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Dorf und Familie

LandFrauen: Unterwegs zu neuen Chancen

pd
am
30.09.2011

Berlin - 1.000 Veranstaltungen, 55.000 beteiligte LandFrauen – so die erfolgreiche Bilanz der ersten bundesweiten LandFrauen-Aktionstage 2011.

Von Mai bis September hatten sich LandFrauen unter dem gemeinsamen Motto "Unterwegs zu neuen Chancen" in ganz Deutschland auf den Weg gemacht, um erfolgreiche Ideen zum Leben im ländlichen Raum mit anderen zu teilen und neue Impulse für die eigene Verbandsarbeit aufzunehmen.
 
"LandFrauen sind die gesellschaftliche Kraft im ländlichen Raum – das haben die Aktionstage einmal mehr verdeutlicht," betont Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes gestern bei der Abschlussveranstaltung in Berlin, zu der über 500 Frauen aus allen Landesteilen angereist waren.

Ländliche Räume entwickeln – Zukunft gestalten

"Nutzen wir das dichte Netzwerk der LandFrauenvereine, um mit dem Potential an Lebenserfahrungen und Fähigkeiten, das in unseren 500.000 Mitgliedsfrauen steckt, gemeinsam Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum zu gestalten", appellierte Scherb. "Was uns LandFrauen eint, ist die Verbundenheit mit dem Land. Als Verband sind wir durchaus ein Machtfaktor und eine Stimme für die Interessen der Frauen, die gehört wird. LandFrauen nehmen die Herausforderungen an, die die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen im ländlichen Raum stellen. Sei es die Abwanderung jungen Menschen aus den Dörfern, mangelnde Infrastruktur, ausgedünnte Ärzteversorgung oder das Ringen vieler Frauen, Beruf und Familien zu vereinbaren. Es gilt gute Ideen in die Tat umzusetzen."

Dr. Müller würdigt Engagement der Landfrauen

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Dr. Gerd Müller betonte in seinem Grußwort, wie unentbehrlich das ehrenamtliche Engagement der Bürger und Bürgerinnen für das Leben und die Entwicklungen im ländlichen Raum sei. In der Kommunal-, Landes- oder Europapolitik zeichnen sich LandFrauen als kreative Partner mit profunder Sachkenntnis und kritischer Stimme aus. Die LandFrauen bewiesen ihr soziales Engagement durch eine begleitende Spendensammlung zugunsten der Stiftung "Eine Chance für Kinder". Ein Scheck in Höhe von weit über 40.000 Euro konnte Prof. Dr. Adolf Windorfer, dem Vorsitzenden der Stiftung übergeben werden.

Stiftung "Eine Chance für Kinder"

Die Stiftung "Eine Chance für Kinder" fördert damit Qualifizierungsmaßnahmen für Familienhebammen und den Aufbau eines bundesweiten Netzes von Familienhebammenzentralen zur Vermeidung von Kindervernachlässigung. Schwangeren sowie Müttern mit deren Kindern, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, soll durch dieses Netzwerk im ersten Lebensjahr eine Familienhebamme beratend und begleitend zur Seite gestellt werden.
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