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Dorf und Familie

Kuhbergung auf der Alm, ausgediente Legehennen und nasses Stroh

Externer Autor
am
15.08.2014

Lohnt es sich, ausgediente Legehennen für den Hof zu holen? Was tun, wenn das Stroh zu nass gepresst worden ist? Dies und eine spektakuläre Bergung - landlive-Themender Woche.

Kuhbergung aus steilem Gelände

Austriangun berichtet von einer außergewöhnlichen Rettungsaktion: "Heute wurde eine Kuh, die sich in steilem Gelände verstiegen hat, von unserer Bergrettung mittels Seil geborgen.... "Flying cow"! Jedenfalls ein dickes Lob an unsere Helfer!" Belarus550 schreibt: "So eine Aktion ist sicher nicht alltäglich. Einiges an Improvisationsgabe ist schon gefragt für die Retter. Respekt! Wie fand die Kuh das? Die macht einen recht gelassenen Eindruck." Darauf antwortet Austriangun: "Eine Kuh war in wegloses Gelände abgestürzt und auf einem Felsvorsprung unverletzt wieder aufgekommen. Die Salzburger Bergrettung wurde zu Hilfe gerufen. Die Bergung erfolgte Freitagvormittag durch fünf Mann der zuständigen Ortsstelle. Nachdem für eine Bergung mittels Hubschrauber erst ein paar Bäume gefällt hätten werden müssen, haben sich die Bergretter dazu entschieden, es zuerst einmal mit einer Hilfsseilbahn und einem Pendelquergang zu versuchen. Das ist – nicht zuletzt dank unserer neuen Dyneemaseile – auch geglückt. Die Kuh wurde von den Bergrettern nach dieser abenteuerlichen Bergung wieder auf die Alm gebracht und erfreut sich bester Gesundheit." Und Oimarin meint: "Solche Sachen kommen immer wieder mal vor auf der Alm. Super für die Kuh, dass es gut ausgegangen ist."
 
 

Nasses Stroh

fritzler hat folgendes Problem: "Mein Lohner hat mir vor 2 Tagen die falschen Felder mit Weizenstroh gepresst. Leider war das Stroh hier noch nicht ganz trocken. Ich habe sie in der Scheune eingelagert und nun Temperatur gemessen. Die meisten haben ca. 30 bis 35 Grad. Es sind aber auch welche mit 45 Grad dabei. Was soll ich machen? Soll ich sie wickeln wie Graßsillage, hilft das?" The_Fox meint: "Am einfachsten wäre es, die Dinger trocknen zu lassen. Bei uns hier haben sich einige Biogasanlagen darauf verlegt in umgebauten Fahrsilos Getreide, Heu, Hackschnitzel, etc. zu trocknen. Vielleicht gibts sowas ja auch in deiner Umgebung. Die arbeitsaufwändigere Alternative wäre die Ballen auf einer gemähten Wiese aufzulösen, auszubreiten, trocknen zu lassen und dann neu zu pressen." DerAzubi schreibt: "Moin, wenn der Stoff so nass ist, dass er warm wird ist das sowieso Schrott. Was soll damit gemacht werden, Einstreu? Ich würde versuchen sie schnell zu verbrauchen oder zumindest durch die Mühle jagen, dann kann man es noch nachtrocknen und verwenden. Wie viele sind es denn?" Und JW antwortet: "Und wie willst du die dann noch messen, wenn sie gewickelt sind? Lagere sie halt im Freien, machst ein Vlies drüber und sparst dir das Wickeln. So kannst nachkontrollieren - manche Ballen werden durch die Wärme austrocknen und wenn tatsächlich einer Feuer fängt, dann nicht in der Scheune" Matthias gibt noch den Tipp: "Rundballen würde ich auslagern und in einer Reihe hintereinander hinlegen, dann können sie eventuell Ausschwitzen, beim Einstreuen merkst du ja dann ob es funktioniert. Alternative: Pyramide aufstapeln und mit Vlies abdecken. Andere Möglichkeit sehe ich nicht. Beim Wickeln "wickelst" du ja die Feuchtigkeit mit ein."

Ausgediente Legehennen

Fortuna13 fragt: "Wenn die Legeleistung nachlässt, werden Legehennen nach 12 bis 15 Monaten ausgetauscht und geschlachtet. Da es meistens Hybridhühner sind, kippen sie sowieso nach spätestens 2,5 Jahren um, weil die Uhr abgelaufen ist. In diesem Jahr nehme ich das erste Mal 10-15 von diesen Hennen, einfach nur damit sie noch ein paar Monate mit unseren Hühnern zusammen ihr "Leben" genießen können. Hatte jemand von euch schon mal ein paar dieser Hennen?" agrarandi meint: "Hallo, meinst du, dass die Hühner sich nochmals erholen, nach der Stallhaltung? Ich bezweifel, dass diese Hühner nochmal ins "normale" Leben zurück finden." Freisinger schreibt allerdings: "Wir kaufen alle Jahre solche Hühner, kosten einen Euro. Die dürfen raus ins Freiland und blühen wieder richtig auf. Die müssen bei uns ja keine 300 Eier legen ... aber von 30 Hennen täglich 22-25 Eier ... reicht für uns und unsere bucklige Verwandtschaft." Auf die Frage von Josef713: "Wie ist es mit der Eingewöhnungszeit? Bei uns werden jedesmal wenn "neue" Hennen zu den älteren dazukommen Rangkämpfe ausgetragen. Ist das bei euch besser oder macht ihr eine seperate Herde? Ich möche, dass den "neuen gebrauchten" Hennen nicht zumuten." antwortet Freisinger: "Da geht bei uns der Gockel ( ein heißblütiger Italiener) dazwischen ... da ist gleich Ruhe im Hühnerstall."

Russland stoppt den Import von EU-Agrarprodukten

Die agrar_heute_redaktion möchte Wissen: "Wie erwartet reagiert Russland auf die Wirtschaftsanktionen der EU und stoppt den Import europäischer Agrarerzeugnissen wie Fleisch, Milch, Obst und Gemüse. Doch viele der Importsperren bestehen bereits seit 2013 - angeblich wegen Lebensmittelrisiken. Die Vermutung, es sei politisches Kalkül stand schon damals im Raum. Der Export ist damit schon letztes Jahr drastisch gesunken. Was meint ihr, werden wir den russischen Importstopp im Agrarbereich zu spüren bekommen?" Freisinger antwortet: "Logisch, passt doch super ins Konzept der Abnehmer von landw. Erzeugnissen. Da wird dann gejammert ... ja mei, die Russen kaufen nix mehr." Und Schaumburger meint: "Vom Schwein geht da eh nichts hin, Getreide exportieren die Russen mehr als sie importieren. Nur Milchprodukte könnte es erwischen." rocknrolldirk schreibt: "Wer bisher in Russland Geschäfte gemacht hat, hat das immer vor dem Hintergrund getan, dass das von einem Tag auf den anderen vorbei sein kann. Und schön wars da nie, wenn ich den Leuten glauben schenken darf, die dort für ihre Arbeitgeber unterwegs waren. Ich hoffe, dass unsere Molkereien in Russland nicht zu viel Geld investiert haben."

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