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Dorf und Familie

landlive.de: Was wählt der Landwirt? Hagelversicherung und Kuhbürstenfrage

Externer Autor ,
am
21.05.2011

Welche Partei ist die beste für die Landwirtschaft? Kann man auf die Hagelversicherung verzichten und wie reagiert man auf die Klimaveränderung?

Neue Kuhputzmaschine
 
Nieper schreibt: "Da unsere alte "happy cow" so langsam aber sicher ihren Geist aufgibt, befassen wir uns gerade mit dem Kauf einer neuen Kuhputzmaschine. Besonders ins Auge gefallen ist uns der "Krazzmaxx"Hat jemand erfahrungen von euch mit dem Ding?? Des weiteren gibt es ja seit einiger Zeit auch diese frei pendelnden Bürsten die irgendwo im Stall einfach frei herunter hängen. Auch zu dieser Maschine würden mich die Erfahrungen von euch interessieren." Bauerernie antwortet: "Ich hab bei mir zwei Verschiedene im Stall hängen. zum einen die frei pendelnde von Kerbl und eine Lely Luna. Beide werden sehr gut angenommen. Die von Kerbl ist etwas umständlicher anzubauen aufgrund des etwas höheren Eigengewichts und zur Montage bzw Anschluss an den Stromkreis wäre ein Elektriker nicht schlecht. Die Lely Luna braucht nach Montage nur noch in eine Steckdose gesteckt werden." Dagobert hat eine von Delaval: "Die ist echt super und nimmt keinen platz im Stall weg. Vorteil ist bei einer schwingenden Bürste das kein druck auf denn motor ausgeübt wird" Auch  mouhkouh teilt ihre Erfahrungen: "Unsere Happycow streckt auch so langsam die Fühler weg....92er Baujahr, hat gut lange gehalten...dafür das es ein Hauptgewinn bei so nem Preisausschreiben war ;) Allerdings werden wir uns wohl wieder die Happycow besorgen, weil ich bin total mit dem Teil zufrieden. Alle drei Jahre Bürstenringe wechseln, einmal war die Welle abgebrochen und einmal aus dem Getriebe rausgehoben...für das, was die Bürste malträtiert wird, ein super Ergebnis."

Landwirt - aber welche Partei wählen?

janklein fragt die Landlivemitglieder: "Mich als Schüler interessiert mal völlig unabhängig davon was ihr wählt, welche Partei für einen Landwirten oder jemanden der in diesem Bereich arbeitet am besten ist? Versteht mich nicht falsch, ich weiß nicht wie ich es besser formulieren soll." Für die meisten Bayern im Forum steht wie für Hexashift fest: "In Bayern nur die CSU" Für Pad1 ist es nicht so einfach, er schreibt: " Hi, das ist das "Quo Vadis" der Politik? Ich finde ,die Parteien sollten sich nach der Landwirtschaft richten (mehr auf deren Bedürfnisse und Probleme eingehen !)--- ,da ist es echt schwierig die richtige zu filtrieren. Ich hoffe du findest mehr( in den aktuellen Medien) heraus ,drücke dir die Daumen!" Muensterlaendler schreibt: "In NRW natürlich nur die CDU, (die Grünen würden hier auch BDM Mitglieder wohl nicht mehr wählen, mehr Wahlversprechen kann man nicht brechen.)" HJ72 denkt: "Der letzte Bundeslandwirtschaftsminister mit Sachverstand hieß Karl-Heinz Funke. Das war wohl ein Zufallstreffer bei den Roten. Wenns keine "Personenwahl" ist, und man sich außerhalb Bayerns befindet, sind die Bauern bei den Schwarzen am Besten vor politischer Willkür geschützt. In Bayern kann der Bauer nur zwischen Pest und Cholera wählen"

Wie reagieren auf neues Klima?

Darky nimmt das aktuelle Wetter zum Anlass folgende Fragen zu stellen: "Ich frage mich in letzter Zeit immer öfter, wie man auf die neuen klimatischen Gegebenheiten reagieren sollte.Wir haben in den letzten zehn Jahren einen klaren Trend Winter: sehr feucht, bzw schneereich und kalt. Frühjahr: anfangs sehr feucht...dann schlagartig trocken. Sommer: heiß und regenarm.Gegen Herbst wechselhaft u schnell feuchtherbst: sehr wechselhaft und feucht. An ein "weiter wie bisher" ist nicht zu denken. Die Sommerungen werden immer schwächer und die Ernte wird immer mehr zum Glücksspiel. Wie reagiert ihr auf die Veränderungen? man sollte sich evtl mal Strategie für den Notfall zurechtlegen" Barensdorfer antwortet: "mich macht das auch alles sehr nachdenklich. Allerdings war der letzte Sommer im Norden ab Ende Juli alles andere als regenarm.  Im Jahr 2009 hingegen fiel kaum ein Tropfen. Ich habe noch kein Schema erkennen können. Bei den schneereichen Wintern allerdings stimme ich überein. Die Pflanzen kamen in den letzten Jahren derartig geschwächt aus dem Winter, das war schon nicht mehr schön. Den Winterraps im Norden kann man dieses Jahr teilweise ganz vergessen: Nasse Bestellung, langer Winter, Trockenheit. Noch nie habe ich erlebt, dass so viel Raps umgebrochen wurde. Notfallstrategie? Auf jeden Fall ist Schlagkraft gefragt, wenn der Herbst wieder wechselhaft wird. Was die Pflanzen an sich angeht: Hier werden (noch) weiterhin die Standardsorten der Marktfrüchte angebaut." thunderstruck denkt allerdings: "Nun hatten wir zwei lange Winter, gemessen an der Zeit, in der Schnee lag, mit tiefen Temperaturen. Zwei (!) Winter. Mehr nicht. Die letzten beiden Sommer waren sehr unterschiedlich, einer trocken, einer verregnet. Ich kann beim besten Willen keine Tendenz erkennen. Der Oktober ist erfreulicherweise oft recht schön, was wohl vor 30 Jahren eher nicht der Fall war. Handlungsbedarf sehe ich erst wenn ich weiß, wohin die Reise geht."
alle Beiträge hier:                      http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/32552/page/1/

Hagelversicherung: Ja oder Nein ?!

