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Dorf und Familie

landlive.de: Beeindruckendes aus Kanada, Garantiefälle und Wiesenhof

Externer Autor ,
am
09.09.2011

Agrarsanis Landtechnikblog liefert beeindruckende Berichte aus Kanada. Daneben wurde über die Freilandhaltung von Kühen und Wiesenhof diskutiert

Rapsernte mit Schwadmäher (klick aufs Bild) © Landliveuser Agrarsani
Kanada 2011 ein weiteres Highlight in Agrarsani's Landwirtschaftsblog
 
Agrarsani ist nicht nur Moderator bei Landlive.de, er berichtet in seinem Landwirtschaftsblog  in nunmehr  über 70 Beiträgen über interessante Themen rund um die Landwirtschaft und das weltweit. Diese Woche berichtet er in mehreren Beiträgen über seine Erlebnisse in Kanada. Am ersten Tag stellt er die Rapsernte in der Provinz Manitoba vor: "Kurz vor der Kleinstadt Portage la Prairie versperren Bahnschranken den Weg. Lange müssen wir warten bis der endlose Güterzug die Straße gequert hat. Beim Warten fällt uns in der Ferne ein arbeitender John Deere selbstfahrender Schwader auf. Ein Feldweg hinter den Schienen führt uns zur Maschine. Es handelt sich um einen D450 Self-Propelled Windrower mit 35,5 Fuß (10,82 Meter) Mähvorsatz. Gefahren wird die Maschine von Roger. Er ist seit vier Jahren auf der Farm, die mittlerweile 20.000 acres (8.000 Hektar) bewirtschaftet. Heute arbeiten drei baugleiche John Deere 450 D auf den Flächen der Farm, die jeder bei guten Bedingungen 150 acres pro Tag schaffen. Bevor die Mähdrescher kommen reift und trocknet der Raps im Schwad nun ca. 10 Tage." {BILD:516755:jpg}
In einem der nächsten Beiträgen stellt er die größten Drillmaschinen Kanadas vor: " Die Farm der Weckers ist komplett eigenmechanisiert. In den neuen Hallen auf dem Farmgelände stehen zwei eigene Drescher, ein Grain Card (Überladewagen), sowie zwei Trucks und ein John Deere Sprayer mit 120 ft Gestänge (36 Meter). Die komplette Aussaat nimmt Joe mit einer John Deere Raupe 9530 und einem SeedMaster Airseeder mit 90 ft (27 Meter) vor. Diese Airseeder Baureihe ist die größte in Kanada eingesetzte und unser Motiv für den heutigen Nachmittag." Einen Tag später kann er wegen dem besseren Wetters  endlich vom Rapsdrusch berichten: {BILD:516756:jpg}"Wir fahren zurück zur Farm. Hier sind gerade neue Nachrichten von den Feuchtigkeitsmessungen der geschwadeten Rapsflächen eingetroffen. Grünes Licht für die Mähdrescher! Nach und nach setzten sich die 6 Mähdrescher, sowie 2 Grain Carts, Trucks und Service Pick-Ups in Bewegung. Auf dem Feld verteilen sich die Drescher schnell. Die beiden Überladewagen, gezogen von einem Steiger STX 450 und einem 10 Jahre alten Steiger 9370 haben bei der Rapsernte gegen die 6 Drescher ein leichtes Spiel. Im Weizen haben die beiden gut zu tun um die Drescher am Laufen zu halten."
Die Blogbeiträge finden sie hier: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5-10 (weitere Beiträge folgen)
 
passend zum Blog sucht in einem anderen Forenthema ein Betrieb aus Kanada Erntehelfer für die nächste Saison:

 

Milchvieh ganzjährig im Freiland?

alois_burgstaller stellt folgende Frage an die Landliveuser: "Während die einen die Kosten durch möglichst hohe Milchleistung und hohe Tierzahlen zu drücken versuchen, gehen andere vor allem in Nordfrankreich schon gegensätzliche Wege: Verzicht auf Stallanlagen im klassischen Sinn und saisonale Milchproduktion auf Grasbasis. Obwohl gar nicht so wenige Betriebe die geeigneten zusammenhängenden Flächen hätten, scheint das Konzept einen schlechten Leumund zu haben. Warum?" Paula meint dazu: "In einem Jahr wie diesem und auch 2010 geht man mit ausgedehnter Weidewirtschaft sprichwörtlich baden. Saisonale Abkalbungen sind nichts soo neues - gab es in der DDR auch schon mal. Scheint sich nicht bewährt zu haben . Finde es auch nicht sinnvoll sich "künstliche Arbeitsspitzen" zu schaffen - wenn alle Abkalbungen in einem kurzem Zeitraum erfolgen. Mag für einzelne Betriebe sinnvoll sein, für die große Masse eher nicht." Und Karlo hält es für völlig unsinnig: "Die Stickstoffeffizienz sinkt bei mitteleuropäischen Klimabedingungen unter 30% . Der Düngungszeitpunkt passt nicht zum Vegetationsverlauf. So ein Unsinn wie ganzjährige Weidehaltung sollte in unseren Breiten verboten werden. Damit sowas garnicht erst einreißt und erst der Düngerpreis es unrentabel macht." Lilli sieht ganz praktische Hindernisse: "ganz einfach..............weil 1/3 der deutschen Rindviecher mit Milch in Bayern steht und weils da im Winter nun mal sehr sehr kalt ist. Und ich hätte z.B. schneemäßig heuer mit Sachsen auch net tauschen mögen. Aber das ist die Praxis, hart gell , Herr Burgstaller. Wie kommt man eigentlich darauf Frankreich mit unseren Breiten zu vergleichen. Übrigens in Neuseeland soll's sowas auch geben, mal in den Urlaub hinfliegen für ein praktisches Praktikum"
Ihre Meinung?:                     http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/35611/page/1/

Was macht man wenn der Schlepper oft steht...?

