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Politik national

Länder wollen Düngerecht verschärfen

von , am
23.04.2013

Berlin - Die Länder Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen wollen die bereits geltende Obergrenze für die Ausbringung von Stickstoff auf alle organischen Dünger ausweiten.

Im bewachsenen Bestand haben Schleppschuhe einen besseren Effekt als Schleppschläuche. © landpixel
Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben eine Bundesratsinitative gestartet. Der Initiative zufolge soll die für Stickstoff aus tierischen Ausscheidungen geltende Ausbringungs-Obergrenze von 170 Kilogramm pro Hektar auf alle organischen Düngemittel angewendet werden - insbesondere auch auf Gärreste pflanzlicher Herkunft.
 
Die seien in ihrer Wirkungsweise und hinsichtlich ihrer Nährstoffgehalte mit denen tierischer Herkunft vergleichbar, lautet die Begründung. 

Wenig Chance auf Umsetzung

Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen greifen sich damit einen Aspekt aus dem Abschlussbericht zur Evaluierung der Düngeverordnung heraus, den eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Federführung des Thünen-Instituts für Ländliche Räume im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums erarbeitet und Ende letzten Jahres vorgelegt hatte.
Eine Umsetzung der Gesetzesinitiative in dieser Legislaturperiode gilt allerdings als unwahrscheinlich, weil es eines umfassenden Ansatzes zur Novellierung des Düngerechts bedürfe, heißt es in Berlin. Zudem sprächen verfahrenstechnische Gründe gegen eine Rechtsänderung noch vor der Bundestagswahl.
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