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Umwelt

Land Hessen fördert Projekt 'Obst- und Gemüsegarten Hessen'

von , am
29.08.2009

Wiesbaden - Die Hessische Landesregierung unterstützt den Erhalt und die Erweiterung von Streuobstbeständen in Hessen.

© Rainer Sturm/pixelio

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie werde das Projekt "Obst- und Gemüsegarten Hessen", das auch den Erhalt des Streuobstes beinhaltet, mit 150.000 Euro gefördert, teilte die hessische Agrarministerin Silke Lautenschläger gestern beim Dritten Deutschen Apfelweinkongress in Hanau (Main-Kinzig-Kreis) mit.

Ziel des in Zusammenarbeit mit der Naturschutzakademie Hessen sowie dem Landesverband Hessen für Obstbau, Garten und Landschaftspflege durchgeführten Projektes sei es, die in Hessen vorkommenden Streuobstsorten zu erfassen, zu erhalten und wieder zu verbreiten. Zunächst werden die in Hessen vorkommenden Apfelsorten bestimmt.

Streuobstwiesen als prägendes Element der Kulturlandschaft

"Streuobstwiesen sind für Hessen landschaftsprägend und haben für den Naturschutz eine große Bedeutung. In Anbetracht des Ziels der Hessischen Landesregierung, einen großen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu sichern, hat die Sicherung der Streuobstbestände Vorrang. Die Streuobstbestände mit ihren vielen Sorten stellen einen wertvollen Genpool dar, der unbedingt erhalten werden muss", betonte Lautenschläger. Zwar habe das Streuobst laut der Ministerin seine früher unverzichtbare Funktion als Lieferant für Tafel- und Wirtschaftsobst und die Deckung des Eigenbedarfes verloren, jedoch sei es ein wichtiges Rohmaterial für die heimischen Keltereien und Edelobstbrennereien. Sie verarbeiteten das Streuobst und böten den Verbrauchern damit Produkte aus der Region wie den für Hessen typischen Apfelwein.

Mehr regionale Produkte kaufen

"Durch den Erwerb heimischer Produkte trägt der Verbraucher zum Erhalt des Kulturgutes Streuobstwiese und zum Natur- und Klimaschutz teil. Lange Transportwege und damit verbunden hohe CO2-Ausstöße fallen weg. Der Verbraucher erhält zudem frische und vitaminhaltige Produkte aus der Region", unterstrich Lautenschläger. Die Ministerin lobte das Engagement der heimischen Unternehmen. Durch die Abgabe kostengünstiger Apfelhochstämme hätten sie zu einer umfangreichen Neupflanzung und damit dem Erhalt und der Ausweitung der Streuobstbestände in ihrer Region beigetragen. (pd)

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