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Dorf und Familie

Landlive.de: Große Trecker gesucht und Urlaub in der Landwirtschaft

Externer Autor ,
am
02.09.2011

Wieviel Urlaub macht der Landwirt? Kommt man mit Low Input in der Milchproduktion besser? Und wie sieht es mit der Ordnung im Kinderzimmer aus?

Wer hat einen Großen - Claas, Fendt, etc.?
 
hecki hat ein besonderes Anliegen: "Mein Jüngster liebt Traktoren über alles. Wir fahren auch sehr oft gemeinsam Trecker, mit allem was die Verwandtschaft so aufzubieten hat. Das spielt sich allerdings alles so zwischen 30 und 70 PS ab, also nix wirklich großes. Nun hängt aber sein ganzes Herz an großen Traktoren, schaut sich bevorzugt die entsprechenden youtube-Videos von Claas und Fendt an, sammelt die Siku-Modelle etc. Daher möchte ich ihm gerne einen Herzenswunsch erfüllen und mal gemeinsam einen richtig großen Trecker fahren. Deshalb hier mein Anliegen: wer würde mich, d.h. uns beide, mal einen halben Tag oder Tag mit einem großen Schlepper fahren lassen? Sollte natürlich was produktives sein, also Fräsen, Eggen, Düngen, Mähen, Wenden, Schwaden, Anhänger fahren oder ähnliches. Kann auch im Forst sein. Halt so, daß beide Seiten was davon haben."
 

Wie oft und wie lange machen Landwirte mit Tierhaltung Urlaub?

Das interessiert aufderwies und er schreibt weiter: "Wer macht dann Eure Arbeit? Kommt ein Maschinenringmitarbeiter oder habt Ihr Freunde die die Arbeit gratis machen?" Rachel schreibt: "Wenn mein Chef in die Ferien geht dann mache ich alles alleine. Melken, Jungvieh, füttern, Brunstbeobachtung, Tiergesundheit, eben alles, was dann so anfällt. Das dann keine "Spezialaufgaben" gemacht werden, die nicht in den normalen Alltag reinpassen ist klar, für sowas müssen sie eben bis nach ihrem Urlaub warten (Ich sag als Beispiel jetzt mal, das man im Winter auf einmal Maschinen für den Sommer warten würde, das wäre quatsch in der Urlaubsvertretung). Freunde, die das gratis machen? Is ja schön und gut, aber wäre ich Chef, würde ich auch Freunde sowas nicht gratis machen lassen." Der Viehdokter berichtet von seiner Kundschaft: "Meist ist ein Betriebshelfer da und steht den Freunden fachkundig zur Seite. Auch der Hoftierarzt schaut regelmäßig vorbei und klärt Unklarheiten ab." Und Bauer1 berichtet: "Solange meine Eltern noch das melken und füttern übernehmen können, fahre ich mit meiner Familie für eine Woche im Jahr mal weg. Wenn dies nicht mehr gegeben ist, gibts wohl ne Urlaubssperre bis die Kinder groß genug sind um mal auszuhelfen." Und auch comet findet Urlaub wichtig: "Hi, fahre zweimal im Jahr en langes Wochenenden (Radurlaub) und einmal ne Woche bzw. 10 Tage mit meinen Freunden im zeitigen Frühjahr weg. Die Stallarbeit usw. wird von nem guten Bekannten erledigt der den MR-satz bekommt. Wenn wirkl dringende Ausenarbeiten anstehen sollten, wirds von einem anderen Landwirt mitgemacht (war aber noch nie der Fall). Haushalt und Garten hat meine Tante unter der Fuchtel, läuft unter Verwandschaftshilfe. Ich finds wichtig mal raus zu kommen, der Kopf is leer, danach läufts wieder leichter und man ist motivierter."

