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Dorf und Familie

Landjugend vermittelt Betriebshelfer

Externer Autor
am
08.11.2010

Hannover - Die niedersächsische Landjugend (NLJ) vermittelt auch im kommenden Jahr Zivildienstleistende an landwirtschaftliche Familienbetriebe, die unverschuldet in existentielle Not geraten sind.

Wie das Landvolk Niedersachsen unter Verweis auf die NLJ weiter mitteilte, dürfte sich die Zahl der Zivildienstleistenden ab dem nächsten Sommer infolge der Bundeswehrreform verringern. Es sei dann vermutlich schwierig, junge Menschen zu finden, die freiwillig Zivildienst ableisteten.

Für Junglandwirte sei der Zivildienst auf dem Bauernhof allerdings eine gute Möglichkeit, Erfahrungen in unterschiedlichen Betrieben zu sammeln und sich selbst in Grenzsituationen besser kennenzulernen, stellte der Landesbauernverband fest. Ferner könnten die Zivildienstleistenden die Zeit als anerkanntes Praxisjahr nutzen. Das gelte als Voraussetzung für den Besuch der zweijährigen Fachschule oder des Meisterkurses.

Ausbildung zum Landwirt als fachliche Voraussetzung

Fachliche Voraussetzungen für den Zivildienst auf dem Bauernhof seien neben der Ausbildung zum Landwirt gegebenenfalls der Abschluss der einjährigen Fachschule, der Führerschein in den Klassen B und T sowie die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer durch das Bundesamt für Zivildienst. Daneben sollten die Berufseinsteiger die Bereitschaft zur persönlichen und fachlichen Mobilität in Bezug auf den Einsatzort und das Einsatzgebiet mitbringen. Es könne durchaus vorkommen, dass ein Schweinefachmann im Kuhstall eingesetzt werde, unterstrich der Landvolkverband.

Selbständige Arbeitsweise gefordert

Auf den Höfen müssten die Zivildienstleistenden alle erforderlichen Arbeiten zur Weiterführung des Betriebes selbständig erledigen. Das könnten je nach Jahreszeit die Bestellung oder der Pflanzenschutz, aber auch Pflegemaßnahmen oder die Ernte sein. Wer seinen Zivildienst auf einem landwirtschaftlichen Betrieb ableisten möchte, kann sich bei der NLJ melden. Für die landwirtschaftliche Betriebshilfe im Obstbau sollten sich interessierte Bewerber an den Kreisbauernverband Stade wenden. (www.nlj.de; www.stader-landwirtschaft.de/kreisbauernverband-stade.htm) (AgE)

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