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Dorf und Familie

landlive.de: Düngerstreuen, Zukunft der Landwirtschaft und Güllefahren nonstop

Externer Autor
am
12.03.2011

Wird in Deutschland schon Dünger gestreut? Können wir durch Umfragen unsere Zukunft mitgestalten? Und wieder ein spannender Blogeintrag, auf Landlive.de

Umfrage des BMELV zur Zukunft der Landwirtschaft
 
DerStorch weißt darauf hin das: "Das BMELV von Frau Aigner hat hier www.bmelv.de eine Umfrage zur Zukunft der Landwirtschaft eingerichtet, an der sich alle beteiligen können. Ich denke, dass das für viele bei landlive auch interessant sein dürfte." DWEWT antwortet darauf: "hab die Punkte kurz überflogen. Es sind die Phrasen, die man schon seit Jahren drischt. 1.Abbau unnötiger Bürokratie: Wer entscheidet denn was unnötig ist? Früher hiess noch vielversprechend: Abbau von Bürokratie. Heute schränken sie es schon ein. 2.Verbraucherorientierte Landwirtschaft: Vor kurzen hiess es noch Orientierung am Weltmarkt. Symptomatisch für dieses System ist, dass keiner weiss, woran er sich orientieren kann. 3.Nachhaltigkeit: "Lebe vom Ertrag, nicht von der Substanz" soll das globale Leitbild sein. Ob das die Berufskollegen in z.B. Südamerika und China auch so sehen? Das ganze sieht sehr nach Aktionismus und Alibifunktion aus. Eine "Bürgerbeteiligung" auf die nachher eh nur gepfiffen wird." Dem entgegnet DerStorch: "Nun ja, auch ich finde derartige Umfragen meist ziemlich ermüdend. Interessant ist aber, wenn wie hier ausgelobt das ganze direkt zur Entscheidungsfindung der Politik beitragen soll. Nun reden ja alle seit Stuttgart 21 über mehr direkte Demokratie. Das wäre doch ein Ansatz, sich einzubringen! Sonst besteht die Gefahr, dass dort in der Mehrheit Meinungen von Leuten vertreten sind, die Landwirtschaft nur aus dem Auto- oder ICE-Fenster kennen." Daraufhin schreibt Detlef Steinert Chefredakteur der DLZ: "und genau aus diesem Grund habe ich heute einen Blog-Beitrag zu dieser Bürgerbefragung des BMELVs eingestellt Landlive-Blog zum Thema. Jammern gilt nicht, wenn man sich nicht selbst aufrafft und seine Meinung beim BMELV postet. Denn leider ist es ja so, dass wie beim Fußball in puncto Landwirtschaft immer diejenigen am besten wissen, wias die auf dem Feld machen müssen, die am weitesten vom Feld weg sind."

Wird schon Dünger gestreut?

Die agrar_heute_Redaktion fragt im Forum Pflanzenbau: "nach den Wintermonaten beginnt die Arbeit auf dem Feld. Wie sieht es bei euch aktuell aus? Habt Ihr eure N-Düngung schon durchgeführt? Wieviel bringt ihr aus (in welcher Form und wie viele Gaben)?" Landau schreibt dazu: "Also Hier sind die Bauern seit circa Letztem Donnerstag am Säen . Genau sagen lässt sich das bei uns nicht da unsere Böden sehr Stark Varieiren von besten Spargelsand bis Schwerste Tonböden mit über 70pronzent Tonanteil Gerade kommen Sommergerste , Hafer , Zwiebeln und Zuckerrüben in den Boden . Auch die Ersten Kartoffeln werden gelegt . Mir persöhnlich ist es noch zu Kalt zum Hafer säen . Die Düngergaben im Getreide und Raps sowie Grundüngung zu Zuckerüben wurden alle schon seit dem 1 Februar gemacht da die Böden zu der Zeit Tragfähig geforen waren . seit dem 1 Februar wurde schon Gülle als Dünger ins Getreide gefahren. Im raps werde ich morgen die Ersten Gelbschalen aufstellen und wenn das wetter weiter so mild bleibt rechne ich bis zum Wochenende mit dem Ersten Insektizideinsatz im Raps was aber Stark abhängig von den Temperaturen in den kommenden Tagen ist" Auch Bummalschupsa hat schon gestreut: "Aufgrund der zu erwartenden Frühjahrstrockenheit wurde auf Weizen 120 kg N mit stabilisierten langsam wirkenden Düngern ausgebracht. Das ist die erste und zweite Gabe unter Berücksichtigung von N min Untersuchung. Langjährig die bessere Variante. Zur Ertrags und Qualitätsdüngung wird schwefelhaltiger Dünger gestreut. Ertrag je nach Protein 90 dz/ha." Torti dagegen schreibt: "Bei uns im Erzgebirge wurde noch gar nix gemacht, weder Dünger gestreut noch Gülle gefahren.Da der Boden permanent gefroren ist wurde natürlich auch noch nichts gesät."

