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Dorf und Familie

landlive.de: Werden Agrarprämien wirklich gebraucht?

Externer Autor
am
26.03.2011

Eine Umfrage zum Thema "Brauchen wir wirklich die Agrarprämien?" gibt Aufschluss. Auch ergeben sich Antworten zur GPS-Genauigkeit und zu Maisspritzmitteln.

Agrarprämien ja oder nein?
 
mit dieser provokanten Umfrage wendet sich rocknrolldirk an die User: "Wie stehen eigentlich die Bauern die Agrarprämien? Sind sie für eine Beibehaltung des bisherigen Systems, wollen sie Veränderungen? Oder ist vielleicht sogar eine nennenswerte Anzahl für die Abschaffung sämtlicher staatlicher Zuwendungen innerhalb eines gewissen Zeitraums?" Hausi meint dazu: "Subventionen in der Landwirtschaft sind nichts anderes als subventionierte Lebensmittel für den Verbraucher, nur ein paar Stufen vorher ausbezahlt." Auch automatix könnte gut und gerne darauf verzichten: "kommt halt wie immer drauf an. 'Förderpolitik' ist so ein weiter Begrif, daß man deine Umfrage nicht beantworten kann. Ich z.b. könnte auf die sogenannten 'Ausgleichszahlungen' gut verzichten, wenn dann die ganzen damit verbunden Schwachsinnsauflagen auch wieder wegkommen. Diese ganze gängelei mit Dokumenationspflicht, Viehbestandmeldungen, Rinderpässen usw muß nicht sein. Im Gegenzug finde ich aber die Förderung der landwirtschaftlichen Sozialversicherung gut." Etwas gereizt reagiert Feisinger auf die Frage:" Ob diese "Prämien",die eigentlich als Ausgleichszahlungen für stark heruntergefahrene Getreidepreise eingeführt wurden,von den Landwirten gebraucht werden,oder nicht.....sollten wir nicht an die große Glocke hängen. Es sind bestimmt "Spione" unterwegs im Forum.......einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.Und wenns dir so gut geht, daß du Bedingungslos verzichten kannst drauf......machs doch.....
gibst halt keinen Mehrfachantrag mehr ab."
Ihre Meinung dazu?                http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/31116/page/1/
 

Mais-Spritzmittel bei Selbstfolge wechseln?

Die Kreineri fragt: "Meine Schwiegermutter hat mir erzählt, das sie gehört hätte, wenn man auf demselben Acker wie letztes Jahr heuer nochmal Mais anbaut, darf man nicht mehr dasselbe Spritzmittel benutzen?! Wir haben letztes Jahr MaisTer gespritzt und sind in Mittelfranken" Top881 antwortet: "Kann man nicht so pauschal sagen. Fakt ist jedefalls das man mit Mittelwechsel Resistenzen vermeidet, wobei ich noch keine Resistenzen haben, man muss auch wissen das die meistesten Mittel die selben Wirkstoffe haben zb Nicosulfuron , Bromoxinil ,Mesotrione.... Meiner Meinung nach ist es eher wichtig den Mais am Ende sauber zu haben. Die Resistenzbildung ist eher ein Thema bei Pilzen im Getreide oder bei Windhalm, Ackerfuchsschwanz aber man mehr nach Jahrelanger Mais Mono das man schon etwas mehr Aufwand an Mittel hat als wenn man eine gute Fruchtfolge hat!" Notill gibt den Tipp: "wenn du keine allzu großen Gräserprobleme hast, würde ich eher zu Zintan Platin Pack , oder bei Gräserdruck zu Prinzipal S-Pack raten... ist deutlich verträglicher als Maister, macht im Kornertrag einiges aus.... also bei Silomais mehr Energie" Der wichtigste Hinweis kommt von Finalcut: "Alle Nicosulfuron-haltigen Präparate dürfen nur alle 2 Jahre auf der selben Fläche eingesetzt werden!"

Reichen 5cm Genauigkeit beim GPS?

