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Dorf und Familie

landlive.de: Verbot von Milchpreisvergleichen, EEG 2012 und Kleegras

Externer Autor
am
05.08.2011

Ist der Verbot der Milchpreisvergleiche nun positiv oder nicht? Lohnt es nach dem neuen EEG eine kleine BGA zu bauen? Und wie etabliert man erfolgreich Kleegras?

Kleegras und ähnliches sicher etablieren
 
Darky fragt die Comunity: "Heuer hatte wir das Problem das viele Untersaaten die im Frühjahr gemacht wurden nicht aufgelaufen sind oder kurz danach vertrocknet sind. Teilweise haben es Kollegen 2-3 mal versucht u haben damit 2-3 mal in die Sch*** gegriffen. Gibt es aus eurer Sicht bessere Möglichkeiten? Ich suche grad nach winterharten Kleesorten die man schon im herbst ins Getreide drillen könnte. Dann wäre die Wasserversorgung recht sicher u man hätte schon mal mindestens die Winterung versorgt." Auf den Einwurf von tyr: "Weißklee ist eigentlich immer winterhart. Man kann es im Herbst mit eindrillen. Trotzdem braucht es im Frühjahr Wasser." antwortet er: "Der späte Saattermin hier und die extremen Kahlfröste haben mich immer davon abgehalten. Mittlerweile denke ich fast das trockene Frühjahr ist schlimmer. Der Bioklee ist halt teuer, da kann man nicht 3 mal testen." RROTERBARON meint: dazu: "Mit den Einsaaten nach anfang September ist das so eine Sache, nach dem 10.9 mach ich keine mehr, weil die ned richtig oder nur der Kaff durchkommt beim Feldfutterbau und getreide drillt man ja später. Das heißt du bist auf Gedeih und Verderb Petrus ausgeliefert wie der den Spätherbst gestaltet. Was ich 2003 festgestellt hab da war auch ein trockenes Frühjahr da hab ich auf die Kleegraseinsaat die Ende März so nach Josephi gedrillt wurde Gülle gefahren und die hat sich super entwickelt die stellen wo keine Gülle hinkam erkannte man sofort es waren 22cbm/ha damals. 

Milchpreisvergleichsverbot

alois_burgstaller startet dieses Thema mit einem Statement: "Eine weise und überfällige Entscheidung war das vom Kartellamt, die Milchpreisvergleiche zu erschweren. Die Molkereien hatten wirklcih Recht mit ihrem Argument, dass allzuviel Transparenz, vor allem einseitige, den Bauern schaden würde. Herr Prof. Heißenhuber liegt mit seinem Argwohn den Molkereien gegenüber daneben. Bloß weil ein Einwand von den Molkereien kommt, muss er nicht schon gegen die Bauern gerichtet sein. Auch in anderen Bereichen ist mehr Intransparenz wünschenswert zum Vorteil der Bauern. Wenn schon die Marktmacht der Handelsketten so groß geworden ist, dass man sie sich nicht mehr zu zerschlagen getraut, dann muss man mit mehr Geheimniskrämerei kontern." Rottalboy meint: "Ich bin gespannt, ob das Kartellamt auch Preisvergleiche in Foren, wie LL verbieten kann?" und rocknrolldirk schreibt: "Die Idee des Kartellamts im Informationszeitalter Daten unter Verschluss halten zu wollen, die monatlich 90000 Menschen schriftlich zugesandt werden ist gelinde gesagt lächerlich. Ich mache mir weder Sorgen, in Zukunft keine Milchpreise mehr vergleichen zu können, noch halte ich es für ein juristisches Risiko, selbst Milchpreise der eigenen Molkerei öffentlich zu machen. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht welches Problem mit dieser "Lösung" bearbeitet werden soll."  Und Detlef schreibt als Chefredakteur der DLZ: "das dlz agrarmagazin hat sich - wie wir als Redaktion finden - sehr ausführlich des Themas in der Augustausgabe angenommen. Editorial von Kollegen Koch "Wir lassen die Bauern nicht im Regen stehen". Außerdem: Kontrovers, in dem ein Milcherzeuger aus dem Nordwesten sowei der Präsident des Kartellamtes ihre gegensätzlichen Positionen dazu klar machen."