Landwirt und mehr - oder der Blick über den Tellerrand

Im Channel der DLZ-Next fragt die Redaktion die Frage: ""Ich sollte erst einmal etwas Gescheites lernen!" Mancher Junglandwirt hatte eigentlich etwas ganz anderes vor in seinem Leben und eine Karriere als Banker, Techniker oder Koch angestrebt. Nun aber profitiert ihr Betrieb von der fachfremden Ausbildung. Habt ihr damit Erfahrung oder ggf. eine fachfremde Ausbildung vorab gemacht? Bringt das wirklich was, sich erst einmal in einem völlig anderen Job umzuschauen? Oder ist das vertane Zeit" Bruce87 ist der Meinung: "Denke mal, dass echt auf den jeweiligen Beruf / Ausbildung angekommt. Klar, ein Klassiker wie Landmaschienen-Techniker ist natürlich sehr praktisch, vor allem wenn man mitten in der Ernte etwas reparieren muss. Und einen Koch kann man immer gebrauchen! Ich selber mache auch eine "fachfremde" Ausbildung in Form eines Studiums. Studiere Wirtschaftsingenieurwesen (Misschung aus BWL & Technik) mit Schwerpunkt Energietechnik und Energiemanagement. Ich denke, dass ich den BWL-Kram bestimmt später zum Teil gebrauchen könnte, beim technischen eher wohl nicht. Perfekt wäre es, wenn ich später meine Kentnisse im Bereich der Energie irgendwie nutzbringend einbringen könnte. Vielleicht in Form einer Stroh-Pelletierung."

Nonstop Gülleausbringung mit 30 Kubikmeter

In seinem aktuellen Blogbeitrag berichtet Agrarsani wieder einmal von gigantischer Landtechnik die für eine der größten Biogasanlagen der Welt im Einsatz ist: "Aus der Ferne schiebt sich uns der Koloss entgegen, ein Claas Xerion 3800 Trac VC mit tridem Kaweco aufgesatteltem Schwanenhalsfass mit 30 Kubikmeter Fassungsvermögen und einem Schleppschlauchgestänge mit 30 Meter Arbeitsbreite. Ein imposanter Anblick. Am Ende des Weizenschlages angekommen klappt der Fahrer das Gestänge zusammen und „blubbert“ mit markantem Xerion-Sound zum Tanker auf dem Feldweg. Mit dem Saugarm wird angedockt. Ich klettere zu Sven Johade, Fahrer des Xerions, hinauf. Seit 8 Uhr ist der gelernte Landwirt mit dem Gespann heute unterwegs, erzählt er mir. Seine Schicht geht bis 20 Uhr heute Abend und dann übernimmt ein Kollege für die 12-stündige Nachtschicht. Schichtwechsel ist für die neue Besatzung immer morgens und abends um 8 Uhr am Feldrand."
der ganze Beitrag:                         http://agrarheute.landlive.de/blogs/entries/4180/
 
Fast im krassen Gegensatz dazu steht der Blogbeitrag der Wochenblatt-Redaktion mit dem Titel
 
Selbstgemacht geht es um alte Traditionen: "Wer kann denn heute noch seinen Reisigbesen selbst binden? Wer kann noch spinnen? Viele alte Handwerkstechniken und Handarbeiten geraten ins Vergessen. Das ist schade – gehören sie doch zu unserem Kulturgut. Und nicht nur das: Mit altem Handwerk und mit Handarbeiten entstehen einzigartige Kunstwerke, wunderschöne Unikate. Das zeigen unsere Beispiele. Wir haben uns in Bayern auf die Suche nach alten Handwerkskünsten und Handarbeitsbräuchen gemacht und festgestellt: Handarbeiten ist „in“. Alte Techniken werden mit neuen, kreativen Ideen wieder zeitgemäß. So ist das Weidenflechten gerade sehr beliebt. Aber es werden nicht mehr nur die klassischen Arbeitskörbe hergestellt, nein – selbstgemachte Weidendeko ziert heute Hof und Garten. Und die Wolle von den eigenen Schafen wird versponnen und anschließend zum modischen Hingucker verstrickt.Geklöppelte Jäckchen oder Schals sind trendige Accessoires."
mehr hier:                             http://agrarheute.landlive.de/blogs/entries/4186/
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