Keep it simple and relax! - reduzierter Einsatz in der Milchviehhaltung - mehr Gewinn?

alois-burgstaller: schreibt: "Der Erfolg von Apple zeigt, wie gut Vereinfachung funktionieren kann. Mir ist aber noch kein Steve Jobs der Milchwirtschaft bekannt. Andererseits fällt mir auf, dass Milchproduktion immer komplexere Strukturen annimmt. Der Kapitalbedarf, der Material- und Softwareeinsatz steigen gefühlsmäßig weiterhin an. Hat die Inputmaximierunge schon ihren Zenit überschritten? WerdenAnsätze von Simplifizierung, Downgrading und Abschlankung, wie etwa nur einmal Melken ab einer bestimmten Leistung/Laktationsstadium, ernsthaft diskutiert?" Dem entgegnet rocknrolldirk: "Ich glaube es macht keinen Sinn, die exzellente Vermarktung von technischen Produkten, die nicht immer dem neuesten Stand entsprechen mit der Milchproduktion zu vergleichen.  Der Kapitalbedarf pro Kuh steigt und fällt mit den Preisen für Baustoffe und technische Ausstattung und ist für größere Einheiten immer geringer als für kleine Einheiten. Von Inputmaximierung kann nicht die Rede sein-gute Betriebe melken 5000 kg aus dem Grundfutter, ferner verringert sich der Arbeitsaufwand pro Kuh seit Jahren kontinuierlich - also kann auch hier keineswegs von einer Inputmaximierung gesprochen werden. Auch die Nutzungsdauer/Lebensleistung steigt, was ebenfalls die Inputseite verkleinert. Einmal zu melken ab einer bestimmten Leistung würde ich schlicht als Spinnerei ohne echte Chance auf zusätzlichen Gewinn bezeichnen. Erstens verringert das den Zeitaufwand nur minimal und zweitens würde dies die verbliebene Leistung und die Eutergesundheit emfpindlich treffen. Wenn eine Kuh unter eine gewisse Leistung fällt (je nach Herdenleistung 20 oder 25 kg), muss sie trockengestellt werden, sonst muss ihr alternativ auch noch eine spezielle Futtergruppe angeboten werden in der sie so schwach gefüttert wird, dass sie nicht fett wird. Mit deinem Vorschlag verkompliziert man die Arbeitsabläufe nur unnötig." Michel_77 hat sich allerdings auch schon so seine Gedanken gemacht: "Dieses immer größer ,schneller, weiter kann nicht ewig so gehen. Vor noch 5-10 Jahren wurde diskutiert wie man wächst, welches Wachstum ist gesund und heute: je größer und schneller ein Stall voll wird desto besser. Ansonsten ein Jahr kein Vollpower aus irgendwelchen Gründen auch immer und der nächtse sitzt drauf oder Tilgungen müssen ausgesetzt werden. Durch teuren Zukauf von Futtermittelchen (Importsoja, Luzerne (Norddeutschland) und wer weiß was noch alles muss intensiv hergeschafft werden , ganz zu schweigen von Stallbauten ,Vor 10 jahren kostete es 10000Mark da wurde gesagt das aber teuer, heute erreichen wir u.U 10000Euro!!!"
mehr hier:                           http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/35354/page/1/

