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Dorf und Familie

landlive.de: Hightech im Mais, Wegfall vom KULAP und Erfahrungen mit Luzerne

Externer Autor ,
am
26.02.2011

Telematik und Assistenzsysteme machen die Maisernte leichter und Empörung über die KULAP-Kürzung sorgen für Wirbel

Claas Jaguar 980 mit Auto Fill und Telematics (klick aufs Bild) © Landliveuser Agrarsani
Hightech im Mais - Claas Auto Fill und Telematics
 
Agrarsani versorgt  in seinem die Landtechnikblog alle Agrartechnikverrückten mit dem Neuesten was heutzutage auf Deutschlands Feldern  zu finden ist. Im aktuellen Blogbeitrag stellt er modernste Technik vor die dem Lohnunternehmer und  Häckslerfahrer den Arbeitsalltag leichter machen sollen. Ein kurzer Auszug: "Zur rechten Seite des Fahrers befindet sich die Cebis Steuerungszentrale mit dem Informationsbildschirm. Darüber der Farbbildschirm mit dem Blick in den nebenherfahrenden Joskin Silospace, den die Kamera am Auswurfkrümmer ermöglicht. Darüber ein weiterer Bildschirm, der zum neuen Auto Fill System gehört. Benjamin will mir die neue Einrichtung nach der nächsten Wende demonstrieren. Am Vorgewende angekommen, dreht sich der Auswurfkrümmer automatisch um 180 Grad und steht pünktlich für die nächsten 12 Reihen wieder am richtigen Platz. Der Kollege mit dem Deutz erscheint wieder neben uns und auch auf beiden Monitoren. Der Wagen wird mittels einer digitalen 3D Bildanalyse lokalisiert und die Außenkanten erfasst. Ein Hinweissymbol im Auto Fill Bildschirm signalisiert Benjamin, dass das System bereit ist. Er aktiviert die Automatik mittels Taste am Joystick. Der Krümmer wird nun automatisch gesteuert. Durch die Erfassung des Füllgrades und des Auftreffpunktes im Wagen, wird dieser nun selbstständig befüllt. Zudem übernimmt die Lenkautomatik durch die Reihenabtastung die Steuerung im Bestand." 

KULAP A36 eingestellt. Tiefschlag für die Fauna und Flora

JFGPM schreibt: "So schnell diese kamen so schnell gingen sie dann auch wieder, die Blühbrachen. Das KULAP A36 wurde zu Beginn des Jahres 2011 eingestellt in Bayern ! Nachdem nun diese wirklich gute Förderung abgeschafft wurde hat es der liebe Staat nicht versäumt extreme Kürzungen bei den laufenden Verträgen mit den LW durchzuführen. Sprich die Antragsteller müssen weiterhin die an sie gestellten Forderungen einhalten (5 Jahre, keine Düngung etc. auf den Flächen) aber der Staat kürzt ihnen die Zuschüsse bis zu 24%. GEHTS NOCH! Die Klausel stand wohl im Vertrag drinnen, weshalb sich bei uns auch die meisten LWs heftig dagegen gewehrt haben (wohl aus gutem Grund oder Erfahrungen aus der Vergangenheit) und man wirklich nur mit Müh und Not den einen oder anderen überreden konnte. Aber eine Kürzung um 1/4 ist schon eine Hausnummer." Auch Darky ist der Meinung: "Das Schlimmste daran ist die Unzuverlässigkeit der Behörden, auch massive Kürzungen in Verbindung mit der beibehaltung der Auflagen ist eine Sauerei sonders gleichen" darauf erwiedert JFGPM: "Klar, damit vergraulen sie für die Zukunft alle LW. Inziwschen kann ich unsere LWs verstehen, die zu all solchen Dingen nein sagen. Wir sehen die Feinheiten und Stolperschnüre da gar nicht. Sie kennen sie wohl schon aus Erfahrung !"
Diskutieren sie mit:              http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/30265/page/1/

Erfahrungen mit Luzerne

Josef110 fragt im Forum: "Ich wollte fragen was ihr mir zur Luzerne sagen könnt. Ernteverfahren, Düngung, Klima,....Ich bin aus Österreich Tirol. Oder wäre Mais eine bessere Idee ? Wir haben relativ flache Felder auch ein paar sandige Flächen. Wir würden es als Viehfutter verwenden"   Spielvogel antwortet darauf: "Bei euch in Tirol wird der Anbau von Luzerne aufgrund der hohen Niederschlagsmengen nur bedingt möglich sein! Bei Niederschlägen von über 600mm pro Jahr wird die Luzerne stark zurückgedrängt! Wo es bei so hohen Niederschlagsmengen ev. möglich währe ist auf Schotterböden. Aber wie von dir geschrieben haben eure Böden einen sehr hohen Sandanteil und aufgrund dessen würde ich dir eine Mischung aus 70% Rotklee und 30% Luzernegras empfehlen, und mal zu schauen ob die Luzerne im Bestand bestehen bleibt oder vom Rotklee zurückgedrängt wird." DWEWT gibt den Tipp: "wenn Du die Luzerne in Reinsaat anbauen willst, musst Du ein optimales Saatbett bereitstellen. Die Aussaat in die Grünlandnarbe gelingt nicht, da die Luzerne im frühen Jugendstadium viel Licht braucht und die Beschattung durch das Grünland zu gross wäre. Du kannst ca 3-4 Schnitte pro Jahr gewinnen, wobei zum Ende des Sommers die Luzerne einmal bis zur Blüte kommen sollte. Bei Rundballensilagegewinnung sollte die Silage am Tag nach dem Schnitt geschwadet und gepresst werden. Beim Pressen sollte das Material geschnitten werden. Die Lagerbarkeit von reiner Luzernesilage ist auf ca 4-5 Monate begrenzt. Hier gilt, je eher verfüttert, umso besser. Du kannst mit der Verfütterung ca. eine Wolche nach der Silagegewinnung beginnen. Besser wäre es natürlich, Du baust die Luzerne im Gemenge mit Gras an. Das Gemenge siliert besser und ist länger lagerbar. Ausserdem fressen es die Tiere lieber."
mehr Infos hier:               http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/30186/page/1/

