Login
Dorf und Familie

landlive.de: Wie viel Wasser verbraucht 1kg Rindfleisch? Kontroverses zu Biogas

Externer Autor ,
am
29.07.2011

Wieviel Wasser verbraucht die Rinderhaltung? Wie ist die öffentliche Meinung zu Biogas? Homöopathie: Zauber oder Schwindel?

Vogesenrind (klick aufs Bild) © Landliveuser gallowaysaar2
1 kg Rindfleisch sind 100 Badewannen Wasser!
 
Mim nimmt einen TV-Spot zum Anlass dieses Thema zu starten, sie schreibt: "gestern zur besten Sendezeit - vor "Frauensendungen" in der "Love-Green-Kampagne": Also - lieber mal einen Salat essen, der ist gesund und schont die Umwelt! Während wir im Tierschutz bei Schwein/Geflügel diskutieren - ist es beim Rind schon im Thema Nachhaltigkeit/ Wasserverbrauch angekommen. Wie seht ihr solche Spots - und wie geht man damit um?" FennecusZerda meint dazu: "Irgendwie habe ich bisher nicht mitbekommen, dass wir in Deutschland Wassermangel haben. Und selbst wenn wir den Wasserverbrauch in Deutschland im die Hälfte senken würden, bringt das den Gegenden in Europa die Mangel haben (bekanntes Beispiel wäre Mallorca) rein gar nichts. Populistischer Schwachsinn auf dem Niveau von "Iss deinen Teller auf, in Afrika hungern Kinder". Und strokes schreibt: "Das ist ein Vergleich wie man ihn überall machen kann. Wieviel Liter Kersoin verbraucht ein Flug nach Mallorca? "Lieber mal zuhause bleiben" Mal abgesehen davon verbraucht ein konventionekll erzeugtes Rind wesentlich weniger Wasser und Fläche als z.B. ein Bio-Rind, das um dieselbe Menge Fleisch produzieren zu können, ca. 6-8 Monate oder länger gehalten werden muss, und daher auch eine beachtliche Menge mehr an Wasser und Futter benötigt wird, und somit die Bilanz wieder schlechter ausschaut. Aber das nur am Rande." Und auch einzelberger ist der Meinung: "Wie heißt es so schön: traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast..Für die Berechnung wird unter anderem die gesamte auf die Futterflächen fallende Regenmenge mit eingerechnet. Leider wird in der Berichterstattung selten darauf hingewiesen und so bleibt es an uns in Diskussionen etc. darauf hinzuweisen."
mehr hier:                     http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/34395/page/1/

 

Öffentliche Meinung zum Thema Biogas

Ein in den Medien momentan ebenfalls sehr kontroverses  diskutiertes Thema greift derKuhbauer  auf. Er weist auf einen Artikel aus der Tageszeitung Die Zeit auf und schreibt: "Ich denke so langsam kapiert die Öffenlichkeit, was die NaWaRo-Biogasanlge für die Gesellschaft bringen." Dem setzt explizit dagegen: "Würdest du mal 5 Minuten über den Artikel nachdenken dann könnte dir die Idee kommen, dass so ein undifferenzierter, mit Halbwissen gespickter Schund recht problemlos auch über intensive Milchviehhaltung in Norddeutschland geschrieben werden könnte mit genau denselben Argumenten man müsste im Wesentlichen "Fermenter" durch "Stall" ersetzen und "Endlager" durch "Verdauungstrakt". Aber wichtiger ist es natürlich seinen Berufskollegen in den Rücken zu fallen." Und Paula schreibt: "Es nervt inzwischen nur noch. Kaum ein Thema wo nicht Kuh- gegen Biogasbauern, Bio - gegen Konvent. LW, klein gegen groß hetzt. Das hat nichts mit sachlicher Diskussion zu tun,diese ist in meinen Augen auch von dir und anderen nicht gewollt." Auf die Aussage von explizit entgegnet DerKuhbauer: "Wenn Du nen bischen Sachverstand einschaltelst, solltest Du aber wissen das ein Morgen Mais für ner intensive Kuh reichlich ist. Ne 2MW Anlage frisst locker mal 1000ha Mais, also das Futter für 4000 Kühe. Ne 500KW Anlage braucht immer noch so viel wie 1000 Kühe." Der wehrt sich allerdings ebenfalls: "Ich bilde mir ein dass sogar um einiges besser einschätzen zu können als du, da ich seit mittlerweile 5 Jahren beide Betriebszweige parallel betreibe weil sie sich eben so gut ergänzen und der Futterbau sehr ähnlich abläuft. Das ist ja genau mein Punkt in einer intensiven Milchviehregion ist der Maisanteil meistens höher als in einer recht vieharmen Region wie meiner in der einige Biogasanlagen stehen und die im Artikel herbeikonstruierten Bedrohungen durch den ach so schlimmen Maisanbau sind dort also auch um so schlimmer, da man nicht wirklich zwischen Futterbau für Biogas oder Milchvieh differenzieren kann und deshalb tun sich Milchviehbauern wie du und ich keinen Gefallen wenn man jetzt in diese Hetzerei mit einstimmt gerade in einem Jahr wie diesem wo der Mais mal wieder die Kultur mit den mit Abstand höchsten Erträgen sein wird das fällt irgendwann auf alle zurück. Deine Zahlen da oben kommen mir nebenbei gesagt ein bisschen übertrieben vor, 500kW bekommt man mit den heutigen guten BHKWs mit 150ha gutem Mais weitgehend satt, ein 1000 Kuh Betrieb braucht da schon noch einiges mehr Futterfläche würde ich meinen."

