Login
Dorf und Familie

landlive.de: Wegen Kitzen vor Gericht, Abgase im Boden und fehlende Arbeiter

Externer Autor
am
23.09.2011

Macht man sich schon beim Wiese mähen strafbar? Kann man Abgase des Schleppers als Dünger nutzen? Und Wo sind die Fachkräfte?

Gerichtsverfahren gegen Landwirt wegen getöteter Rehkitze
 
Unverständlich reagiert Lexx auf Berichte über das Verfahren gegen einen Landwirt der beim Mähen 2 Rehkitze verletzt hat, er schreibt: "Wie kann man denn in Deutschland für etwas verurteilt werden, bei dem man weder fahrlässig noch vorsätzlich gehandelt hat!? Wird jetzt jeder Autofahrer verknackt der einen Hund oder eine Katze überfährt? Wo hört das alles auf? Beugen sich die Gerichte vor Angst den mächtigen Tierschutzorganisationen? Biobauer merkt noch an: "Man beachte den Schlussatz!  >>Es aber noch keine verbindlichen Gesetze für Landwirte gebe, die Maßnahmen zum Schutz der Rehkitze vorschreiben. Diese Verordnungen seien von den zuständigen Ministerien noch nicht umgesetzt worden. Hier sahen die anwesenden Vertreter der Tierschutzorganisationen dringenden Handlungsbedarf.<< Wenn das mal umgesetzt ist, können sie dir einen Strick draus drehen. CC lässt grüssen" Guelleking meint dazu: "Ich denke das Problem ist das die Feldmarkt und die Wirtschaftswege immer mehr zu einen Nah-Erholungsgebiet verkommt und immer mehr Neckermann Touristen sich dort herumtreiben, und dort Dinge sehen, für die den die nötige Sichtweise oä. fehlt." Und Silk schreibt: "Dieses Urteil ist genauso eine Schande, wie einem Hr. Gäfgen Schmerzensgeld zusteht! Man darf sich einfach nciht mehr über solche Dinge aurfregen, die deutsche Politik kriegt die Kurve ohnehin nicht mehr. By the way: Wären die Kitze nicht ausgemäht worden, wäre benannte "Tierschützerin" wohl die zu anzeigende Person gewesen, da sie in der Brut- und Setzzeit fernab der Wege gar nichts zu suchen hat"

N-Düngerersparnis durch Einleitung der Schlepperabgase in den Boden?

Drehung interessiert folgende interessante Geschichte: "im Kanada-Blog von Agrarsani gabs (Tag 11) einen Link zu einer kanadischen Firma die eine Methode zur Einleitung der (gekühlten) Schlepperabgase entwickelt hat. Die Abgase werden bei der Bodenbearbeitung (Grubber, Scheibenegge) über Schäuche in den Boden geblasen. Dies soll sich positiv auf das Pflanzenwachstum auswirken und zu möglichen Stickstoffdüngereinsparungen von bis zu 30% führen. Klingt erstmal interessant, ich hab allerdings auf deren Seite keine wirklichen Versuchsergebnisse gefunden (vielleicht bin ich einfach zu blind Weiß jemand mehr über das Verfahren, gibts dazu Versuche in Deutschland?" Notill schreibt dazu: "Hab schon einiges zu den Versuchen gehört, aber ich vermisse auch handfeste Ergebnisse. Währe doch auch ne Alternative zum Kat... da man dabei ja Stickoxide haben will. CO2 in den Boden... das wird doch von der Regierung auch grad angedacht. Hab mal Fotos gesehen,  erinnert stark an einen Airseeder, mit Anschluß am Auspuff." Teddybaer14 ist der Meinung: "Durch das zuführen von CO2 an die Pflanze findet einen bessere Aufnahme des Stickstoffes statt. Dadurch wird das Wachstum etwas beschleunigt und es wird weniger ab bzw ausgewaschen. Allerdings denke ich auch, das die Menge die von den Abgasen kommt zu gering ist um einen echten Nutzen zu bringen. Die CO2-Düngung ist im Gewächshausanbau von Gurken, Tomaten und Paprika schon seit veieln Jahren ein fester bestandteil zur Ertragssteigerung. Aber die Menge welche dazu benötigt wird ist relativ groß, sodas hier meist technisches CO2 zum einsatz kommt.
Ich würde sagen, das es wohl relativ viel aufwand wäre mit mässigem bis keinem Nutzen."
Die gesamte Diskussion hier:         agrarheute.landlive.de/boards/thread/35867/page/1/