Frau von Kuh getötet

Der Bericht über eine Frau die auf der Weide von einer Mutterkuh mit Kalb angefallen und getötet wurde, führte wieder einmal zu einer emotionalen Diskussion. Notill meint: "Kühe sind nun mal keine Streicheltiere. Stellt sich die Frage was ein Hund auf einer Weide verloren hat, oder eine Spaziergängerin. In meinen Augen sieht es nach menschlichem Fehlverhalten aus. Es sei denn die Kuh war nicht auf der Weide und war ausgebrochen. Aber dann sollte man sich auch von Kühen Fernhalten, wenn sie ein Kalb haben  und man den Umgang mit den Tieren nicht gelernt hat." Freisinger antwortet darauf: "Wie ich es gelesen hab, wurde die Frau auf der Weide gefunden.Wenn da ein Zaun rum war, wovon ich ausgeh, hat sie da drin nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Eine Kuh,die ein Neugeborenes führt, ist gegenüber Fremden mitunter unberechenbar. Ich hab mal ein älteres Paar beobachtet, das durch meine Jungviehweide einen Weg abkürzen wollte, der Kavalier drückte mit seinem Hacklstock den Draht runter. Madam stieg drüber, anschließend in umgekehrter Reihenfolge das gleiche nochmal. Als beide drin waren, die Herde lag friedlich wiederkauend im Schatten eines Wäldchens, wurde der Beschützer(Stier) aufmerksam und begann, die Beiden zu jagen. So schnell hab ich noch nie jemand nicht über den Elektrozaun, sonden DURCH die Drähte, ohne Rücksicht auf einen Stromschlag springen sehen." JW verteidigt allerdings das Opfer ein Stück weit:" Zuerst gibt es sogar Wanderwege die durch Kuhweiden führen , das geht in der Regel auch mit Hund , sonst hätten wir auf den Almen lauter Tote. Das Problem ist die Mutterkuhhaltung , da werden ganze Herden mit Kuh, Kalb und Bullen auf einen schöne große Weide getan und keine Alte Sau kümmert sich darum, weil’s halt grad so Mode ist, die Tiere wildern aus und müssen zum Teil mit dem Jagdgewehr erlegt werden , weil sie keiner mehr fangen kann , sie sind keinen Menschenkontakt gewöhnt . Frag mal Tierärzte , die Solche Herden Impfen müssen."

Ordnung im Kinderzimmer

Die Redaktion des bayrischen Wochenblattes fragt im Landfrauenchannel: "Ein aufgeräumtes Kinderzimmer ist für viele Eltern ein Traum, die Realität in den meisten Kinderzimmern aber ein Albtraum. Schlechtwettertage in den Ferien bieten sich geradezu an, mal von Grund auf  "Klar Schiff" zu machen, bevor die Schule oder der Kindergarten wieder losgeht Habt ihr Ideen, wie man Kindern das Aufräumen ohne viel Gemurre schmackhaft machen kann? Wie handhabt Ihr das Chaos im Kinderzimmer und anderorts?" Gitti schreibt: "Ich versuche bei meinen Kindern konsequent zu sein. Sie dürfen überall im Haus spielen und auch Chaos verursachen - aber nach Spielende wird aufgeräumt.  Die 7-jährige Tochter räumt ihr Zimmer alleine auf und meiner 4-jährigen Tochter helfe ich dabei, wenn das Durcheinander zuviel ist." Paula ist der Meinung: "Ich denke man sollte Kindern ihre eigene Ordnung lassen. Ein Kinderzimmer muss nicht immer tip, top in Ordnung sein. Wichtig finde ich das Müll und schmutzige Wäschen entfernt werden. Das Schulzeug ordentlich verwahrt wird und man durchs Zimmer kommt ohne Dinge zu zertrehten. Die Hälfte von den Dingen die Junior in seinem Zimmer hortet sind für mich schlicht Ramsch, für ihn wertvolle Schätze. Nun so lange er einen Platz findet um sie zu verwahren .1-2 Mal im Jahr ist aber auch bei uns Grundsanierung angesagt. Ansonst räumen sie selbst auf" Und Lisi gibt zum besten: "Im Kinderzimmer müssen wir selten aufräumen, da wir ein grosses "Spielzimmer" haben. Dort wird immer zum Wochenende aufgeräumt und auch sauber gemacht. Aussortieren und umräumen, machen die zwei selbst. Ich hab beiden von kleinauf, nichts hinterher getragen und sie mussten auch erfahren, das wenn man nicht etwas Ordnung hält, einiges "verloren" geht, oder auch mal kaputt. Unter der Woche ist in diesem Spielzimmer bei schlechtem Wetter CHAOS oder auch mal eine Legogroßstadt. Das geht dann Mama gar nix an und ich lass sie dort werkln. Wen die Legostadt besonders schön ist, darf sie auch mal stehen bleiben und es wird drumrum gesaugt"
Ihre Meinung?                  http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/35352/page/1/

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