Vogeldreck in der Halle

Messerbalken möchte Hilfe bei eienm speziellen Problem: "Ich habe in meiner Maschinen- und Lagerhalle heuer sehr viele Spatzen und Tauben. Die hinterlassen natürlich auch Spuhren. Ich habe auch schon versucht alle Schlupflöcher zu schließen, durch die diese Viecher in die Halle kommen können. Im Winter ist dort Heu, Stroh und Getreide gelagert. Momentan sind nur Maschinen drin, und das Vogelvieh. Das sie im Winter sich in der Halle einnisten kann ich ja noch verstehen ( aber da will ich sie auch nicht), aber was wollen die Vögel jetzt Kann mir jemand einen guten Rat geben, wie ich die Vögel wieder los werde? Bitte alles vorschlagen" DWEWT hat ähnliche Probleme: "ich hab in meiner Maschinen.-Lagerhalle und dem Stall ähnliche Probleme. Da ich kein Getreide einlagere, sind mir die Spatzen recht egal. Bei den Tauben allerdings gibt es kein Pardon. Das KK steht immer griffbereit. Allerdings muss es nur im Frühjahr verstärkt angewendet werden.
Ab Juli fällt der Taubenbesuch dann stark ab. Mit dem Abriegeln der Gebäude tue ich mich
schwer, zumal im Sommer dort auch Rauch.- und Mehlschwalben brüten." strokes gibt noch den Tipp: "Getreide abdecken! Bei ner Kontrolle darf keine Verunreinigung drauf sein"

Voodoo mit weißen Kügelchen? Homöopathie im Rinderstall

Die DLZ_Redaktion schreibt: "Das Thema Homöopathie spaltet die Gemüter. Für die Einen ist es eine echte Alternative zur Schulmedizin, für die Anderen nur Hokuspokus mit weißen Kügelchen. Wir von der dlz Redaktion Primus Rind interessieren uns für Eure Meinung: bringt Homöopathie im Rinderstall etwas? Habt Ihr schon einmal gute oder schlechte Erfahrungen mit alternativen Behandlungsmethoden gemacht? Wir sind gespannt, welche Meinungen Ihr Euch als Landwirte bilden konntet." darky meint dazu: "Ich bin da ja im Humanbereich grundsätzlich ein Skeptiker. Aber grade im Biobereich bietet sich sowas an weil eben keine Gefahr besteht das man mit dem gesetz in Konflikt gerät wegen Medikamenteneinsatz. Was mich an der Sache fasziniert ist das es bei Tieren in vielen Fällen funktioniert - und da greift der Placeboeffekt nicht den man ja gern beim Menschen geltend macht als Skeptiker. ps: nix gegen Voodoo ja?" Alphaab hat bisher durchweg positive Erfahrungen gemacht: "Wir bedienen uns bereits seit Jahren der Homöopathie für unsere Milchkühe + Nachzucht. Placebo-Effekt ausgeschlossen - ich erklär den das ja nicht vorher. Und wenn schon.... es hilft ja. Schwierig ist eben festzustellen, ob das Tier trotz, oder wegen der "Kügelchen" nicht krank geworden ist (ja, wenn s erst krank ist, dann ist Heilung auch homöopathisch um so schwerer - also immer n Auge auf s Tier, und frühst möglich eingreifen). Wir wenden z.B. bei sich andeutenden Euterentzündungen Kügelchen an, oder beim Kalb mit Durchfall, bei einer "lahmenden" Kuh... eigentlich bei allem, was so anfällt. Der TA war zuletzt im Mai bei uns, Katzenfangkörbe ausleihen. Ich selbst hab mir z.B. Montag um ca. 16 Uhr s Fußgelenk verstaucht/Geprellt, wurde bis zum Abend richtig dick udn ich konnte schwerlich laufen. Um ca. 20:30 habe ich Rhus Toxicodendron C30 genommen und bereits am Dienstag früh konnte ich fast wieder normal gehen, was beim morgentlichen Melken noch nicht denkbar war.Fazit: Es funktioniert - bei Mensch und Tier gleichermaßen - mann muss jedoch sehr gut beobachten, Präparate auswählen und frühzeitig dabei gehen." rocknrolldirk ist dagegen sehr skeptisch: "Ich habe große Zweifel an der Homöophatie, einerseits weil nirgends aussagekräftige Studien veröffentlicht werden, die die Wirksamkeit nachweisen, andrerseits weil ich in manchen Vorgehensweisen keine schlüssige Logik erkennen kann. Als bestes Beispiel fällt mir der Wirkstoff "Phosphorus" ein, der zigfach verdünnt, in Kügelchen verabreicht Krankheiten heilen soll. Was ist denn mit den ungleich größeren Mengen Phosphor, die ein Tier (oder auch ein Mensch!) in allen möglichen Formen mit Nahrung und Trinkwasser gleichzeitig neben der Therapie täglich aufnimmt? Wie soll der Körper des Patienten erkennen, dass ausgerechnet die geringe Phosphorspur, die per Kügelchen verabreicht wird, eine Heilung in Gang setzt? An dieser Stelle kollidiert diese Therapiemethode mit jeder Logik, nach deren Regeln meiner Meinung nach die Welt funtioniert."
Auch interessant