der umsichtigen Reaktion der Fahrzeugführer kam es zu keinen Schäden, berichtet die Polizeidirektion West. Noch vor dem Eintreffen der Beamten hatte ein beherzter Zeuge die Kuh eingefangen und neben die Fahrbahn geführt.

Traktorgespann mit Strohballen verliert Ladung

Ebenso am Dienstag hatte es die Polizei Stadtoldendorf mit einer mangelhaften Transportsicherung zu tun. Gegen 11:30 Uhr fuhr ein Landwirt mit seinem Traktorgespann durch das niedersächsische Delligsen. Aufgrund der laut Polizeibericht "völlig unzureichend gesicherten Strohballen" verlor er Teile seiner Ladung. "Das ist im Großen und Ganzen noch mal gutgegangen", so Polizeikommissar Marcel Stahlhut. Allerdings wird die Fahrlässigkeit mit einer Anzeige wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten für den Traktorfahrer geahndet.

Tiertransport: Zweistöckig, aber zu wenig Platz für die Rinder

Ebenfalls in Niedersachsen kontrollierte die Autobahnpolizei Winsen/L. am Dienstag den Schwerlastverkehr. Sie mussten feststellen, dass ein mit 33 Rindern beladener Tiertransport wegen der zweistöckigen Verladung der Tiere die zulässige Höhe von vier Metern überschritt. Die Rinder hatten in dem zu hohen Fahrzeug dennoch nicht genügend Platz und standen geduckt auf der Ladefläche des Transporters, so die Polizei Harburg.

Die Weiterfahrt war für den Tiertransport, der auf dem Weg nach Kroatien war, zu Ende. Aus seuchenschutzrechtlichen Gründen konnten die Tiere jedoch nicht im Landkreis abgeladen werden, berichten die Beamten. Daher musste der Transport umdrehen und zurück nach Schleswig-Holstein fahren. Sowohl den Fahrer als auch den Unternehmer erwarten laut Polizei nun empfindliche Bußgelder.

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