Kahle Stellen bei Biolegehennen

Hexenkind braucht auch die Hilfe der Landlivemitglieder: "Auf meinem Praktikumsbetrieb(Biohof) den ich im ersten Lehrjahr besuche,ist mir aufgefallen das die Legehennen (500St) in dem einen Stall alle eine Tischtennis große kahle, gerötet Stellen zwischen den Hinterbeinen und After haben. Die Hennen sind erst seid Anfang Oktober dort,also noch sehr jung.Die Hennen in den anderen Ställen die jetzt fast ein Jahr alt sind haben hingegen keine kahlen Stellen.Hat jemand einen Tipp oder eine Idee woran das liegen kann?" Darky meint: "Ich tipp mal auf Federzupfen durch Stress bzw Rangordnungskämpfe, laufen da Hähne mit? Geh mal im dunkeln rein u dreh die Sitzstangen rum, evtl ist es  Milbenbefall." Auch Tyr denkt das selbe: "An Federrupfen hab ich auch gedacht, dürfte sich allerdings nicht auf den Hintern beschränken...und zwischen den Beinen wäre ungewöhnlich, Milbenbefall wäre plausibler." Darky ergänzt noch: "Kann auch Kanibalismuss draus werden, wenn die die Federn um den Popo rum auszupfen dann ist da in der Regel viel Blut im Spiel. Das kann dann schnell umschlagen. Ich persönlich Keule so biestige Hennen immer gleich, auch Eierfresser überleben nicht lang bei mir, landen alle im Topf"

Photovoltaik und die Steuer

Flori666 schreibt: "Ich habe seit Mai letzten Jahres eine Anlage auf dem Dach. Jeden Monat gebe ich die UST Voranmeldung ab. Wie ist das nun, muss ich bei meinem privatem Lohnsteuerausgleich, welchen ich ja 1 x im Jahr mache auch irgendetwas wegen der Anlage angeben. Falls ja in welchen Feldern? Leider hab ich keinen Steuerfachmann den ich fragen könnte und das Finanzamt naja eher unfreundlich und nicht gerade hilfsbereit."  Darauf antwortet Geronimo: "Ich bin jetzt kein Steuerfachmann, kann dir aber sagen, dass die Einnahmen von der PV-Anlage auf jeden Fall angegeben werden müssen. Da du bereits monatlich (ab 2. Jahr vierteljährlich) eine UST-Voranmeldung machen musst, bist du ja schon Betreiber eines Gewerbes und hast auch die Gewinne daraus zu versteuern. In deinem Falle würde ich eine Lohnsteuerhilfe zu Rate ziehen, z.B. die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V., oder mal einen Steuerberater ansprechen, das lohnt mittel- und langfristig auf jeden Fall." und sim schreibt: "Bei einer PV-Anlage musst du in die Anlage G den Gewinn der PV-Anlage eintragen. Dieser wird i. d. R. durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Anlage EÜR) ermittelt, d. h. Einnahmen (z.B. Vergütung+Umsatzsteuer+USt-Erstattungen vom Finanzamt) abzüglich Ausgaben (z.B. Reparaturen+Vorsteuer+Umsatzsteuer-Zahllasten+Versicherung+Anschaffungskosten auf 20 Jahre verteilen (Abschreibung), usw.). Außerdem musst du eine Umsatzsteuer-Erklärung abgeben, bei der du das selbe wie bei den Voranmeldungen machst, nur eben fürs ganze Jahr und wenn du in den Voranmeldungen zuviel bzw. zuwenig angegeben hast, wird die Differenz abgerechnet. Dann gibt es da noch die Gewerbesteuer, bei der aber nur ab einem Gewinn von ca. 24.500€ Steuer anfällt, die aber wiederum bei der Einkommensteuer angerechnet wird. Aber am besten einen Steuerberater beauftragen, das Kostet auch nicht die Welt und man spart sich viel Zeit, z.B. BERATA GmbH (Schwestergesellschaft der LBD GmbH) oder Treukontax GmbH (Schwestergesellschaft des BBV-Buchführungsdienstes)"

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50 m Wurfweite von Silage mit Steimle-Silageüberladewagen Turbo ?
http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/30301/page/1/

Studiengang: Wirtschaftsingenieurwesen Agrarmarketing und Management
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