Finalcut schreibt: "Bei mir stellt sich jedes Jahr wieder die gleiche Frage: Brauche ich eine Hagelversicherung oder doch nicht?! Bislang habe ich immer nur fleissig einbezahlt und nie etwas herausbekommen. OK... Raps und Grassamenvermehrung würde ich auf jeden Fall absichern, da hier das Risiko eines Totalausfalles erheblich größer ist, aber wie sieht es mit anderen Kulturen aus? Wenn ich in diesem Jahr nicht absichere, geht mir der Rabatt verloren, den ich mir in den vergangenen Jahren aufgebaut habe.  In der Regel ist der Deutsche ja überversichert, aber es steht anderseits wieder zuviel auf dem Spiel.Mich würde mal interessieren, wie ihr zu diesem Thema steht und wer eine Hagelversicherung jährlich abschließt." Notill meint: "Also Hagelschlag ohne Versicherung hat schon Betriebe ruiniert. Wenn in Deiner Gegend schon lange kein hagel mehr war, dann bist du ja auch in einer billigen Versicherungsstufe. Wir waren mal in der Falschen Versicherung billig versichert... (Vereinigte Hagel). Nach dem Hagelschaden, wurde miserabel geschätzt (weniger als 50% des wirklichen Schadens) und mit Erpressung haben die auch gearbeitet..." Und Thunderstruck  ist der Meinung: "Auf Versicherungen kann man nur verzichten wenn man sehr, sehr wohlhabend ist." Christian0815 bringt es auf den Punkt: "Wir hatten 2007 und 2009 Schaden von 15- 55% in Gerste,Weizen und Raps. Also in kurzer Zeispannet ein großer Ertragsausfall, ob das für einen Betrieb ohne Versicherung tragbar ist? Haben aber auch schon 20 Jahre bezahlt und keinen Schaden in der Zeit gehabt. Bei den zunehmenden Wetter-extremen geht es wohl nicht ohne Versicherung. Bei der Schadensregulierung und Schätzung treten sicherlich öfters Meinungsverschiedenheiten auf. 2007 wurde der Roggen und die Triticale unter 8% (keine Regulierung) geschätzt. ich war allerdings von weit mehr ausgegangen."

Unterschied Listenpreis - Verkaufspreis

"Ein Thema über das in der Praxis immer wieder Unklarheit herrscht ist der Listenpreis. Zumeist ist der Listenpreis deutlich höher wie der Verkaufspreis an den Kunden. Woran liegt das in der Praxis? Wie groß sind die Unterschiede? Die Händler haben in diesem Bereich ja verständlicherweise keine große Transparenz. Kann irgendjemand hierzu nähere Auskünfte geben?" Das möchte Rush gern von den anderen Usern erfahren. Drehung hat auch gleich eine Atwort parat: "die (Geräte-)Listenpreise der Hersteller dienen in erster Linie als Grundlage für die Preisverhandlungen (Rabatthöhen) zwischen Landmaschinenhandel und dem Hersteller. Hersteller haben u.a. das Ziel möglichst langfristig die Produktion zu planen, die Produktion auch außerhalb der "Saison" auszulasten. Eine Steuerungsgröße ist dabei die Preisgestaltung, z.B. wird dem Händler i.d.R. bei Frühbezug (z.B. Festbestellungen im Winter) ein attraktiverer Preisnachlaß gewährt als bei einer Last-Minute-Order in der Saison. Ebenso wird einem Großkunden (der viele Geräte ordert) id.R. ein größerer Preisnachlaß eingeräumt, als dem kleinen (unabhängigen) Landhändler der nur wenige Maschinen abnimmt (Mengenrabatt). In wieweit der Händler seine Preisnachläße an den Endkunden weitergibt bleibt dem Händler und dem Verhandlungsgeschick des Landwirts (und der regionalen Konkurrenzsituation) überlassen." Darky meint dazu: "Ich persönlich erwarte von einem Verhandlungspartner wie zb Lamahändler, das er mir sofort einen angemessenen Verkaufspreis anbietet. Ich hasse es wenn die 3-4 mal aufschlagen und jedesmal noch um 4-5% runter können obwohl sie beim letzten Besuch auf die Bibel geschworen haben das da "nix mehr geht". Mittlerweile hat sichs rumgesprochen das es bei mir nur 1-2 Versuche für ein Angebot gibt, nun bekomme ich gleich einen realistischen Preis geboten und spar mir das ewige Feilschen....man muss das nur durchhalten und spätere Angebote freundlich ausschlagen mit entsprechender Begründung." So sieht es auch Finalcut: "Die Leute sollen sich beim ersten Angebot schon anstrengen, denn alles das was sie im Nachhinein ablassen, darum wollten sie mich erst bescheissen."
Und Ihre Erfahrungen ?:          http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/32675/page/1/

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