Ostholsteiner fragt kurz und knapp: "mich würde mal interessieren ob eine Genauigkeit von +/- 5 cm bei der Aussaat von Raps und Getreide ausreicht oder muss man gleich auf 2 cm gehen?"  MichaelKopka antwortet darauf: "Das muss man ganz klar ausprobieren, wissen wo man herkommt und wo man hin will. Und was man dafür investieren möchte. Deswegen kann man da keine allgemeingültige Aussage machen bzw. man braucht mehr Informationen über verwendete Technik, Betriebsgröße und Wirtschaftsweise." darauf schreibt Ostholsteiner: "Gedrillt wird bei uns momentan noch mit einer 3m Kreiselgrubber Kombination. Drillfläche ca. 350 - 550 ha,da auch im Lohn gedrillt wird. Natürlich wird das System dann auch bei der Stoppelbearteung usw. eingesetzt." Ziegenpeter antwortet darauf: "Fährst du die alleine oder sind mehrere daran beteiligt? Wie genau kannst du bzw können die besagten Fahrer mit den entsprechenden Maschinen fahren? Wenn du gut mit der drille oder auch dem Grubber beim Stoppelsturz parat kommst ist das Sparpotenzial nicht sonderlich groß. Soll heißen, wenn mit viel überlappung fährst geht da schon was. Auf jeden fall ist es eine entlastung, die die Effizienz bei Tag bei Nacht und egal wie lange man unterwegs ist auf einem hohen level hält - Fahrerentlastung. Die 5 cm sind natürlich ein theoretischer Wert, der an der Anlage ankommt. Was auf dem Acker passiert hängt vom feingewfühl des fahrers ab. Wenn es ein Lenksystem ist, das also automatisch lenkt ist es noch ehesten an diesen 5cm dran. das kostet aber um die 20k €. Also nachts stehst du mit den 5cm sicher besser da, als nach dem Spuranreisser zu fahren"

Bittere Milch im Tank

Ein nachdenkliche machendes Thema startet Grasbauer: "Habe ein größeres Problem auf dem Betrieb wo ich gerade meinen Zivildienst in Österreich abrackere. der Betrieb liegt auf 1100m Seehöhe, bewirtschaftet 16 ha mit 10 Kühen und Nachzucht - alles seit Jahrzenhnten mit HF kühen. der Betrieb gehört noch immer dem Senior-bauern mit 82 Jahren, dadurch das der Senior noch Chef ist wird auch gearbeitet und gewirtschaftet wie vor min 50 Jahren, d.h. Futter sparen, Handarbeit den ganzen Tag und Leistung von 5300kg mit 3,4% Fett und 2,95% Eiweiß. Es  hat es in letzter Zeit Beanstandungen gegeben das die Milch Bitter, säuerlich oder eben einen grauslichen Nachgeschmack habe. Nachdem ich die Milch auch gekostet habe konnte ich es auch bestätigen, da stimmt was nicht.  ich bin jetzt langsam mit meinen Kenntnissen auch am Ende, habe wohl seit 6 Jahren nichts anderes gelernt als mit Milchkühen umgehen zu können, aber da fehlt mir jetzt der Rat. kann mir nur denken das es mit der Fütterung zusammenhängt, da alle Tiere einfach unterernährt sind und tlw wirklich nur noch Haut und Knochen sind. deshalb glaub ich langsam: schlecht ernährte Kühe --> schlechte Milch. die Kühe bekommen etwa 150kg Grassilage, und 80kg heu pro Mahlzeit, und etwa 1kg Gersten-Weizenschrot der noch dazu vom Senior dauernd mit Weizenkleie "verdünnt" wird. natürlich weiß ich das diese Fütterung keinen Sinn hat, jedoch ich als Zivildiener kann dessen Jahrzehnte langen Gewohnheiten auch nicht abändern, aber meine Frage generell kann eine nicht ausreichende Fütterung zu bitterer Milch führen!?" Freisinger meint Ist die Milch gleich nach der Kuh schon schlecht,oder wird sie erst später kaputt? Wenn sie erst später schlecht schmeckt,handelt es sich meiner Meinung nach um Pseudomonaden(Wasserkeime).Diese sind sehr Kältetolerant und vermehren sich ab 6 Grad. Hier hilft nur peinliche Hygiene und alle mit der Milch in Berührung kommenden Gerätschaften mit Peroxid desinfizieren." Und Paula schreibt: "wenn die Kühe in dem Zustand sind wie du beschreibst und bei der "Ration" die ihr füttert ist das durchaus nachvollziehbar. Ist den da niemand der dafür sorgen kann das die Tiere vernünftig Futter bekommen. Ich kann ehrlich nicht nachvollziehen das Sohn und Enkel da mit machen? Ich komme auf ca. 13 kg TM je Kuh. Ist eigentlich ein Fall fürs Vet. Amt. . Du wirst nicht viel machen können." 
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