EEG 2012 - Gülleanlagen 75kW

strokes interessiert sich für folgende Problematik: "Hallo, nach dem geplanten neuen EEG 2012 sollen kleinere Anlagen mit 80% Gülle, 75 kW besser gefördert werden.  Man rechnet mit Baukosten von ca 4500€ in Eigenplanung; 0,25€ Vergütung. Hat jemand vor eine solche Anlage zu errichten? Lässt sich damit auch wirklich Geld verdienen, ohne Biogas auf die konstenintensive, auf Zupacht ausgerichtete große Tour zu betreiben, und damit besser auf den eigenen Betrieb zugeschnitten?  Er ist mit diesen Fragen durchaus nicht allein, auch Agropig beschäftigt sich damit: "Ich denke auch darüber nach so eine Anlage zubauen! Ich bin derzeit aber noch am heraus finden ob es mit Schweinegülle geht!? Hat hier jemand Erfahrung damit? Bis jetzt haben die Anlagenbauer noch keine Konzepte für solche Anlagen da sie relativ günstig gebaut werden sollten aber trotzdem mit wenig Aufwand laufen sollen!" masti09 meint: "Zur Gülle die müsst ihr möglichst schon voher separieren ! oder den Fermenter wesentlich größer bauen, um die Verweildauer lang zu ziehen. Größenordnung Fermenter für reine Gülle ca 2500bis3000qm, da kommste dann aber mit 5000 euro pro kw nicht mehr hin. Und du must die Wärme verwursten sonnst brauchste gar nicht erst anzufangen. Zum Vergleich 1 tonne Mais gleich 10 Tonnen Gülle!" luckylou weist allerdings darauf hin: "Also die Gülle vorher Separieren funktioniert nicht, denn du mu0t über dein Einsatzstofftagebuch die 80 Gewichtsprozente nachweisen und dabei noch auf der sicheren Seite liegen. geh also mal vo 260 GV aus. je Tag sind das ca 15 m³ Gülle und ca 3,5 to Silomais. Mit Gülle und Getreide siehts natürlich etwas günstiger aus. Bei 150 Tagen Verweildauer sind das ca 2600 m³ Fermentervolumen das sind 2 Behälter mit 18 m Durchmesser und 6 m Höhe. Dazu kommt noch das Endlager mit 6 Monaten Lagerkapazität mit einer Größe von max 2699 m³, mindestens aber 2500m³. Bei diesen Zahlen sieht man schnell, wenn also nicht zumindest das Endlager vorhanden ist, rechnet sich das ganze nicht"

Sauger- was hilft?

Rachel hat folgendes Problem: "Ich arbeite seit kurzem in einem Milchviehbetrieb in dem es einige Sauger gibt und wir dadurch eben mehrere leere Kühe im Melkstand haben. Wir haben die meisten Sauger gefunden und ihnen Saugstopper in die Nase gemacht, bei manchen mit Zacken oben und unten statt nur oben, aber die anderen Kühe stören sich nicht daran wenn die Kühe mit den Saugstoppern weiterhin Milch tanken, teilweise trinken die Sauger auch von liegenden Kühen ab. Hinzu kommt, dass sich andere Kühe das abgucken und wir in allen 3 Gruppen Sauger haben, also nicht einfach Sauger und Gesaugte trennen können. Hat jemand Erfahrungen damit und eine sinnvolle "Bekämpfung" des Ganzen?" Kasey schreibt dazu: "Autsch, da habt ihr aber ein Problem im Stall. Bei uns konnte das mal eine trotz Stahlsaugentwöhner mit Eisenzacken, die andern Kühe auszusaufen, die drehte den Kopf irgendwie komisch und schon tats denen nicht mehr weh. Aber eigentlich ist das die große Ausnahme, dass das bei euch alle können ist irgendwie komisch. Wir haben diese Kuh dann in einen Anbindestall verkauft, aber was soll man bei so vielen machen? Von den Plastiksaugentwöhnern halten wir nicht allzuviel (stumpfe Spitzen).Also- was ich noch gehört, bzw. im eigenen Stall habe: Es gibt Nasenringe die innen durch die Oberlippe in die Nase gezogen werden, das macht der Tierarzt. Diese Kühe können so kein Vakuum mehr bilden und nicht mehr saugen, ich denke das wäre in eurem Fall am effektivsten. Wir haben ein paar solche Kühe zugekauft, man sieht von diesem Ring gar nix von aussen, nur wenn eine ab und zu flemt sieht man diesen Ring blitzen, sieht aus wie gepirct." Rachel meint noch: "Meine Chefin meinte, das sie denkt, dass das Problem auch die grossen Kälberiglos mit mehreren Kälbern sein könnte. Wir haben natürlich auch Einzelboxen, aber nach der Milchentwöhnung kommen immer 4-5 in ein größeres Iglo und nuckeln sich da oft die Ohren pitschnass. Ob da schon der Grundstein für das Verhalten gelegt wird weiss ich nicht denn ich kenn Betriebe, die auch diese großen Iglos haben aber keine Sauger in der Herde. Und ja, unsere Sauger sind natürlich wirklich die Topkühe mit richtig Milch, aber leider behalten die die geklaute Milch ganz gern und hauen nicht das doppelte wieder raus;)"
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