Austragshaus, Betriebsleiterwohnung

lauser schreibt: "Ich möchte ein Austragshaus bauen. Wieviel qm Wohnfläche darf das dann haben?  Dürfen es mehr qm sein, wenn man ein oder mehr Kinder hat? Wird Treppenhaus und Flur auch mitgerechnet? Und wie groß darf eine Betriebsleiterwohnung sein?" Enzo77 meint: "Kommt darauf an in welchem Bundesland Du bauen möchtest, in Bayern sind max. 125 m² möglich, als Austraghaus möglich. Bei Betriebsleiterwohnungen kommt es bei uns oft darauf an, welche Größe vom LA unterstützt wird."  Die Frage nach den Kinderzimmern sorgt für Verwirrung: gammi70 schreibt: "Für Dich darfst du kein Austragshaus bauen.......Aber ich denke ein Gästezimmer müsste auch in einem Austragshaus drin sein. Und weil das Austragshaus nur eine bestimme Größe haben darf werden auch oft Räume als Ferienwohnungen eingeplant." Und Kone gibt den Tipp: "Warum baust du kein Betriebsleiterwohnhaus für dich? Wo liegt das Problem? Wenn die Senioren im vorhandenen Wohnhaus wohnen bleiben, dann ist es doch nur logisch, dass die Jungen ein Betriebsleiterwohnhaus bauen. Dann hast du auch nicht die Einschränkungen bei der Wohnfläche und die Kinderzimmer brauchst du nicht als Gästezimmer deklarieren." JW erwiedert darauf in aber: "Wenn ein Haus vorhanden ist, bekommt man im Außenbereich als zusätzliche Betriebsleiterwohnung auch nur 120m² genehmigt. So einfach geht das auch wieder nicht"
Diskutieren sie mit:            http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/35933/page/1/

Blogbeitrag der Woche

Megastall für 1000 Kühe mit 16 Melkrobotern
 
Matthias berichtet in seinem Blog von diesem eindruksvollen Bauvorhaben: "Es ist sicher eines der spektakulärsten Stallbauprojekte hier in der Region, vielleicht auch deutschlandweit und es wurde schon viel darüber geredet. Heute wurde der Stall im Rahmen eines Tages der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Stallneubau für 1000 Kühe ist ja in Deutschland nicht ungewöhnlich, aber ein Neubau mit 16 Melkrobotern ist schon etwas besonderes. Der Stallkomplex besteht aus 2 Hüllen mit jeweils 504 Kuhplätzen, unterteilt in 4 Gruppen mit je zwei Robotern. Die spektakuläre Stahlkonstruktion der Hallen stammt von der Firma Wolf und trägt auf der Südseite ein PV-Anlage. In der Mitte des Stalles sind rechts und links jeweils 4 Melkroboter der Firma DeLaval angeordnet. Der Kuhverkehr ist nach dem Feed-First-System ausgelegt....
 

Wo sind die Arbeitskräfte? - Von der unendlichen Suche nach dem großen Los..

lucysr ist verzweifelt: "Wir suchen schon seit längerem Mitarbeiter für unseren Landhandel und finden Niemanden. Nun stellt sich mir die Frage, wo sind all die jungen Leute, ...keiner will mehr LKW fahren oder sich als Außendienst die Hände schmutzig machen..meiner Ansicht nach studiert jeder 2. BWL und hofft dann auf das große Glück im Leben. Solltet Ihr jemanden wissen, der LKW Führerschein hat, Milchsammelwagen fahren möchte und gut verdienen will, (4 Tage Arbeit, dann 3 Tage frei), dann meldet euch. Außerdem suchen wir einen Außendienstmitarbeiter zur Betreuung unserer Kunden.Außerdem würde mich Interessieren was ihr von der Problematik der fehlenden Arbeitskräfte haltet..stimmt meine Meinung mit eurer überein? Kette meint dazu: "Ich bin zwar nicht auf der Suche und würde wohl auch nicht auf die Anforderungen passen, antworte aber trotzdem mal was mir als Arbeitnehmer wichtig ist: - Wertschätzung und Vertrauen (intern wie extern) - sicherer Arbeitsplatz.  Mehr ist es eigentlich gar nicht... und scheinbar doch so schwer zu finden."Und fafner schreibt: "Das ist womöglich tatsächlich auch ein demographisches Problem. Habe gelesen, Deutschland hat den geringsten Anteil junger Leute in ganz Europa. Und das wird sich in den nächsten Jahren weiter verschlechtern." Auf die Aussage von Notill:  "Warum müssen es junge Leute sein? Ich hab die Erfahrung gemacht das man als 'Junger' alleine schon wegen dem Alter von vielen Landwirten nicht ernst genommen wird. Und Ehrlich gesagt, ich hab gerne Schlepperfahrer Ü50.... (ok.. gibt auch da mal Kinder drunter) Aber warum müssen es junge Mitarbeiter sein? Wenn dann einer mit 40 irgendwas machen will ist er zu alt. Am besten vielleicht abgeschlossenes Studium, 10 Jahre Berufserfahrung aber bitte nicht älter als 25?" antwortet lucysr: "Von nicht älter ist hier nicht die Rede, gerne älter, doch es mangelt ja generell an fähigen und willigen Arbeitskräften. Und da denk ich halt dann auch an die Jugend, die mal nachwachsen soll . Vielleicht bin ich auch durch viele Beispiele im Freundeskreis ein bisschen voreingenommen, dennoch glaub ich, dass sich so mancher Arbeitsanfänger die Welt recht einfach vorstellt."

weitere interessante Themen der letzten Woche:

Teure Lebensmittel?
http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/35963/page/1/

Bodenpunkte & übliche Pachtpreise in eurer Gegend
http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/35970/page/1/

Fütterung in der Säugezeit, wie oft?
Auch interessant