Login
Wirtschaft

KWS setzt die Expansion erfolgreich fort

pd
am
27.02.2013

Einbeck - Die KWS-Saat AG aus Einbeck hat ihren Umsatz weiter gesteigert. Wie das Unternehmen mitteilt, verzeichnete es vor allem bei Getreide und Mais ein deutliches Wachstum.

KWS Gelände Einbeck. KWS investiert 160 Millionen in Pflanzenforschung. © KWS
Die KWS SAAT AG bestätigt die am 11. Februar 2013 veröffentlichte Anhebung der Jahresprognose für das Geschäftsjahresende 2012/2013. Neben dem positiven Geschäftsverlauf im bereits abgelaufenen Getreidegeschäft deutet sich insbesondere eine gesteigerte Nachfrage nach Maissaatgut an. Die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2012/2013 prägten die hohe Nachfrage nach Getreidesaatgut und die Aufnahme von Geschäftstätigkeiten in Brasilien.
 
Der Umsatz von KWS verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 191,5 Millionen Euro auf 206,3 Millionen Euro. Das im ersten Halbjahr saisonbedingt stets negative operative Ergebnis belief sich auf -59,1 Millionen Euro nach -31,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser starke Rückgang des EBIT beruht - neben Sondereffekten aus dem Vorjahr - auf dem planmäßigen Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie des Vertriebs.

Mais-Nachfrage sorgt für Umsatzplus

Mit Blick auf die einzelnen Unternehmensbereiche zeigt KWS in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres im Segment Mais einen Umsatzzuwachs von 15,9 Prozent auf 82,9 Millionen Euro, dabei stammt das Wachstum aus dem brasilianischen Markt. Das Segmentergebnis war saisonüblich negativ und belief sich auf -44,3 Millionen Euro nach -33,1 Millionen Euro im Jahr zuvor. Für den deutlichen Rückgang des Ergebnisses war vor allem der planmäßige Ausbau der Vertriebsstrukturen verantwortlich.

Hybridroggensorten stark gefragt

Im Segment Getreide erzielte KWS ebenfalls einen starken Umsatzanstieg von 21,0 Prozent auf 94,5 Millionen Euro. Insbesondere die Hybridroggensorten waren ausverkauft. Das Segmentergebnis verbesserte sich entsprechend deutlich von 28,0 Millionen Euro auf 37,2 Millionen Euro. Da der überwiegende Teil des Getreidegeschäfts in diesem Zeitraum abgewickelt wird, bieten die Halbjahreszahlen bereits einen guten Indikator für das Resultat des Gesamtjahres.

Zuckerrübensaatgutgeschäft im Fokus

Der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres im Segment Zuckerrüben ist hingegen noch keine Indikation für das Gesamtjahr, da die Zuckerrübenaussaat erst im Frühjahr stattfindet. Die Umsätze im ersten Halbjahr beruhen auf Frühbestellungen, die von Jahr zu Jahr stark variieren können. Der Umsatz bei Zuckerrüben lag im Berichtszeitraum bei 25,5 Millionen Euro. Das Segmentergebnis betrug zum Halbjahresende -29,1 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es -6,7 Millionen Euro gewesen, wobei das Vorjahresergebnis allerdings von Sondereffekten in Höhe von rund 10 Millionen Euro positiv beeinflusst war.

Prognose: Erneut ertragsstarkes Jahr

Nach der Anhebung der Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2012/2013 der KWS Gruppe sieht KWS ein Wachstum des Gruppenumsatzes von gut 15 Prozent auf 1,140 Milliarden Euro vor. Aufgrund der bereits zu diesem Zeitpunkt im Geschäftsjahr sichtbaren Steigerung der Nachfrage nach Mais und Getreide wird das Wachstum insbesondere in diesen Unternehmenssegmenten erzielt werden können. Beim operativen Ergebnis (EBIT) rechnet KWS nunmehr mit einem Erreichen des Vorjahresniveaus von 140 Millionen Euro. Die EBIT-Marge wird entsprechend bei gut 12 Prozent erwartet. 'Besonders erfreulich entwickelt sich unser Getreidegeschäft. Hier werden wir erstmals ein Umsatzvolumen von 100 Millionen Euro überschreiten. Auch in unserem nordamerikanischen Zuckerrübengeschäft erreichen wir diese Marke - eine Erfolgsgeschichte unserer gentechnisch verbesserten Sorten', so Dr. Hagen Duenbostel.
Auch interessant