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Umwelt

Landrechte: Deutschland knüpft Partnerschaft mit Sierra Leone

von , am
27.03.2014

Berlin/Washington - Die Bundesregierung hat mit der Regierung von Sierra Leone eine Landpartnerschaft vereinbart. Ziele sind, die Landrechte zu sichern und Investitionen zur Ernährungssicherung in Sierra Leone zu fördern.

Im Osten sind die Preise für Agrarflächen in den letzten Jahren enorm gestiegen. © Mühlhausen/landpixel
Am Rande der diesjährigen Weltbank-Konferenz "Land and Poverty" in Washington hat die Bundesregierung zusammen mit der Regierung von Sierra Leone und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) eine trilaterale Landpartnerschaft vereinbart. Das Abkommen soll der Verbesserung der Gesetzgebung und Verwaltungspraxis im Landsektor in Sierra Leone dienen.

Landpartnerschaft fußt auf Leitlinien

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betonte am Mittwoch in Berlin: "Zugang zu Land und sichere Landrechte sind für die Ernährungssicherung der ländlichen Bevölkerung Sierra Leones überlebenswichtig. Gleichzeitig braucht das Land für wirtschaftliches Wachstum und Armutsbekämpfung dringend Investitionen in die Landwirtschaft. Mit der Landpartnerschaft wollen wir die sierra-leonische Regierung bei der Schaffung der rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen für verantwortliche Agrarinvestitionen unterstützen."
 
Grundlage der Partnerschaft sind die Freiwilligen Leitlinien zur verantwortlichen Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten der Vereinten Nationen. In diesen Leitlinien hat sich die internationale Staatengemeinschaft erstmals auf allgemeingültige Standards zur Anerkennung und zum Schutz von Landrechten sowie zur Durchführung von Investitionen in Land verständigt.

Die neue Landpartnerschaft knüpft an den G8-Gipfel 2013 in Lough Erne in Nordirland an.  Dabei hatten die G8-Staaten zugesagt, Entwicklungsländer bei der nationalen Umsetzung der Freiwilligen Leitlinien im Rahmen von bilateralen Partnerschaften zu unterstützen. 
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