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Umwelt

Land Hessen fördert Projekt 'Obst- und Gemüsegarten Hessen' mit 150.000 Euro

von , am
28.10.2009

Wiesbaden - Die Hessische Landesregierung unterstützt den Erhalt und die Erweiterung von Streuobstbeständen in Hessen.

© agrarfoto.com

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie werde das Projekt "Obst- und Gemüsegarten Hessen", das auch den Erhalt des Streuobstes beinhaltet, mit 150.000 Euro gefördert, teilte die hessische Agrarministerin Silke Lautenschläger beim 1. Hessischen Tag des Streuobstes in Eppertshausen (Kreis Darmstadt-Dieburg) mit.

Ziel des in Zusammenarbeit mit der Naturschutzakademie Hessen sowie dem Landesverband Hessen für Obstbau, Garten und Landschaftspflege durchgeführten Projektes sei es, die in Hessen vorkommenden Streuobstsorten zu erfassen, zu erhalten und wieder zu verbreiten. Zunächst werden die in Hessen vorkommenden Apfelsorten bestimmt. "Mit dieser lebenden Gen-Bank - dem Obst- und Gemüsegarten Hessen - engagiert sich Hessen, um die Vielfalt und den Wert unserer hessischen Apfelsorten langfristig zu erhalten", unterstrich die Ministerin.

Erhalt der Artenvielfalt sichern

"Streuobstwiesen sind für Hessen landschaftsprägend. In Anbetracht des Ziels der Hessischen Landesregierung, einen großen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu sichern, hat die Sicherung der Streuobstbestände Vorrang. Streuobstwiesen bieten vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum", betonte Lautenschläger. Laut der Ministerin sei das Streuobst ein wichtiges Rohmaterial für die heimischen Keltereien und Edelobstbrennereien. "Die Obstwiesen liefern die Rohware für Apfelsaft und den hessischen Apfelwein. Nur durch die Mischung unterschiedlicher Apfelsorten wird der unverwechselbare, typische Geschmack des Apfelweins erreicht, der bei den Verbrauchern hohes Ansehen genieße", unterstrich Lautenschläger. Sie rief die Verbraucher zum Kauf der regionalen Produkte auf.

Patenschaften für Streuobstwiesen

"Durch den Erwerb heimischer Produkte trägt der Verbraucher zum Erhalt des Kulturgutes Streuobstwiese und zum Natur- und Klimaschutz bei. Lange Transportwege und damit verbunden hohe CO2-Ausstöße fallen weg. Der Verbraucher erhält zudem frische und vitaminhaltige Produkte aus der Region", unterstrich Lautenschläger. Sie wies darauf hin, dass die hessischen Bürger durch Übernahme einer Patenschaft zum Erhalt der Streuobstwiesen beitragen könnten. Auf der Internetplattform www.apfelwein.de, die in Zusammenarbeit vom Umweltministerium mit dem Keltereiverband und der Naturschutz-Akademie geschaffen wurde, können sich Bürger über Patenschaften für Streuobstwiesen informieren und anmelden. (pd)

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