Darky möchte eine Lösung für folgendes Problem: "Ein neuer Schlepper - mit noch lange Garantie usw. - auf nem Betrieb in der Gegend steht im schnitt alle 75 Betriebsstunden wegen Ölverlust und solchen Kleinigkeiten die auch anstandslos auf Garantie erledigt werden. Das Problem ist nur das die Ausfallzeiten sich mittlerweile auf 2-3 Wochen summieren u der dadurch entstandene Ausfall an wertvollen Arbeitstagen wird ja nicht entschädigt. So langsam geht dem Kollegen die Geduld aus und er möchte vom Hersteller eine Kompensation für die nur wirklich lästigen Ausfallzeiten bei eher begrenzten guten Arbeitstagen in den letzten Jahren. Hat da einer Erfahrung oder nen Tipp was man da machen könnte?" michel_77 schreibt dazu: "Der LU der bei uns die Gülle und Ladewagensilo fährt, hat dies Frühjahr nen Neuen bekommen und der stand auch sehr oft in der Frühjahrszeit wo er abertausend cbm Gülle auzubringen hat. Loadsensingprobleme, Ölverlust im Getriebe, Lenkungsprobleme,usw. Irgendwann kam ein Vertreter auf den Hof und hat gefragt was er denn nu wolle. Er sagte "nen zuverlässigen Schlepper"! Jetzt bekommt er nen Baugleichen nagelneu und muss soviel ich weiss die Reifen selber zahlen bzw es werden die vom Frühjahrsschlepper auf den neuen verbaut! Das finde ich ist ein gutes Beispiel" Auch cowboy74 gibt seine Meinung zum Besten: "Tja, rechtlich ist da wenig zu machen, meiner Meinung nach. Interessant wird es, wenn das so nach der Garantie weiter geht. Liegt alles im Ermessen des Händler/Hersteller. Würde wenn es Probleme mit dem Händler gibt, mich direkt mit dem Hersteller in Verbindung setzen.  Hatte ja auch das Problem, das der neue Schlepper gleich 'nen Schaden am Getriebe hatte, wurde auch prompt repariert. Aber bekommen habe ich einen Fabrikneuen. Rechtlich hätte eine Reparatur ausgereicht. Aber Händler hat sich eingesetzt und ging ohne Probleme." IHC_523_Allrad meint: "Also normalerweiße müsste der Händler wenn bei einen Bauern ein Schlepper ausfällt einen Ersatzschlepper (Vorführschlepper oder ähnliches) zur Verfügung haben sodass der Bauer seine Arbeit fertig machen kann bis der ausgefallene Schlepper wieder läuft"

Wiesenhof-Reportage

Rachel schreibt: "Viele von euch gucken sich gerade sicherlich die Reportage über die Zustände bei Wiesenhof an oder haben sie gesehen. Wie ist eure Meinung dazu" Barensdorfer ganz kurz und knapp: "Typische PETA-Propaganda." darauf Darky: "denke auch das allein schon die Quelle das Teil deklassieren und auf Harz4 tv Level abstufen. Ich sehe als Biolandwirt und als Mensch mit nem gesunden Hirn schon ein Problem wenn Tierhaltung von angelernten Kräften für nen kleinen Lohn erledigt wird. Das es da eher zu Ausreißern kommt als beim tierhaltenden Eigentümer von nem Betrieb ist klar. Es ist halt nur n Job u den will vermutlich auch nicht jeder machen." Und Kone meint: "Hab früher auch Hähnchen verladen (ich glaub sogar, im dem gezeigten Betrieb)Der Job war damals mit 30 DM/Stunde recht gut bezahlt. Wir haben damals schon darauf geachtet, dass die Tiere ohne blaue Flecken und Knochenbrüche verladen wurde. Auch von den Stallbesitzern wurde man immer darauf aufmerksam gemacht, dass die Tiere schonend zu behandeln sind. Die toten Tiere sind leider "normal" Wenn bei 40000 Tieren nur 1,5% verenden, sind das immerhin 600 Tote, also gut 20 am Tag. Selbst bei Kleinstbeständen (wir hatten früher 30 für den Eigenbedarf) kann man Tierverluste nicht verhindern.  Dass osteuropäische Arbeiter, die für 7 Euro die Stunde arbeiten, nicht sonderlich motiviert sind, dürfte klar sein." Und auch Donny schreibt; Ich bin kein Freund von Wiesenhof und kann die Bilder nicht für gut heißen, aber die Dame soll ja angeblich den Betrieb gemagenement haben bzw. Ihr soll der Betrieb gehört haben. Wieso hat Sie das dann zugelassen, Warum hat Sie die dann nicht rausgeschmissen oder ist Sie vielleicht doch nur Hartz 4 und will sich jetzt profilieren. Wie gesagt ich befürworte überhaupt nicht denn umgang mit den Tieren wie Sie hier gezeigt worden sind. Ich gehe davon aus das 2-5% der Tiere verenden, das sind dann bei 40000 Tiere bei 2% 800 Tiere. Also in der Woche 200 Stück, da kann man bei dieser größe des Stalls schon ein paar übersehen. Ich bin kein Freund dieser Haltungsform, Fakt ist aber das 90% der Bevölkerung billiges Hähnchenfleisch essen will."

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